13. September 2019 / 08:04 Uhr

Timo Hübers ist nach einem Jahr zurück: 96 hat endlich seinen Wunsch-Verteidiger

Timo Hübers ist nach einem Jahr zurück: 96 hat endlich seinen Wunsch-Verteidiger

Jonas Szemkus
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Nach einjähriger Leidenszeit: Timo Hübers kann wieder vor den 96-Fans kicken - und sein Trainer Mirko Slomka freut sich über den Wunsch-Innenverteidiger, auf den er jetzt wieder zählen kann.
Nach einjähriger Leidenszeit: Timo Hübers kann wieder vor den 96-Fans kicken - und sein Trainer Mirko Slomka freut sich über den Wunsch-Innenverteidiger, auf den er jetzt wieder zählen kann. © imago/Montage
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Timo Hübers hatte nicht nur mit einem Kreuzbandriss im linken Knie zu kämpfen, auch sein rechts Knie zickte im Verlauf der Reha plötzlich wieder rum. Dort erlitt er seinen ersten Kreuzbandriss. Die gute Nachricht aber: Dem 23-Jährigen Hildesheimer geht's wieder gut, er kann nach einem Jahr wieder mit der Mannschaft trainieren - zum Wohlwollen von 96-Trainer Mirko Slomka. 

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Sein Lächeln: breit; der Körper: hält. Endlich wieder. Timo Hübers (23) ist zurück bei 96. Nach Kreuzbandriss und weiteren Knieproblemen trainierte er gestern erstmals seit mehr als einem Jahr mit der Mannschaft. Er sprintete, auch schnelle Richtungswechsel machten keine großen Pro­ble­me. „Hier und da habe ich noch ein paar Schmerzen, aber das ist ganz normal und wird immer besser“, sagt Hübers.

Zweiter Kreuzbandriss in Österreich

Mit seiner Rückkehr hat sich auch Mirko Slomkas kurzfristiger Wunsch nach einem neuen vereinslosen Innenverteidiger erledigt. Hübers ist ja wieder da. Vor mehr als einem Jahr passierte es im Vorbereitungstrainingslager in Österreich. Nach einem Zweikampf ging Hübers zu Boden und schrie schmerzerfüllt. Er humpelte gestützt von 96-Doc Axel Partenheimer und Physio Steffen Gniesmer vom Platz. Auf den langsamen Abgang folgte die schnelle, bittere Diagnose: Kreuzbandriss im linken Knie. Bereits der zweite in der jungen Karriere.

Das ist Timo Hübers: Bilder seiner Karriere

Timo Hübers wurde am 20. Juli 1996 in Hildesheim geboren. Bei Hildesia Diekholzen lernte der 1,90 Meter große Innenverteidiger das Fußballspielen. Zur Galerie
Timo Hübers wurde am 20. Juli 1996 in Hildesheim geboren. Bei Hildesia Diekholzen lernte der 1,90 Meter große Innenverteidiger das Fußballspielen. ©
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Erst Glückspilz, dann Pechvogel

Anfang August 2018 war das, ein übler Rückschlag. Denn im Saisonendspurt war Talent Hübers plötzlich Stammkraft geworden. Der Innenverteidigermangel spülte ihn nach vorne, er machte seine Sache richtig gut und überzeugte. Die letzten fünf Saisonpartien spielte der ge­bür­ti­ge Hildesheimer durch.

Hübers kämpfte sich durch die harte Reha. Im Fe­bru­ar kehrte er erstmals auf den Platz zurück und drehte seine Laufrunden. Dann der nächste Rückschlag. Diesmal bereitete sein anderes Knie, das rechte, Probleme. Auf der Seite hatte Hübers 2016 seinen ersten Kreuzbandriss erlitten. Es folgten eine weitere OP und wieder eine monatelange Zwangspause. Bis jetzt. Neue Reha, neues Herankämpfen – Vergangenheit. Hübers ist zurück, diesmal hoffentlich für länger.

Koné mit "guten Ansätzen"

Der Zeitpunkt passt. Slomka hatte sich zuletzt noch einen weiteren Innenverteidiger für sein Team gewünscht. Testspieler Mamadou Koné (22) aus Mali fiel beim 96-Vorspielen zwar nicht völlig durch, aber er kann Hannover nicht sofort helfen. Er habe zwar gute Ansätze, befand Slomka, aber zur Zeit ergebe der Wechsel wenig Sinn. Jetzt hat der Trainer trotzdem eine Verstärkung für die Innenverteidigung – keine ganz neue, aber dafür aber eine, die schnell helfen kann.

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Hübers besteht ersten "Return-to-play"-Test

Hübers hat am Mittwoch den sogenannten „Return-to-play“-Test bestanden. Reha-Trainer Dennis Fischer hatte ihn nach Augsburg zu Kniespezialist Ulrich Boe­nisch begleitet. Drei Tage war er für Nachbehandlung und Belastungstest in Bayern – dort, wo er vor mehr als einem Jahr am Kreuzband operiert worden war. Alles klappte nach Plan. „Schon im ersten Versuch“ gab’s das Test-Okay, wie Cheftrainer Slomka gestern verriet: „Normalerweise braucht man so zwei, drei. Das heißt, er darf ab sofort wieder mit der Mannschaft trainieren.“

Bilder vom Training von Hannover 96 am 12. September

Nicht nur weil er Geburtstag hat, gibt Mirko Slomka die Richtung vor. Zur Galerie
Nicht nur weil er Geburtstag hat, gibt Mirko Slomka die Richtung vor. ©

Slomka: "Nicht wieder alles übers Knie brechen"

Beim Fitnessteil war Hübers bereits voll dabei, beim Sprinten ging er das hohe Tempo mit. Der 23-Jährige hat den großen Schritt geschafft und ist endlich wieder ganz nah am Team. "Ich freue mich, dass ich endlich wieder mit dem Team auf dem Platz stehen kann", wird der gebürtige Hildesheimer auf der Webseite von Hannover 96 zitiert. Ein bisschen tut’s noch weh, erzählte er. Aber: „Im Mannschaftstraining, bei dem ich mit vielen anderen Dingen beschäftigt bin und das ganze Adrenalin dazukommt, merke ich das auch gar nicht mehr so wie im Einzeltraining.“

Trotz des offiziellen Okays von den Ärzten schonten Slomka und sein Trainerteam den Rückkehrer gestern noch ein wenig. Beim Zweikampftraining war er außen vor – auch im Wortsinn. Hübers blieb als einziger Profi die ganze Zeit als unangreifbare Anspielstation auf der Außenposition. „Das liegt eher an der langen Reise. Er war quasi drei Tage unterwegs. Untersuchung, Test, zwei Nächte in Augsburg“, erklärte Slomka. „Wir wollten das jetzt langsam starten und nicht wieder alles übers Knie brechen.“

So schwer hat sich Timo Hübers im Training von Hannover 96 verletzt:

Bei der Nachmittagseinheit am Dienstag prallte Timo Hübers in einem Zweikampf mit Takuma Asano zusammen. Zur Galerie
Bei der Nachmittagseinheit am Dienstag prallte Timo Hübers in einem Zweikampf mit Takuma Asano zusammen. ©

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