15. Juli 2021 / 06:48 Uhr

Horn glaubt an gutes Olympia-Abschneiden der DFB-Auswahl – Verständnis für Absage von Jakobs

Horn glaubt an gutes Olympia-Abschneiden der DFB-Auswahl – Verständnis für Absage von Jakobs

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Timo Horn glaubt an ein gutes Abschneiden der deutschen Olympia-Auswahl.
Timo Horn glaubt an ein gutes Abschneiden der deutschen Olympia-Auswahl. © IMAGO/Eduard Bopp (Montage)
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Timo Horn traut der DFB-Auswahl bei den Olympischen Spielen in Tokio trotz des dezimierten Kaders ein gutes Abschneiden zu. Für den Olympia-Verzicht seines ehemaligen Teamkollegen Ismail Jakobs kann er unterdessen Verständnis aufbringen.

Olympia-Silbermedaillengewinner Timo Horn glaubt auch bei der aktuellen deutschen Auswahl an ein gutes Abschneiden im olympischen Turnier. Darüber zu jammern, dass nicht alle 22 Kaderplätze gefüllt werden konnten, bringe niemandem etwas, schrieb Horn in einer Kolumne für den Kicker (Donnerstag). "Vor fünf Jahren war es auch nicht viel anders als heute. Durch den Erfolg, den wir damals dann hatten, waren die Probleme vorab vergessen", schrieb der Torwart, der 2016 in Brasilien erst im Elfmeterschießen an Olympiasieger Brasilien scheiterte. Beide Teams treffen nun zum Start in der Gruppenphase aufeinander.

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"Richtig weit zu kommen, sollte allerdings auch in diesem Jahr wieder unser Anspruch sein", schrieb Horn. "Ich drücke der Mannschaft die Daumen und bin sicher: Wenn sie schnell als Team zusammenwächst, dann ist auch in Japan einiges für die Jungs möglich."

Horn: Jakobs-Entscheidung "nachvollziehbar"

Das Motiv für den Olympia-Verzicht von Niklas Dorsch, dessen Wechsel zum FC Augsburg erst kürzlich über die Bühne ging, und seinem ehemaligen Teamkollegen Ismail Jakobs, den es zur AS Monaco zieht, kann Horn indes nachvollziehen. "Nehmen wir das Beispiel von Ismail Jakobs, der vor ein paar Tagen aus Köln nach Monaco gewechselt ist", erklärte der 28-Jährige. "Es ist doch klar, dass er dort Fuß fassen will, Anfang August wartet die Qualifikation für die Champions League auf seinen neuen Klub – die Entscheidung des Spielers ist nachvollziehbar."

Die deutschen Fußballer bestreiten das Olympia-Turnier in Tokio nach dem Wegfall von Dorsch, Jakobs und dem verletzten Josha Vagnoman und der Nachnominierung von Ragnar Ache (Eintracht Frankfurt) und Keven Schlotterbeck (SC Freiburg) mit nur 18 Spielern. Erlaubt wäre ein Olympia-Kader mit 22 Akteuren, die sich angesichts der bevorstehenden Bundesliga-Saison aber nicht finden ließen. Das DFB-Team trifft in der Vorrunde neben Brasilien noch auf Saudi-Arabien und die Elfenbeinküste.