05. Mai 2021 / 22:53 Uhr

Auch dank Werner-Treffer: Chelsea folgt ManCity nach Sieg gegen Real ins Finale der Champions League

Auch dank Werner-Treffer: Chelsea folgt ManCity nach Sieg gegen Real ins Finale der Champions League

André Batistic
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Timo Werners Treffer brachte Chelsea gegen Real Madrid auf Kurs.
Timo Werners Treffer brachte Chelsea gegen Real Madrid auf Kurs. © 2021 Getty Images
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Der FC Chelsea steht im Finale der Champions League. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel schlug Real Madrid nach einem 1:1 in der ersten Partie im Rückspiel am Mittwoch mit 2:0. Im Endspiel in Istanbul treffen die Londoner am 29. Mai auf Premier-League-Konkurrent Manchester City.

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Der FC Chelsea ist Manchester City am Mittwochabend ins Finale der Champions League gefolgt. Durch einen 2:0 (1:0)-Heimerfolg über Real Madrid nach dem 1:1 im Hinspiel in Spanien machten die Londoner das rein-englische Finale am 29. Mai in Istanbul perfekt. Timo Werner erzielte den Führungstreffer in der ersten Halbzeit (28. Minute), Mason Mount machte kurz vor Schluss den Deckel drauf (85.). Für Chelsea ist es der erste Finaleinzug seit der Saison 2011/12, als der Klub das Endspiel gegen den FC Bayern in München nach Elfmeterschießen gewann.

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Sowohl Chelsea-Trainer Thomas Tuchel als auch Real-Coach Zinedine Zidane setzten auf alle verfügbaren deutschen Spieler in ihren Startaufstellungen. Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner begannen für den Premier-League-Klub aus London. Toni Kroos durfte bei Madrid von Beginn an ran.

Werner, der im Hinspiel in Madrid eine Großchance vergeben hatte, genießt trotz einer Tor-Flaute weiter das Vertrauen seines deutschen Trainers. Vor der Partie verteidigte Tuchel den ehemaligen Torjäger von Bundesligist RB Leipzig gegen Kritik. "Er hat jetzt eine sehr beeindruckende Statistik", sagte der Ex-BVB-Trainer vor Anpfiff bei Sky. Dabei bezog sich Tuchel darauf, dass Werner der erste Chelsea-Spieler seit dem Belgier Eden Hazard in der Saison 2012/2013 ist, der in seiner ersten Spielzeit an der Stamford Bridge sowohl bei den Toren als auch bei den Vorlagen einen zweistelligen Wert erreicht hat. Werner sei zuletzt sowohl gefährlich als auch zu unglücklich in seinen Aktionen gewesen. "Das ist so ein bisschen Licht und Schatten", fügte Tuchel an. Werner habe sich aber, was die Kritik betrifft, "ein dickes Fell" zugelegt, was "gut" sei. "Wir sind mit ihm gefährlicher und vertrauen ihm, sonst würde er nicht spielen", sagte Tuchel.



Und Werner gab Tuchel direkt recht: Der 25 Jahre alte Nationalspieler traf in der 18. Minute zum vermeintlichen 1:0 ins Netz der Madrilenen. Allerdings stand Werner beim Querpass von Ben Chilwell vor dem Torabschluss im Abseits. Der Treffer zählte nicht. Besser machte es Werner dann genau zehn Minuten später, als er nach einem gefühlvollen Havertz-Lupfer über Real-Keeper Thibaut Courtois an die Latte im Spiel blieb und zum Führungstreffer knapp ein Meter vor dem Tor einnickte. Mit der knappen Führung ging es in die Pause.

Dass Real bei den Londonern nach dem 1:1 im Hinspiel in der vergangenen Woche unbedingt mindestens ein Tor erzielen musste, war dem Zidane-Team von Beginn an anzumerken. Real zeigte bissig und hatte durchgehend mehr Ballbesitz. Bis zur ersten gefährlichen Torannäherung sollte es jedoch dauern: In der 26. Minute musste Chelsea-Keeper Edouard Mendy einen gefährlichen Distanzschuss von Karim Benzema entschärfen. Auch von der Führung der Gastgeber ließ sich Real dann nicht beeindrucken, einen Benzema-Kopfball lenkte Mendy gerade so über die Latte (35.).

Aus der Pause meldete sich Chelsea mit einem erneuten Lattentreffer des bestens aufgelegten Havertz, der am Wochenende in der Liga doppelt gegen Fulham traf, zurück – diesmal per Kopf und ohne Werner-Nachsetzen (47.). Der Sommer-Neuzugang der „Blues“ leitete eine Phase des Chancenwuchers ein: Mount, der nach Doppelpass mit dem quirligen und kampfstarken Werner aus halbrechter Position über das Tor schoss (53.), und abermals Havertz sowie N'Golo Kanté, die im Eins-Gegen-Eins an Courtois scheiterten (59., 66.), verpassten es fahrlässig, die Führung auszubauen. Der Wucher sollte sich jedoch nicht rächen. Von Königsklassen-Rekordsieger Real um den glanzlosen Kroos kam deutlich zu wenig Initiative im Spiel nach vorn. Mount machte mit seinem entscheidenden Treffer zum 2:0 (85.) schließlich alles klar – und Tuchel erreichte nach dem Finaleinzug mit Paris Saint-Germain im Vorjahr damit erneut das Endspiel.