17. Februar 2021 / 18:05 Uhr

Tischtennis-Saison abgebrochen, Rempe hofft auf Öffnung der Hallen

Tischtennis-Saison abgebrochen, Rempe hofft auf Öffnung der Hallen

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Josef Rempe begrüßt den Abbruch der Saison und hofft nun auf eine baldige Öffnung der Hallen.
Josef Rempe begrüßt den Abbruch der Saison und hofft nun auf eine baldige Öffnung der Hallen. © Ralf Büchler
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Die Jugend soll später noch einmal in die Punktspiele einsteigen, TTVN-Races sollen stattfinden und es wird nach einem alternativen Mannschafts-Spielbetrieb gesucht – der Tischtennis-Landesverband hat sich nach dem Abbruch der Saison viele Gedanken gemacht.

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Der Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) hat den Punktspielbetrieb in allen niedersächsischen Spielklassen im Erwachsenenbereich mit sofortiger Wirkung abgebrochen. Die Saison wird annulliert und für ungültig erklärt. Es gibt keine Aufsteiger, keine Absteiger, keine Relegation und keine zurückgezogenen Mannschaften. Für die im Herbst angesetzte Saison 2021/22 verbleiben alle Teams in ihren Spielklassen. Damit bis dahin nicht gar kein Betrieb ist, hat sich der Verband etwas überlegt.

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„Während in einigen Teilen Niedersachsens die Einfachrunde schon recht weit fortgeschritten war, haben in anderen Regionen einzelne Mannschaften noch kein einziges Spiel bestritten“, erklärt Dieter Benen, TTVN-Vizepräsident im Bereich Wettkampfsport. Angesichts der zur Verfügung stehenden Zeit und der großen Unsicherheiten hinsichtlich der pandemischen Entwicklung halte es der Verband für richtig, die Saison abzubrechen. In den vergangenen Wochen seien auch aus den Mitgliedsvereinen verstärkt Forderungen nach einem Abbruch gekommen.

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„Wir hätten auch gerne weitergespielt, weil wir einfach gerne diesem Sport und dem Wettkampf nachgehen“, erklärt Josef Rempe vom Verbandsligisten Arminia Vechelde, für den die Entscheidung aber völlig logisch ist und nicht überraschend kommt. „Zuletzt hatten auch schon drei andere große Verbände die Saison abgebrochen.“ Nun hofft der Vechelder vor allem, dass die Tischtennisspieler in ganz Niedersachsen dennoch bald wieder zum Training in die Halle dürfen. „Immerhin steht schon lange in der Verordnung des Landes, dass Individualsport möglich sein soll.“

Während etwa die Tennisspieler die ganze Corona-Zeit über trainieren konnten, standen die Akteure mit dem kleineren Schläger vor verschlossenen Hallen. „Wir haben im November zwei Anträge an die Gemeinde gestellt, damit wir reindürfen. Beide wurden aber abgelehnt. Jetzt starten wir bald den dritten Versuch“, erklärt Josef Rempe. „Für mich geht die Infektions-Wahrscheinlichkeit beim Training gegen Null. Beim Einkaufen ist sie nicht geringer. Warum sollten wir also nicht mit unserem Hygienekonzept wieder in die Halle dürfen?“


Der Kapitän des Verbandsliga-Teams lobt im Zuge des Saisonabbruchs vor allem eine Entscheidung des TTVN: „Dass sie den Abbruch der Jugendligen noch einmal vertagt haben.“ Denn nach den Planungen des Landesverbandes sollen die Spiele in den Nachwuchsklassen noch abgewickelt werden. Da es reine Meldeligen sind, es somit nicht um Auf- und Abstieg geht, stelle dies kein Problem dar. Eine Entscheidung soll Anfang April getroffen werden. „Der Verband möchte der Jugend damit die Chance geben, an den Tisch zu kommen“, freut sich Rempe.

Damit die Vereine bis zur neuen Spielzeit im Herbst 2021 nicht ohne Wettkämpfe auskommen müssen, will der TTVN gemeinsam mit dem Deutschen Tischtennis-Bund einen „alternativen Mannschafts-Spielbetrieb“ konzipieren. „Ich könnte mir vorstellen, dass vier Teams eingeladen werden, die dann Halbfinale, Finale und Spiel um Platz 3 austragen“, sagt Rempe – wie bei einem Final Four also. Außerdem gebe es noch die „Races“ für die sich Spieler individuell anmelden können.

Die Individual-Meisterschaften auf Landesebene fallen hingegen für Damen und Herren sowie für die Jugend aus. Lediglich für die Senioren bleibt ein Hintertürchen offen, da der DTTB im Juli die Nationalen Meisterschaften veranstalten möchte. „Wir haben von zahlreichen Aktiven die Rückmeldung erhalten, dass sie sich gerne auf sportlichem Weg für die Veranstaltung qualifizieren möchten“, schreibt der Verband. Lassen es die Regelungen zu und findet sich ein Ausrichter für das Turnier, dann sollen die Landesmeisterschaften der Senioren im Juni stattfinden.