30. Januar 2015 / 17:05 Uhr

Timo Ahrens: Ein Roter in Grün-Weiß

Timo Ahrens: Ein Roter in Grün-Weiß

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Timo Ahrens mit seinen stolzen Eltern: Die Bremer Raute trägt er am Herzen – im Herzen ist der Empelder jedoch ein Roter.
Timo Ahrens mit seinen stolzen Eltern: Die Bremer Raute trägt er am Herzen – im Herzen ist der Empelder jedoch ein Roter. © Wehrbein
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Das Empelder Torwart-Talent Timo Ahrens ist viel beschäftigt: Bei Werder Bremen steht er auf dem Sprung in die C-Junioren-Regionalliga-Mannschaft.

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„Ich mag es, zu fliegen“, sagt Timo Ahrens. Außerdem sei Torhüter eben das, „was ich am besten kann“. Der 14-jährige Empelder ist angenehm zurückhaltend und total unaufgeregt. Von Eitelkeiten keine Spur – dabei zählt er zu den großen deutschen Torwarttalenten.
Seit Sommer 2014 steht Timo bei der U 14 von Werder Bremen im Kasten. In der Rückserie wird der 1,86 Meter große Keeper wohl schon zu Einsätzen in Werders C-Junioren-Regionalliga-Riege kommen. Er ist auch schon im Kader der Niedersachsenauswahl gewesen. „Jetzt müsste ich in der Bremen-Auswahl spielen“, meint Timo, „mal abwarten.“ Eine Einladung zum Sichtungslehrgang für die U-15-Nationalmannschaft dürfte ihm demnächst ins Haus flattern. „Ich arbeite darauf hin“, meint er gleichermaßen entschlossen und entspannt.

An vier Tagen in der Woche packt Timo frühmorgens neben den Schulsachen auch die Fußballtasche. Unmittelbar nach dem Unterricht an der KGS Ronnenberg macht sich der Gymnasiast auf den Weg gen Bremen zum Training – in der Regel mit dem Fahrdienst des Klubs. Um 21 Uhr ist er wieder zu Hause – ein Mammutprogramm. Das Fußballinternat von Werder sei zwar ein Thema gewesen, erzählen die Eltern Jessica und Karsten Ahrens, „aber solange das mit dem Fahrdienst klappt und die schulischen Leistungen stimmen, bleibt Timo erst mal bei uns in Empelde wohnen“.

Mit viereinhalb Jahren legte er beim TuS Davenstedt los – zunächst als Feldspieler. „Die hatten schon einen Keeper.“ Doch schnell übernahm er den Posten zwischen den Pfosten. „Ich wollte immer nur ins Tor“, gibt Ahrens zu. Über die Zwischenstationen SC Empelde, TuS Wettbergen und Arminia Hannover landete er bei Niedersachsen Döhren. Die Auswahltrainer des Kreises Hannover und des NFV wurden auf das Talent aufmerksam – und die Scouts von Hannover 96 sowie Werder Bremen ebenso.
Auf seinem Kleiderschrank stauben etliche Pokale vor sich hin: Allein neunmal wurde Timo bei Turnieren zum besten Torwart gekürt. Sein größtes Vorbild ist Robert Enke. Autogrammkarten und Poster von Hannovers Torwart-Legende schmücken Timos Zimmer. Ein gerahmtes Foto zeigt Klein-Timo mit dem deutschen Nationalkeeper, im Schrank hängen mehrere Enke-Trikots. „Jetzt bin ich Fan von Ron-Robert Zieler“, sagt der 14-Jährige, dessen Herz an Hannover 96 hängt.

Warum dann Werder Bremen? „Es passt einfach alles“, sagt Timo. „Tolle Trainer, nette Spieler, sehr professionell und trotzdem familiär. Ich habe auch Probetrainings bei 96 absolviert, mich da aber nicht wohlgefühlt.“ Seine Mutter Jessica betont: „Die Gespräche mit den Werder-Verantwortlichen haben uns überzeugt. Deren Nachwuchskonzept wirkt ausgereift und stimmig.“ Karsten Ahrens ergänzt: „Bei 96 wussten wir in vielen Punkten nicht wirklich, woran wir sind.“

Timos Weg führte über das sogenannte Talentteam-Training von Werder in die U 14. Parallel zum Trainings- und Spielbetrieb bei Niedersachsen Döhren trainierte er mehrmals wöchentlich als Gastspieler in Bremen – eine Saison lang. Erst nach diesem Eingewöhnungs- und Kennenlernjahr wechselte der Keeper fest an die Weser. Die Trainer schätzen an ihm besonders die Ruhe und Sicherheit, die er ausstrahlt. In puncto Zukunft lässt Timo die Dinge entspannt auf sich zukommen, macht sich keinen Druck. Der Torhüter aus Leidenschaft spielt einfach und fliegt – so weit und hoch er kann.

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