09. Juni 2020 / 08:59 Uhr

Tischtennis: Ein Umbruch der erzwungenen Art bei Hannover 96

Tischtennis: Ein Umbruch der erzwungenen Art bei Hannover 96

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Dominik Jonack (vorn) und Heye Koepke haben Hannover 96 in der Wechselperiode den Rücken gekehrt - wie all ihre Mannschaftskollegen.
Dominik Jonack (vorn) und Heye Koepke haben Hannover 96 in der Wechselperiode den Rücken gekehrt - wie all ihre Mannschaftskollegen. © Dieter Gömann
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So viel, wie sich bei den Tischtennis-Männern von Hannover 96 in der Sommerpause getan hat, so wenig hat sich bei den 96-Frauen verändert. Die Hajok-Schwestern sind wieder vereint, Carlo Rossi, Maximilian Dierks, Dominik Jonack, Heye Koepke, Richard Hoffmann und Max Kulins haben neue Vereine gefunden.

Der Umbruch bei den Tischtennismännern von Hannover 96 war abzusehen. Nicht zuletzt, weil der Etat des Aushängeschildes „komplett eingestampft“ worden ist, wie Abteilungsleiter Hans Teille berichtet.

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Dass die Spieler der Reserve allerdings nahezu geschlossen aufrücken und in der neuen Saison in der Regionalliga Nord an den Tisch treten – das wurde erst auf den letzten Metern entschieden. Zwei Tage vorm Meldeschluss am 5. Juni.

"Da können wir nicht mithalten"

Mit Carlo Rossi, der dem Internat in Ochsenhausen erhalten bleibt, künftig aber in Salzburg spielt, Maximilian Dierks (SVH Kassel), Dominik Jonack (TTS Borsum), Heye Koepke (Oldenburger TB), Richard Hoffmann (MTV Eintracht Bledeln) und Max Kulins (SC Marklohe) verlassen die ersten sechs Spieler den Tabellenvorletzten der Mitte März abgebrochenen Saison in der 3. Bundesliga Nord.

Bei Kulins hatte er noch bis zuletzt auf einen Verbleib gehofft, sagt Teille. „Aber wenn man kein Geld hat, dann werden andere Vereine auf ihn aufmerksam, und da können wir nicht mithalten“.

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Seit dem 26. Mai trainieren die sechs übrig gebliebenen Spieler der zweiten Mannschaft wieder im Vereinssportzentrum, seit gestern zudem in zwei weiteren städtischen Hallen. Sie hatten die Oberligasaison auf Platz vier beendet – und steigen nun in die Regionalliga Nord auf.

Filter mit 24 Jahren der "Opa des Teams"

Der 17-jährige Tammo Misera wird das Team anführen und mit Mikael Hartstang das obere Paarkreuz bilden. Da auch die weiteren Eigengewächse Dennis Rabaev, David König und Felix Misera erst im neuen Jahrtausend geboren sind, ist Roberto Filter „mit 24 Jahren der Opa des Teams“, flachst Teille. Sven Kath (Deutsch-Chinesischer TV Berlin) verlässt 96.


Die neue Erstvertretung dürfte es schwer haben. „Wir sind klarer Abstiegskandidat, das muss man so deutlich sagen, noch krasser, als es die 1. Herren im vergangenen Jahr waren“, sagt Teille. „Aber die Jungs sollen die Chance bekommen, sich in der Regionalliga zu zeigen.“

Hajok-Schwestern vereint

So viel, wie sich bei den Männern getan hat, so wenig hat sich bei den 96-Frauen verändert. Der Staffelsieger der sieben Spieltage vor Schluss abgebrochenen Saison blieb zwar ungeschlagen, verzichtete aber auf den Aufstieg in die 2. Liga und hat sich mit Sophie Hajok, der jüngeren Schwester von Nummer zwei Caroline Hajok vom RSV Braunschweig verstärkt.

Zu den Favoriten dürfte das Team allerdings nicht mehr zählen. „Dafür haben die anderen zu sehr aufgerüstet“, sagt Teille.