24. September 2021 / 13:09 Uhr

Bericht: Chelsea-Star Timo Werner unterschrieb offenbar Vertrag mit FC Bayern - Streit zwischen Beratern?

Bericht: Chelsea-Star Timo Werner unterschrieb offenbar Vertrag mit FC Bayern - Streit zwischen Beratern?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der heutige Chelsea-Profi Timo Werner hatte einem Bericht von Der Spiegel zufolge bereits einen Vertrag beim FC Bayern unterschrieben.
Der heutige Chelsea-Profi Timo Werner hatte einem Bericht von "Der Spiegel" zufolge bereits einen Vertrag beim FC Bayern unterschrieben. © IMAGO/Vince Mignott/PRiME Media Images
Anzeige

Timo Werner hätte offenbar 2020 zum FC Bayern München wechseln sollen und hatte angeblich auf Drängen seines damaligen Beraters schon einen entsprechenden Vertrag mit dem Rekordmeister unterschrieben. Das berichtet der "Spiegel" am Freitag in einer Vorabmeldung.

Nationalspieler Timo Werner sollte offenbar zum 1. Juli 2020 zum FC Bayern München wechseln und hatte angeblich sogar schon einen entsprechenden Vertrag mit dem Rekordmeister unterschrieben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel am Freitag und zitiert aus einem Schriftsatz, der im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen den Beratern Karlheinz Förster und Murat Lokurlu entstanden sei.

Förster und Lokurlu, so wird berichtet, befänden sich in einem Zivilverfahren um mögliche Ansprüche aus mutmaßlich gemeinsam getätigten Geschäften. Strittig sind dabei wohl auch Transfers von Werner, der letztlich 2020 von RB Leipzig zum FC Chelsea ging, und Niklas Süle (seit 2017 beim FC Bayern). In den Prozessunterlagen, aus denen Der Spiegel zitiert, heißt es demnach unter anderem: "Timo Werner hatte still und heimlich auf Drängen des Klägers - der Spieler war davon nicht zu sehr begeistert - zwischenzeitlich bereits bei dem FC Bayern München einen befristeten Arbeitsvertrag ... unterschrieben." Der Transfer habe zum 1. Juli 2020 stattfinden sollen.

Im Raum steht damit die Frage, ob Förster dem damaligen Leipziger Werner einen Geheimvertrag in München vermittelt hat - gegen dessen Willen. Der damalige Bayern-Trainer Niko Kovac und Sportdirektor Hasan Salihamidzic (inzwischen Sportvorstand) seien gegen eine Verpflichtung gewesen, heißt es. Den Kontrakt mit Werner habe der damals noch im Amt befindliche FCB-Präsident Uli Hoeneß, der 2019 von Herbert Hainer abgelöst wurde, eingefädelt. Werner soll Förster daraufhin "vehement" aufgefordert haben, den Vertrag zu revidieren. "Dazu ist es dann auch gekommen", heiße es in den Akten weiter.

Anzeige

Sowohl Werner als auch der FC Bayern hätten Anfragen des Nachrichtenmagazins zu dem Thema unbeantwortet gelassen. Förster indes habe durch einen Anwalt ausrichten lassen, sein Mandant dränge Kunden "grundsätzlich" nicht dazu, Verträge zu unterschreiben.