11. November 2021 / 18:33 Uhr

Timo Flemming mit Schien-und Wadenbeinbruch

Timo Flemming mit Schien-und Wadenbeinbruch

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Timo Flemming nach seiner Knie-OP im Juli.
Timo Flemming nach seiner Knie-OP im Juli. © VfB Kiel
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Beim letzten Ligaspiel des VfB Kiel in der Fußball-Kreisliga Mitte-Ost rückten die sportlichen Aspekte in den Hintergrund. Am vergangenen Sonntag kam es bei der Auswärtsbegegnung beim TSV Klausdorf II zu einem Spielabbruch, da sich VfB-Keeper Timo Flemming eine schwerwiegende Verletzung zuzog.

„Bei Timo liegt ein Schien-und Wadenbeinbruch vor und zudem ist auch noch der Knöchel gebrochen. Er liegt im Krankenhaus und wurde bereits operiert. Zum Wochenende hin soll er dann nochmal operiert werden. Es wird sehr lange dauern bis er wieder gehen oder überhaupt wieder etwas machen kann“, erklärt VfB-Coach Matthias Liebal.

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Die Verletzung des Torhüters ereignete sich wenige Minuten nach Wideranpfiff und kam ohne Einwirkung des Gegners zustande. „Er hat irgendwie einen Seitenwechsel gemacht und ist dabei umgeknickt. Was letztlich die Ursache war, kann man nicht genau sagen. Vielleicht lag so etwas wie ein Ermüdungsbruch vor, der das Ganze begünstigt hat“, so Liebal.

Für die auf dem Sportplatz anwesenden Akteure war der Vorfall durchaus schockierender Natur. „Er hat ordentlich geschrien und man wusste sofort, dass eine sehr, sehr heftige Verletzung vorliegt. Allen Beteiligten war klar, dass hier gerade etwas sehr Schlimmes passiert ist“, so der Coach rückblickend.


Der Krankenwagen rückte an und es dauerte circa 45 Minuten bis der VfB-Keeper vom Platz getragen wurde, ehe er dann mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Infolge der Umstände brach der umsichtige Schiedsrichter Heiko Ohff die Partie ab. „Jede andere Entscheidung hätte auch keinen Sinn gemacht. Nicht nur, weil es kalt, nass und windig war, sondern auch weil die Spieler so eine Sache nicht einfach mal so aus dem Kopf bekommen würden. Da kann man nicht einfach weiterkicken. Für den TSV Klausdorf ist das Ganze natürlich etwas unglücklich, da sie mit 2:0 führten. Am Ende ist das aber völlig egal, denn es gibt schlichtweg Wichtigeres als Punkte oder Tore. So würde ich natürlich auch argumentierten, wenn meine Mannschaft In Führung gewesen wäre“, so Liebal.

Für Flemming ist die Verletzung insofern besonders bitter, schließlich hatte er gerade erst wieder Anschluss ans Team gefunden. „Timo wurde seinerzeit am Knie operiert und kam nun aus einer längeren Krankheitsphase. Das war jetzt sein zweites Pflichtspiel. Er war richtig gut drauf und hat auch im Training richtig gute Leistungen gezeigt. Ihm kann man nur wünschen, dass er möglichst schnell wieder am Leben teilnehmen kann“, hofft Liebal. Der Sportbuzzer wünscht dem VfB-Keeper jedenfalls einen optimalen Genesungsverlauf und eine baldige Rückkehr aufs Spielfeld.