05. Juni 2020 / 16:27 Uhr

Thüringer Fußballverband: „Keiner soll am Fußballspielen gehindert werden“

Thüringer Fußballverband: „Keiner soll am Fußballspielen gehindert werden“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sport MŠnner Fu§ball Kreispokal
Einheit Altenburg - Fockendorf
Georg Gerth Fockendorf rot - Johnny WŸrker Altenburg
Foto: Mario Jahn
Mehr Klarheit gibt es für die Fußballer in Ostthüringen – wie hier die Männer von Einheit Altenburg (weiße Trikots) und Eintracht Fockendorf. © Mario Jahn
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Ab Anfang September rollt der Ball wieder. Der Thüringer Fußballverband hat Fragen zur Fortsetzung der Saison im Erwachsenenbereich beantwortet. Einzelne Regelungen sind noch unklar und müssen deshalb angepasst werden.

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Altenburg. Nach dem Beschluss des ´es (TFV) die Saison im Erwachsenbereich ab 1. September fortzusetzen, äußert sich der Verband zu drängenden Fragen der Vereine. Übrigens sind die KFA Organe des TFV. Es wird ein gemeinsamer Haushalt geführt und die Einnahmen und Ausgaben sind Gelder des TFV. Im Bedarfsfall wird der TFV einzelnen KFA auch unter die Arme greifen.

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Die völlige Aussetzung des Rechts auf Vereinswechsel ist juristisch nicht haltbar. Es gibt eine befristete Aussetzung, die zum 20. Juni zu den neuen Bedingungen in Kraft tritt. Kein Spieler wird an einem Vereinswechsel gehindert, nur muss eine Ungleichbehandlung innerhalb der Wechselphase verhindert werden. Daher die Aussetzung bis 20. Juni, um klare Regelungen für alle zu treffen.

Die Folgen sind gravierend, bedeuten finanzielle Schäden für die Vereine, weil Sponsorenverträge wegen ausgedehnter Saison länger laufen (müssen), als geplant...

Die wenigsten Sponsorenverträge belaufen sich auf Spiele beziehungsweise die Saison und nicht auf Jahre. Ein Sponsor wird sicherlich immer seine Leistungen hinterfragen, allerdings eher nach seinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entscheiden.

Finanzielle Schäden für Vereine: Weil es weniger Heimspiele gibt und damit wiederum überlebenswichtige Einnahmen ausbleiben.

Die Aussage „weniger Heimspiele“ wird falsch dargestellt. Sicherlich wird es keine ganze neue Saison geben, aber durch Pokal und auch zusätzlich geplante Spielrunden (etwa im Frühjahr 2021 regionale Wettbewerbe wie Stadtmeisterschaften) wird es im April/Mai noch zu einigen Heimspielen mit Derbycharakter kommen.

Finanzielle Schäden für alle Kreisfachausschüsse (etwa durch ausbleibende, neue Meldegebühren):

Das ist sicherlich eher ein Vorteil für Vereine und Mannschaften, wenn man für eine neue Saison nicht neues Startgeld zahlen muss, noch dazu, wenn man auch hier nicht weiß, ob eine neue Saison sportlich beendet werden kann. Besonders, wenn man dann aufgeblähte Staffeln und Sonderabstiege befürchten müsste.

Fehlende Wettbewerbsanreize durch langes Pausieren der Saison:

Das ist einfach nicht richtig, denn was nützt ein neuer Wettbewerb mit zum Beispiel 18 und mehr Mannschaften, der in einem Spieljahr ab September gar nicht realistisch im Winter zu Ende zu spielen wäre, von einer zweiten Corona-Welle ganz zu schweigen. Wer will und kann bis Mitte Dezember und ab Februar wirklich Punktspiele absichern und „englische Wochen“ im Herbst und Frühjahr?

In kleinen Ligen haben Mannschaften innerhalb von 15 Monaten nur fünf bis sechs Punktspiele.

Auch in den kleineren Ligen werden zusätzliche Runden geschaffen und Pokale gespielt, so dass auch hier zusätzliche Spielmöglichkeiten geschaffen werden. Keiner will, dass die Aktiven zu Hause sitzen.

Geplante Spielgemeinschaften sind nicht möglich, Verlust und Rückzug drohen:

Spielgemeinschaften (SG) sind Zweckgemeinschaften, die ausschließlich dem Sinne des Erhalts von Mannschaften dienen. Hier wurden in den letzten Jahren sehr oft die Regularien ausgenutzt. Das macht kaum ein anderer Landesverband um Thüringen herum.

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Grenzvereine zu anderen Bundesländern verlieren Spieler an andere Vereine aufgrund besserer Perspektiven:

Ob ein möglicher Spielbetrieb in den benachbarten Ländern der richtige Weg ist, wird sich sicherlich erst im Frühjahr 2021 zeigen.

Wettbewerbsverzerrung durch unklare Wechselphase:

Zum Schutz der bestehenden Mannschaften und Vereine werden die Wechselbedingungen innerhalb des TFV überarbeitet. Keiner soll am Fußballspielen gehindert werden.

Durch Abbruch im Nachwuchs kommt es zu Überschneidungen (z. B. spielen A-Jugend und 1. Mannschaft dann in zwei unterschiedlichen Spielzeiten).

Das Problem dabei ist nicht zu erkennen. Überschneidungen gibt es immer im Spielbetrieb, ob zwischen 1. und 2. Männer oder auch den Junioren.

Bei Verlust von Schiedsrichtern droht ein ohnehin schon bestehendes Problem (fehlender Schiedsrichter) noch größer zu werden.

Grundsätzlich ist zu sehen, dass einzelne Regelungen noch angepasst werden müssen und bis Ende Juni auch angepasst werden. Genau in diesem Zeitraum befinden wir uns gerade und erarbeiten hier entsprechende Regularien.