19. September 2020 / 23:01 Uhr

Timo Werner verrät: Löw riet mir zum FC Chelsea – bei Klopp "kommst du natürlich ins Grübeln"

Timo Werner verrät: Löw riet mir zum FC Chelsea – bei Klopp "kommst du natürlich ins Grübeln"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Während Joachim Löw (r.) dem neuen Chelsea-Star Timo Werner zu einem Wechsel nach London riet, bemühte sich auch Jürgen Klopp (l.) um den Nationalspieler.
Während Joachim Löw (r.) dem neuen Chelsea-Star Timo Werner zu einem Wechsel nach London riet, bemühte sich auch Jürgen Klopp (l.) um den Nationalspieler. © imago images/Montage
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Mit dem FC Chelsea fordert Nationalspieler Timo Werner am Sonntag den englischen Meister FC Liverpool heraus - und hofft gegen Jürgen Klopp auf sein erstes Tor im Trikot der Blues. Der deutsche Coach wollte Werner nach Liverpool lotsen. Doch Werner entschied sich für Chelsea - und entsprach damit auch dem Wunsch von Bundestrainer Joachim Löw, wie er nun verraten hat.

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Bei der Transfer-Entscheidung von Nationalstürmer Timo Werner hat offenbar auch Bundestrainer Joachim Löw eine Rolle gespielt. Dass der 24-Jährige sich letztlich für einen Wechsel zum FC Chelsea entschied, und zahlreichen anderen Topklubs aus Europa absagte, sei auch aus Sicht Löws die beste Entscheidung gewesen, erklärte der frühere Star von RB Leipzig der Bild am Sonntag. "Ich habe ihm meine Gedanken zu den möglichen Interessenten mitgeteilt und ihm gesagt, dass ich zu Chelsea tendiere", sagte Werner. "Seine Meinung hat sich mit meiner größtenteils gedeckt".

Auch der 60-Jährige verfolge die Arbeit der Londoner auf dem Transfermarkt derzeit mit großem Interesse, verriet Werner. "Der Bundestrainer findet das Projekt, das Chelsea hier gerade aufbaut, sehr interessant und hat mir darum zu diesem Schritt geraten. Chelsea mag zwar derzeit noch nicht mit Klubs wie Liverpool oder Manchester City auf Augenhöhe sein, aber wenn man die jungen Spieler hier sieht, erkennt man, dass die Entwicklung dahin in den kommenden Jahren absolut möglich ist."

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Chelsea hat in den vergangenen Monaten mit einer gewaltigen Transfer-Offensive für Aufsehen gesorgt und neben der Verpflichtung Werners, der für 53 Millionen Euro aus Leipzig kam, auch die Transfers von Werners DFB-Kollegen Kai Havertz (für 80 Mio. aus Leverkusen), dem englischen Nationalspieler Ben Chilwell (für 50 Mio. aus Leicester), Ajax-Star Hakim Ziyech (40 Mio.) und PSG-Kapitän Thiago Silva bekannt gegeben, der ablösefrei vom Champions-League-Finalisten kam. Werner betont, er habe sich "aus voller Überzeugung für Chelsea entschieden".

Werner über Absage an Liverpool: "Ich musste für mich die beste Entscheidung treffen"

Auch Liverpool-Trainer Jürgen Klopp, der die Reds gerade zum ersten Meistertitel seit 1990 führte, hatte sich intensiv um Werner bemüht, letztlich aber den Kürzeren gezogen. Der frühere BVB-Coach sei "einer der erfolgreichsten Trainer der Welt", so Werner vor dem Topspiel der beiden Mannschaften am Sonntag in der Premier League (17.30 Uhr/Sky). "Wenn er dich für seine Mannschaft haben will, kommst du natürlich ins Grübeln." Werner sagte Liverpool jedoch ab - auch wegen der größeren Konkurrenz, denn bei Liverpool sind Mohamed Salah, Sadio Mané und Roberto Firmino grundsätzlich gesetzt. Werner: "Ich musste für mich die beste Entscheidung treffen. Bei Chelsea habe ich gesehen, dass ich direkt spielen und Stammspieler sein kann." Dies sei bei Liverpool nicht zwangsläufig der Fall gewesen.

Es sei schließlich nicht so "dass ich da hingekommen wäre und hätte sagen können: "Hallo ich bin der Timo und ich spiele ab jetzt immer hier!" Da hätte ich mich erst mal über einen längeren Zeitraum beweisen müssen, in dem ich zunächst vielleicht anfangs hintendran gewesen wäre", sagte Werner, der erklärte, auf das Level von Spielern wie Salah oder Mané kommen zu wollen. Am Sonntag könnte er in diese Richtung einen Schritt machen - und nach seinem ersten Assist (beim 3:1 gegen Brighton) am zweiten Premier-League-Spieltag sein erstes Tor in der englischen Spitzenliga erzielen. Er hoffe, dass Klopp sich ärgern wird, ihn nicht im Sommer verpflichtet zu haben, hofft Werner: "Denn das würde bedeuten, dass wir aus der Partie Punkte mitgenommen haben..."