17. Februar 2021 / 18:41 Uhr

Tischtennis: Heimische Vertreter zeigen Verständnis für Saisonabbruch

Tischtennis: Heimische Vertreter zeigen Verständnis für Saisonabbruch

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Dürfen auch in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga antreten: Lisa Krödel (l.) und die Damen des SSV Neuhaus
Dürfen auch in der kommenden Spielzeit in der Regionalliga antreten: Lisa Krödel (l.) und die Damen des SSV Neuhaus © Boris Baschin
Anzeige

Am Dienstag wurde die Annullierung der Tischtennis-Saison von der 2. Bundesliga bis runter zur Kreisklasse beschlossen. Es wird keine Auf- und Absteiger geben, jede Mannschaft darf erneut in ihrer bestehenden Spielklasse starten. Die Vertreter aus Gifhorn und Wolfsburg haben Verständnis für die Entscheidung.

Anzeige

Die Spielzeit 2020/2021 wurde im Tischtennis ab der 2. Bundesliga bis runter in die Kreisklasse annulliert, Auf- und Absteiger wird es nicht geben. Das beschlossen der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) und der Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) am Dienstag. Alle Mannschaften behalten damit also ihr Startrecht für dieselbe Liga. Damit dürfen die Damen des SSV Neuhaus als höchst spielende heimische Mannschaft auch in der kommenden Saison in der Regionalliga antreten, die mit fünf Siegen gestarteten Herren des TTC Gifhorn müssen dagegen einen erneuten Anlauf um den Aufstieg in die Landesliga nehmen. Das sagen die Vereinsverantwortlichen zum Saisonabbruch.

Anzeige
Mehr zum Lokalsport

Andreas Brathuhn, Sportwart TTC Gifhorn: „Wir respektieren die Entscheidung voll und ganz, die Gesundheit jedes Einzelnen hat absolute Priorität. Für unsere 1. Herren ist es aber sehr bedauerlich. Man fängt wieder bei Null an, es ist ein verlorenes Jahr. Mit ihrer Spielstärke gehört die Mannschaft nicht in die Bezirksoberliga, das hat sie mit ihren 10:0-Punkten auch gezeigt. Als Verein ist es uns dagegen gelungen, all unsere Mitglieder auch in dieser schwierigen Corona-Zeit zu halten. Unsere Mannschaften werden auch in der kommenden Saison in ihrer jeweiligen Spielklasse starten.“

Henrik Hesker, Spartenleiter SV Jembke: „Es ist die absolut richtige Entscheidung. Sonst hätten wir nur eine einfache Runde spielen können und selbst da wüssten wir nicht, ob das überhaupt umsetzbar gewesen wäre. Wenn wir wieder in der Landesliga antreten werden, dann sind unsere beiden Ukrainer Sergej Nemtsow und Vitaly Pinchuk wieder dabei, für eine Klasse tiefer sind sie zu gut. Unser Wunsch ist Landesliga, aber man muss sehen, ob auch alle Spieler dabei bleiben.“

Axel Bach, Spartenleiter MTV Hattorf: „Aus meiner Sicht ist es die einzig sinnvolle Entscheidung. Es gibt da auch Härtefälle, wie beispielsweise TTC Gifhorn, die mit einer super Mannschaft angetreten sind. Zum 1. Dezember konnten Spieler auch den Verein wechseln, so dass in diesem Jahr auch Spiele mit einer neuen Mannschaft hätten bestritten werden können. Dadurch hätte es eine Verfälschung geben können. Da bei uns im Verein bisher keine Abgänge bekannt sind, würden wir unsere Mannschaften in der neuen Saison alle wieder in der gleichen Spielklasse melden.“

Helmut Wellmann, Spartenleiter SV Sandkamp: „Die Saison zu annullieren ist die einzig richtige Entscheidung. Einerseits wissen wir nicht, wie es mit der Pandemie weitergeht, zudem bekommen wir irgendwann ein Zeitproblem. Wir haben beispielsweise zwölf Mannschaften, ich wüsste nicht, wie man die Saison für alle überhaupt zu Ende spielen sollte. Momentan ist bei uns der Stand, dass wir alle Mannschaften wieder in der gleichen Spielklasse wie zuvor melden werden.“

André Kaufmann, Abteilungsleiter SSV Neuhaus: „Aus meiner Sicht ist es die einzig richtige Entscheidung gewesen. Alles andere hätte aus meiner Sicht auch keinen Sinn gemacht. Mit den Damen hatten wir in der Regionalliga den Klassenerhalt angestrebt, da waren wir auch auf einem guten Weg. Unsere Herren wollten in der Verbandsliga im oberen Drittel mitspielen, dass wir aber direkt um die Meisterschaft mitspielen, hatten wir aber nicht eingeplant. In der neuen Saison möchten wir mit allen Mannschaften in ihren jeweiligen Klassen wieder starten."