24. März 2020 / 14:00 Uhr

Tina Punzel und Tom Liebscher sind „Dresdner Sportler des Jahres 2019“

Tina Punzel und Tom Liebscher sind „Dresdner Sportler des Jahres 2019“

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
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Tom Liebscher und Tina Punzel erhielten in ihren Kategorien die meisten Stimmen. © Steffen Manig
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Auch wenn die Coronakrise die Organisatoren des Dresdner Sportlerballs zur Absage zwang, gibt es dennoch Gewinner. Unter den neuen "Sportlern des Jahres 2019" an der Elbe gibt es gleich mehrere alte Bekannte.

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Dresden. Wenn die Dresdner Sportlerinnen und Sportler jedes Jahr im Frühjahr den Trainingsanzug gegen feinen Zwirn und trendige Roben tauschten und sich ins Kongresszentrum am Elbufer aufmachten, dann stand die traditionelle Gala des Sports auf dem Programm. Auch in diesem Jahr sollten am 14. März die Sieger der Umfrage nach den „Sportlern des Jahres 2019“ bei der nunmehr 28. Auflage in festlichem Rahmen gekürt werden. Doch die weltweite Coronavirus-Pandemie machte kurzfristig die Durchführung der Veranstaltung mit rund 1000 Gästen unmöglich. Die Gala musste abgesagt werden.

Liebscher gewinnt zum fünften Mal in Folge

An diesem Dienstag wurde aber nun das Geheimnis gelüftet und die Umfragesieger in den sieben Kategorien durch den Stadtsportbund und Stadt bekanntgegeben. Insgesamt hatten sich bis zum 22. Februar rund 7500 Dresdnerinnen und Dresdner an der Umfrage beteiligt.

DURCHKLICKEN: Das sind die Gewinner der Sportlerwahl

<b>1. Platz in der Kategorie Sportlerinnen:</b> Tina Punzel (Wasserspringen). Zur Galerie
1. Platz in der Kategorie "Sportlerinnen": Tina Punzel (Wasserspringen). ©

Bei den Sportlern machte – und das ist sicher keine Überraschung – Kanu-Olympiasieger Tom Liebscher vom KC Dresden überlegen das Rennen vor seinem Kumpel, dem DSC-Sportakrobaten Tim Sebastian. Der 26-Jährige hatte 2019 zweimal WM-Gold gewonnen und so wählten die Umfrageteilnehmer den Erfolgsathleten zum fünften Mal in Folge zum „Sportler des Jahres“. Trotz der aktuellen Probleme freute sich Liebscher: „Ich bin schon stolz, dass es zum fünften Mal hintereinander geklappt hat. Da gibt mir natürlich auch Kraft für das, was jetzt kommt“, meinte der Dauerbrenner.

Bei den Frauen wiederholte DSC-Wasserspringerin Tina Punzel ihren Vorjahressieg und gewann insgesamt zum dritten Mal die Umfrage. „geliebäugelt hatte ich damit, aber es war auch kribbelig, schließlich stand mit Josy Wünsche auch eine Kickbox-Weltmeisterin auf der Liste“, sagte die WM-Bronzemedaillengewinnerin, hinter der tatsächlich Wünsche Platz zwei belegte.

Premiere für Chiara Schimpf

Die meisten Stimmen bei den Mannschaften erhielten die U20-Volleyballerinnen des DSC die meisten Stimmen. Sie setzen damit die Erfolgsserie der DSC-Damen fort, die seit 2013 ununterbrochen als „Mannschaft des Jahres“ gefeiert wurden. „Das macht uns schon stolz und zeigt, welchen Stellenwert der Volleyballsport in der Stadt hat“, freut sich Bundesstützpunkttrainer Andreas Renneberg.

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DSC-Leichtathletin Chiara Schimpf siegte zum ersten Mal in der Kategorie Nachwuchs vor DRC-Ruderer Elrond Kullmann. Ziemlich eng ging es bei den Sportlern mit Handicap zu – Para-Triathletin Christiane Reppe hatte gegenüber den DSC-Sitzvolleyballern knapp die Nase vorn und wurde zum zweiten Mal nach 2017 zur Umfragesiegerin gekürt. „Natürlich freue ich mich darüber, aber irgendwie tritt das derzeit ziemlich in den Hintergrund“, bekennt die erfolgreiche Para-Sportlerin.

Schon mehrfach nominiert, aber erstmals klappte es auch für DSC-Leichtathletin Angela Müller mit dem ganz „großen Wurf“. Die Medizinerin, die 2019 WM-Gold im Siebenkampf erkämpfte, wurde zur „Masters-Sportlerin des Jahres“ gewählt.

Hilbert: "Bleiben sie gesund!"

Die Erfolge der DSC-Sportakrobaten um World-Games-Gewinner Tim Sebastian sind eng mit ihrem Namen verbunden, deshalb war es fast überfällig: „Trainerin des Jahres“ wurde Petra Vitera, die maßgeblich den Aufbau der Sportakrobatik beim DSC vorangetrieben hat. „Damit hätte ich nie gerechnet, das ist der Wahnsinn“, freute sich die 53-Jährige, fügte aber sofort an: „Ich bin ja nicht allein, wenn wir nicht einen so tollen Stab von Trainern und Übungsleitern hätten, würde es nicht funktionieren. Alle, die mit Kindern und Jugendlichen so einen Job ausüben, verdienen Anerkennung.“

Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert erklärte: „Auch für die Sportlerinnen und Sportler in Dresden ist die aktuelle Situation sehr schwierig. Wann kann ich wieder ungefährdet trainieren? Wird die Saison fortgesetzt oder abgebrochen? Finden die Olympischen Spiele statt, für die ich so viele Jahre trainiert habe? Viele dieser Fragen werden erst in den kommenden Wochen, vielleicht sogar Monaten zu beantworten sein. Wir werden als Stadt Dresden gemeinsam mit dem Stadtsportbund darüber beraten, wie wir dem Dresdner Sport und den Sportlerinnen und Sportlern durch die schwierige Situation helfen können. Das allerwichtigste ist aber von mir ganz persönlich: Bleiben Sie gesund!“

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