16. Januar 2020 / 13:52 Uhr

Timo Werner kontert Salihamidzic-Aussagen - "Stand jetzt" kein Wechselwunsch  

Timo Werner kontert Salihamidzic-Aussagen - "Stand jetzt" kein Wechselwunsch  

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Leipzigs Torjäger Timo Werner reagiert auf die Aussagen von Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamdizic
Leipzigs Torjäger Timo Werner reagiert auf die Aussagen von Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamdizic © imago images/opokupix/Montage
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Leipzig-Torjäger Timo Werner hat auf die Aussagen von Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic, wonach der Nationalspieler nicht ins System der Münchner passe, reagiert. Einen Verbleib bei den Leipzigern über den Sommer hinaus schloss der 23-Jährige zudem nicht aus.

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Timo Werner und der FC Bayern: Zwei Namen, die in der jüngsten Vergangenheit nur schwer voneinander zu trennen waren. Nach dem gescheiterten Transfer im Sommer hatte sich zuletzt Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic zu den Gründen der geplatzten Verhandlungen geäußert. "Timo Werner braucht mit seiner Schnelligkeit mehr Räume, die hatte er in dem System, das Leipzig gespielt hat. Das System bei RB hat sich nun zwar geändert, aber dennoch ist es vorne nicht so eng wie bei uns", sagte Salihamidzic im Gespräch mit der Sport Bild. "Timo Werner ist ein guter Spieler, der eine hervorragende Hinrunde gespielt hat. Allerdings haben wir Robert Lewandowski. Robert ist ein Stürmer, der zu unserer Spielweise ideal passt", erklärte der 43-Jährige.

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Aussagen, die Werner offenbar nicht so stehen lassen möchte. Gegenüber der Bild verteidigte sich der Nationalspieler nun gegen die Salihamidzic-Aussagen. "In Leipzig habe ich ja schon oft gezeigt, dass ich gegen tiefstehende Mannschaften treffen und mich gut in engen Räumen bewegen kann." Zudem wäre eine Anpassung an veränderte Spiel-Systeme kein aussichtsloses Unterfangen, wie er an der Entwicklung des aktuellen Bayern-Torjägers Robert Lewandowski exemplarisch aufzeigte: "Früher war Lewandowski ein Spielertyp, ähnlich wie ich, der tief geht und schnell umschaltet", sagte Werner und führte weiter aus: "Er hat sich auch an das Bayern-System anpassen und sich weiterentwickeln müssen, weil sie viel auf Ballbesitz ausgelegt sind".

Werner-Wechsel vorübergehend vom Tisch

Die Zukunft von Werner, der in der Hinserie mit 18 Treffern maßgeblich am Leipziger Erfolg beteiligt war, scheint indes weiter offen zu sein. Der 23-Jährige deutete sogar einen möglichen Verbleib bei den Sachsen über den Sommer hinaus an. "Einen Wechsel-Wunsch gibt es Stand jetzt nicht", so der Angreifer. Einen kleinen Einblick in mögliche Zukunfts-Ziele gab Werner dann aber doch. "Irgendwann wäre das Ausland sicher einmal reizvoll. Ich spiele ja gerne bei Fritz-Walter-Wetter, deshalb wäre generell England auch nicht schlecht", verriet er. "Die Premier League ist einfach die interessanteste Liga, das muss man ehrlich sagen. Da laufen jedes Wochenende viele Bayern Münchens und Real Madrids auf."

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2016 Juli: Werner beim Training (@GEPA Pictures) Zur Galerie
2016 Juli: Werner beim Training (@GEPA Pictures) ©

In der aktuellen Spielzeit wolle sich Werner jedoch voll und ganz auf seine Aufgabe in Leipzig konzentrieren. Mit den Sachsen holte der Nationalspieler erstmals den Herbstmeistertitel und führt die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung auf Borussia Mönchengladbach an. Am 18.01. starten die Leipziger gegen Aufsteiger Union Berlin in die Rückserie und können auch die zweite Saisonhälfte erfolgreich einläuten. Wenn es nach ihm ginge, "wäre natürlich der Gewinn der Meisterschaft das Nonplusultra“, träumt Werner vom ganz großen Sprung.