24. Februar 2021 / 09:32 Uhr

Tiger Woods erholt sich nach "langer chirurgischer Prozedur": Ärzte äußern sich nach Operation

Tiger Woods erholt sich nach "langer chirurgischer Prozedur": Ärzte äußern sich nach Operation

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach seinem schweren Verkehrsunfall wurde Golf-Legende Tiger Woods bereits operiert.
Nach seinem schweren Verkehrsunfall wurde Golf-Legende Tiger Woods bereits operiert. © IMAGO/UPI Photo/ZUMA Wire
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Der schwere Autounfall von Tiger Woods schockt die Sportwelt: Das rechte Bein der Golf-Legende muss nach mehreren Knochenbrüchen mit mindestens einer Stange und Schrauben stabilisiert werden. Für den 45-jährigen stellt sich nun nicht die Frage, wann er wieder an einem Turnier teilnehmen kann, sondern ob.

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Golf-Star Tiger Woods hat bei einem Autounfall sein rechtes Bein erheblich verletzt. Sein Geländewagen prallte am Dienstagmorgen (Ortszeit) am Rande von Los Angeles gegen ein Schild, schlitterte über einen erhöhten Mittelstreifen und die beiden Fahrbahnen der entgegengesetzten Fahrtrichtung, rutschte einen Abhang hinunter und blieb auf der Seite liegen. Die Airbags wurden ausgelöst. Er erlitt mehrere Knochenbrüche an seinem rechten Bein.

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Anish Mahajan, der medizinische Leiter des Harbor-UCLA Medical Center, sagte, Woods rechtes Schienbein und Wadenbein seien mehrfach gebrochen. Während einer „langen chirurgischen Prozedur“ sei das Schienbein mit einer Stange stabilisiert worden, Knöchel und Fuß seien mit Schrauben und Stiften stabilisiert worden. Auf Woods' Twitter-Konto wurde mitgeteilt, er sei wach, reagiere und erhole sich.

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Für den 45-jährigen Superstar des Golfs stellt sich nun nicht die Frage, wann er wieder an einem Turnier teilnehmen kann, sondern ob. Der Unfall ist ein weiterer Rückschlag für Woods, der in den letzten zehn Jahren mit Verletzungen, selbstverschuldeten privaten Problemen und einer Festnahme wegen Fahrens unter Einfluss von Substanzen für Schlagzeilen sorgte.

Woods war durch küstennahe Vororte von Los Angeles gefahren. Das Amt des Bezirkssheriffs meldete den Unfall am Morgen gegen 7.15 Uhr (Ortszeit). Woods sei ansprechbar gewesen, als ihn die Einsatzkräfte durch die Windschutzscheibe aus dem Wagen geholt hätten, hieß es. Die Airbags seien aktiviert worden, und das Innere des Fahrzeugs praktisch intakt geblieben, was „ihm ein Polster gab, um den Unfall zu überleben“, sagte Alex Villanueva, der Sheriff des Bezirks Los Angeles. Hinweise auf eine Beeinträchtigung seiner Fahrtüchtigkeit gab es laut Polizei nicht.

Hilfssheriff Gonzalez: "Ich würde sagen, dass Herr Woods viel Glück hatte"

Hilfssheriff Carlos Gonzalez kam nach eigenen Angaben als Erster zum Unfallort. Er erwische manchmal Leute dabei, in der Zone doppelt so schnell zu fahren wie erlaubt, sagte er vor Reportern. Dort habe er denn auch schon tödliche Unfälle erlebt. „Ich würde sagen, dass Herr Woods viel Glück hatte, da lebend herauszukommen“, ergänzte Gonzalez.

Per Hubschrauber gefilmte Fernsehaufnahmen zeigten, wie das Auto auf der Seite lag und schwere Schäden vorne und hinten aufwies. Der Wagen befand sich demnach etwas abseits einer Straße. Mithilfe von Kranen wurde das beschädigte Fahrzeug aus einem Gebüsch gehievt und dann aufgerichtet. Ermittler inspizierten es und machten Fotos. Dann wurde es auf einen Lastwagen geladen und am Dienstagnachmittag (Ortszeit) abtransportiert.

Ex-Präsidenten Obama und Trump richten Genesungswünsche an Woods

Woods war auch schon zuvor in Verkehrsvorfälle verwickelt, die Ermittlungen nach sich zogen. 2009 fuhr er am Morgen nach Thanksgiving über einen Hydranten und prallte gegen einen Baum. 2017 fand ihn die Polizei in Florida schlafend hinter seinem Steuer, das Auto war am Straßenrand geparkt. Als Grund gab Woods an, eine unerwartete Reaktion auf seine verschreibungspflichtigen Schmerzmittel gehabt zu haben. Er bekannte sich später der Fahrlässigkeit im Straßenverkehr schuldig und ging in Therapie, um wegen seiner Medikamente und seiner Schlafstörung Hilfe zu bekommen.

Bekannte Persönlichkeiten wie Michael Jordan, Mike Tyson und die früheren Präsidenten Barack Obama und Donald Trump wünschten Woods baldige Genesung - ebenso wie Kollegen von der PGA Tour.