17. August 2022 / 10:45 Uhr

Rückkehrer Werner über Gespräche mit anderen Klubs: "Sich auf Leipzig zu versteifen, wäre falsch gewesen"

Rückkehrer Werner über Gespräche mit anderen Klubs: "Sich auf Leipzig zu versteifen, wäre falsch gewesen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Timo Werner ist zurück bei RB Leipzig.
Timo Werner ist zurück bei RB Leipzig. © Getty Images
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Timo Werner hat in einem Interview über den Ablauf seiner Rückkehr vom FC Chelsea zu RB Leipzig gesprochen. Ein Wechsel zu seinem Ex-Klub war nicht die einzige Transfer-Option in diesem Sommer für den Stürmer. Doch am Ende gab es bei dem Bundesligisten "deutlich mehr Pluspunkte". 

Die Rückkehr von Timo Werner zu RB Leipzig war weniger überraschend, als angenommen. "Der Kontakt zu RB war lose seit zwei, drei Monaten da", berichtete der Stürmer in einem Interview mit der Sport Bild über den regelmäßigen Austausch mit RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff und Trainer Domenico Tedesco. Nur am Ende wurde es dann plötzlich hektisch: "Die Entscheidung, dass es klappen kann, ging am Ende innerhalb weniger Tage. Deswegen musste ich am Sonntag noch einmal nach London fliegen: Um mich um die Sachen vor Ort zu kümmern und meine Sachen zu holen."

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Gezogen hatte sich der Wechsel vor allem, weil es unklar war, ob die Leipziger den Transfer finanziell realisieren können, erklärte Werner weiter. "Das 'Können' war immer ein Fragezeichen, bei vielen interessierten Klubs." Der Bundesliga-Klub aus Sachsen war demnach nicht die einzige Option, wie der Stürmer verriet: "Es wäre falsch gewesen, wenn ich mich nicht damit beschäftigt hätte. Sich nur auf die Option Leipzig zu versteifen, zu denken: 'Ich will nur dort hin' – das wäre falsch gewesen."

Mit welchen Klubs er noch Gespräche führte, verriet er nicht. Dem Vernehmen nach waren unter anderem auch Vereine wie Juventus Turin und Newcastle United an Werner interessiert: "Mit 26 muss man darüber nachdenken: Was steht auf der Pro-, was auf der Contra-Seite? Bleibe ich doch bei Chelsea? Wie gehe ich in das Gespräch mit Thomas Tuchel, mit den Verantwortlichen? In den ganzen Überlegungen waren am Ende bei Leipzig deutlich mehr Pluspunkte als bei allen anderen Klubs", so der Nationalspieler, der gleich in seinem ersten Einsatz nach seiner Leipzig-Rückkehr am vergangenen Bundesliga-Spieltag ein Tor erzielt hatte.

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Werner: Haben Qualität um Bayern und BVB "zu ärgern"

Auch wenn der Treffer gegen den 1. FC Köln nicht zum Sieg gereicht hatte (2:2) und RB noch ohne Sieg in der neuen Saison ist, hat Werner die Hoffnung auf einen möglichen Angriff auf Dauer-Dominator FC Bayern nicht aufgegeben. Es sei einiges drin, "natürlich wird es schwer, die Liga zu gewinnen", sagte er im Podcast "Einfach mal Luppen" mit Toni und Felix Kroos. "Man hat in vielen Ligen gesehen, dass es möglich ist, dass eine Mannschaft Meister werden kann. Ich glaube, dass wir genug Qualität haben, um auch die Bayern und die Dortmunder während der Saison zu ärgern."

Nach zwei Unentschieden zum Auftakt liegt Pokalsieger Leipzig nach zwei Spieltagen bereits vier Punkte hinter dem Spitzenduo FC Bayern und Borussia Dortmund. "Wir haben einen super Kader, das kann wirklich was Gutes werden“, sagte Werner, "wenn wir uns noch verbessern in den ein oder anderen Punkten, können wir diese Saison viel erreichen mit der Mannschaft - auch mit Hinblick auf Titel."