01. April 2021 / 14:32 Uhr

Warum Timo Hübers das erste 96-Angebot ablehnte - und sein Verbleib trotzdem möglich ist

Warum Timo Hübers das erste 96-Angebot ablehnte - und sein Verbleib trotzdem möglich ist

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Schmeckt ihm das zweite 96-Angebot besser? Timo Hübers will in Hannover bleiben, noch liegen die Gehaltsvorstellungen beider Seiten aber weit auseinander.
Schmeckt ihm das zweite 96-Angebot besser? Timo Hübers will in Hannover bleiben, noch liegen die Gehaltsvorstellungen beider Seiten aber weit auseinander. © 2020 Getty Images
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Kann Hannover 96 Timo Hübers schon aufgeben? SPORTBUZZER-Informationen zeigen: Auf keinen Fall! Zwar lehnte der begehrte Abwehrchef ein erstes Vertragsangebot ab, hätte damit aber auch weniger verdient als zuvor. Hübers will aber in Hannover bleiben. Und 96 würde für ihn seinen Gehaltsdeckel sprengen.

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Dass Timo Hübers Hannover 96 im Sommer verlässt, schien zuletzt immer wahrscheinlicher zu werden. Namhafte Klubs wie der FC Schalke 04, Union Berlin, PSV Eindhoven, AZ Alkmaar Werder Bremen, Hertha BSC und der 1. FC Köln haben den 24-jährigen Abwehrmann, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, auf dem Zettel.

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Parallel dazu will 96 Gehaltskosten einsparen, kein Spieler soll mehr verdienen als 400.000 Euro im Jahr. Das passt nicht zusammen. Ist ein Hübers-Abschied also unumgänglich? Nicht unbedingt.

Das ist Timo Hübers: Bilder seiner Karriere

Timo Hübers wurde am 20. Juli 1996 in Hildesheim geboren. Bei Hildesia Diekholzen lernte der 1,90 Meter große Innenverteidiger das Fußballspielen. Zur Galerie
Timo Hübers wurde am 20. Juli 1996 in Hildesheim geboren. Bei Hildesia Diekholzen lernte der 1,90 Meter große Innenverteidiger das Fußballspielen. ©

Bei erstem Angebot wäre für Hübers weniger rausgesprungen

Denn schon das erste Angebot zeigt. dass 96 für das sportlich unumstrittene und bei den Fans beliebte Eigengewächs eine Ausnahme vom Gehaltsdeckel machen würde. Der SPORTBUZZER erfuhr: Hübers hat ein 96-Angebot über 45.000 Euro pro Monat (540.000 Euro im Jahr) nicht angenommen, weil die Siegprämie nicht mehr gezahlt würde.

Er verdient bisher nach SPORTBUZZER-Info 40.000 Euro plus 5.000 Euro Siegprämie. Heißt: Gewinnt 96 zweimal hintereinander, hätte Hübers mit dem neuen Vertrag weniger Einnahmen als zuvor.

Weniger verdienen möchte Hübers bei 96 nicht, sich vielmehr annähern an das Gehalt anderer Leistungsträger, die das doppelte verdienen. Dazu zählen Florent Muslija, Marvin Ducksch, Simon Falette und Patrick Twumasi. Angesichts seines sportlichen Stellenwerts legitim. Dass er gerne in Hannover bleiben würde, hat Hübers darüber hinaus signalisiert.

Warum der Gehaltsdeckel bei Hübers nicht greifen muss

Hoffnung macht zudem, dass die Angebote der Bundesliga-Konkurrenz noch nicht so gut sind, dass 96 da nicht mithalten könnte. Nach einem Bericht der Sport Bild soll Schalke Hübers 45.000 plus Siegprämie angeboten haben. Da könnte 96 nachziehen.

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Denn zu einer Ausnahme von der Gehaltsobergrenze von 400.000 Euro im Jahr wäre man in Hannover bereit. Die Regel stellte 96 für neue Verträge auf, streng genommen ist Hübers aber kein neuer Spieler. Der Poker bleibt also spannend - und die Hoffnung auf einen Verbleib des Abwehrchefs lebt bei Klub und Fans nach wie vor.

Trotzdem gilt wohl weiter Martin Kinds Befürchtung: "Wenn ein Erstligist Ernst macht, ist für uns das Spiel beendet". Vielleicht sollte 96 deshalb schnell Ernst machen...