18. Januar 2021 / 17:01 Uhr

Tischtennis-Ass Alexander Flemming reist trotz Corona zum Clickball-Masters

Tischtennis-Ass Alexander Flemming reist trotz Corona zum Clickball-Masters

Christian Dittmar
Leipziger Volkszeitung
Alexander Flemming
Tischtennisspieler Alexander Flemming übt in seinem eigenen Trainingskeller © Christian Modla
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Am 23. Januar beginnt das wichtigste Clickball-Turnier des Jahres. Der Leipziger Alexander „The Flash“ Flemming will trotz der Pandemie unbedingt dabei sein. Um sich auf den Wettkampf vorzubereiten, hatte sich der 33-Jährige zu Hause einen eigenen Tischtenniskeller eingerichtet, wo er mit seiner Freundin üben konnte.

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Leipzig. Statt der Weltmeisterschaft nur ein Masters, statt dem legendären „Ally Pally“ in London nur die Ricoh Arena in Birmingham und statt tausender enthusiastischer Zuschauer auf den Tribünen nur eine Geisterkulisse – für Alexander Flemming wird beim am 23. Januar beginnenden 2021er-Auftritt im wichtigsten Clickball-Turnier des Jahres vieles anders. „Für mich war trotzdem klar, dass ich wieder dabei sein will“, sagt der gebürtige Leipziger, der 2015 und im Vorjahr jeweils Silber gewinnen konnte.

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Dafür nimmt „The Flash“, wie sich der passionierte Tischtennisspieler beim Clickball nennt, auch einiges auf sich: Mehrere Flüge wurden schon storniert, falls dies so weitergeht, würde Flemming auch notfalls mit dem Auto nach England fahren.

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Dazu muss er sich vor Ort in eine „Bubble“ (Blase) begeben und darf sich nur im Hotel und in der Arena aufhalten. „Nicht mal Spazierengehen ist erlaubt“, erläutert der 33-Jährige. Dass die 24 verbliebenen Sportler – die starken Chinesen reisen dieses Jahr beispielsweise nicht an – regelmäßig auf Corona getestet werden, versteht sich von selbst.

Halbfinale wäre in Ordnung

Auch die Vorbereitung war pandemiebedingt schwierig, auch wenn sich Flemming im eigenen Heim einen Tischtenniskeller eingerichtet hat, in dem er mit seiner Freundin trainieren konnte. Als Zweitligaspieler im Tischtennis – seit 2009 spielt er für den fränkischen Verein TV Hilpoltstein – gilt für ihn zwar die Ausnahmegenehmigung für Profis, doch die Ligen pausieren schon seit Monaten.

Immerhin winken Flemming und Co. in Birmingham neben der Ehre insgesamt 102.000 Dollar Preisgeld. Dazu übertragen wieder Sky und DAZN das Turnier weltweit. Die noch junge Sportart, die sich vom Tischtennis vor allem durch den Schläger unterscheidet (aus einfachem Holz und beidseitig mit Sandpapier beklebt) und auch als „Pingpong“ bekannt ist, hat in den vergangenen Jahren immer mehr Fans gewonnen.

In der ersten Runde hat Flemming in diesem Jahr ein Freilos, auf wen er danach trifft, weiß der Blondschopf noch nicht. Endlich mal zu gewinnen, ist für ihn nicht das höchste Ziel: „Das Halbfinale wäre auch in Ordnung, ich will vor allem Spaß haben.“