10. August 2022 / 09:12 Uhr

"Coup, der zur Katastrophe wurde": So verabschiedet Englands Presse Timo Werner nach der Leipzig-Rückkehr

"Coup, der zur Katastrophe wurde": So verabschiedet Englands Presse Timo Werner nach der Leipzig-Rückkehr

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die englische Presse zieht kein gutes Resümee unter Timo Werners Zeit beim FC Chelsea.
Die englische Presse zieht kein gutes Resümee unter Timo Werners Zeit beim FC Chelsea. © IMAGO/Uk Sports Pics Ltd (Montage)
Anzeige

Während RB Leipzig über die Rückkehr von Timo Werner vom FC Chelsea jubelt, fällt der Abschied aus England eher kalt aus. Die Presse auf der Insel zieht eine harte Bilanz nach zwei Jahren des DFB-Stürmers im Trikot der Londoner. Die englischen Pressestimmen zum Werner-Wechsel.

Er ist wieder dort, wo er sich am wohlsten fühlt: Timo Werner spielt künftig erneut für RB Leipzig. Am Dienstag wurde die Rückkehr des Nationalstürmers zu dem Klub, für den er bisher die meisten Tore schoss, perfekt. Er verlässt Premier-League-Klub FC Chelsea und Trainer Thomas Tuchel dauerhaft und unterschrieb beim DFB-Pokalsieger einen Vertrag bis 2026. In Leipzig freut man sich auf die weiteren Jahre mit dem RB-Rekordtorschützen: "Die Verpflichtung von Timo Werner ist für uns ein besonderer Transfer. Wir hatten zusammen vier tolle Jahre in Leipzig, in denen Timo RBL-Rekordtorschütze und Nationalspieler geworden ist", sagte Florian Scholz, kaufmännischer Leiter der Leipziger.

Anzeige

In England wird der Abschied dagegen eher kühl begleitet. "Alle bei Chelsea danken Timo für seinen Beitrag zu unserem Erfolg in den letzten zwei Jahren und wünschen ihm alles Gute für seine zukünftige Karriere", hieß es im Statement der Londoner zu Werners Abschied. Die 23 Tore, die Werner in 89 Pflichtspielen für die "Blues" erzielte, konnten die hohen Erwartungen an den DFB-Stürmer nach dessen Wechsel für 53 Millionen Euro Ablöse im Sommer 2020 aber wohl nicht erfüllen. Zum Vergleich: In seiner bisher letzten Saison für Leipzig schoss er allein 28 Tore. Und so weint die englische Presse Werner auch kaum eine Träne nach. Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), hat Pressestimmen aus England zum Werner-Wechsel zusammengetragen:

The Times: "Es war der Coup, der zur Katastrophe wurde. Die Entscheidung von Timo Werner, im Sommer 2020 Chelsea Liverpool vorzuziehen, wurde damals als Statement des ehrgeizigen Londoner Klubs gewertet. Aber zwei Jahre später wird Werners Name in die wachsende Liste der teuren Stürmer-Flops an der Stamford Bridge aufgenommen. Er verlässt den Klub in Bitterkeit."

Guardian: "Eine Sturm-Enttäuschung nach der anderen geht durch die Ausgangstür. (…) Die Qualitäten, die Werner in der Bundesliga so tödlich gemacht haben – der direkte Lauf über die linke Seite, das sengende Tempo – haben sich gegen die Verteidigungen in der Premier League nicht so bewährt, und er machte am Ende der letzten Saison eine miserable Figur – belastet wie er war durch eine Reihe von zunehmend merkwürdigen Fehlschüssen, Toren, die durch knappe VAR-Entscheidungen zurückgenommen wurden, und vor allem dem Gefühl, dass er einfach nicht Tuchels Cup of Tea war."

Anzeige

The Sun: "Werner war Chelseas bester Torschütze beim Gewinn der Champions League und nur Mason Mount spielte 2020/21 mehr für die Blues. Aber er konnte Chelseas aktuellen Trainer Thomas Tuchel nie von sich überzeugen."

Telegraph: "Werners Probleme bei Chelsea haben verhindert, dass Havertz wirklich auf den Prüfstand kam – jetzt muss auch dieser sich steigern"

Daily Mirror: "Der deutsche Stürmer spielte zwei Jahre an der Stamford Bridge, hatte aber Mühe, sich zu etablieren, und ist zu RB Leipzig in die Bundesliga zurückgekehrt. Dort hatte er sich einen Namen gemacht, was die Blues dazu veranlasste, im Sommer 2020 fast 50 Millionen Pfund für ihn auszugeben. Er konnte in England nicht regelmäßig punkten und spielte letzte Saison die zweite Geige hinter Romelu Lukaku, aber sogar dessen Abgang hat Werner nicht zum Bleiben veranlasst."

[Anzeige] Alle Spiele der Fußball WM live und exklusiv in der Konferenz bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.