24. August 2020 / 16:18 Uhr

Tisserand-Zukunft: Entscheidung Anfang Oktober, Trost für Mbappé und Kurzawa

Tisserand-Zukunft: Entscheidung Anfang Oktober, Trost für Mbappé und Kurzawa

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kurzawa Mbappe Tisserand
Hat im Champions-League-Finale PSG die Daumen gedrückt: VfLer Marcel Tisserand (r.) ist mit Kylian Mbappé (kl. Bild r.) und Layvin Kurzawa befreundet.
Anzeige

Am Dienstag wird Marcel Tisserand wieder in den Kampf um die beiden Innenverteidiger-Plätze beim VfL Wolfsburg einsteigen - nachdem ihn eine Knieverletzung außer Gefecht gesetzt hatte.

Anzeige

Bleibt er oder wechselt er den Klub? Marcel Tisserand war in der Rückrunde mit seiner Reservisten-Rolle unzufrieden gewesen - und schloss einen Abschied vom VfL Wolfsburg nicht aus. In dieser Vorbereitung wollte sich der Innenverteidiger neu empfehlen, aber eine Knieverletzung hatte das zuletzt verhindert. Am Dienstag jedoch steigt der Nationalspieler der DR Kongo erstmals wieder in den Kampf um die beiden Innenverteidigerplätze ein. Darauf freut er sich, am Sonntagabend jedoch herrschte bei Tisserand Frust, weil Paris Saint-Germain das Champions-League-Finale gegen die Bayern verloren hat.

Anzeige

Testspiel: VfL Wolfsburg gegen Holstein Kiel

Testspiel: VfL Wolfsburg gegen Holstein Kiel. Zur Galerie
Testspiel: VfL Wolfsburg gegen Holstein Kiel. ©

"Das ist sehr schade für Paris. Ich hoffe, sie schaffen es im nächsten Jahr", so Tisserand, der in Meaux (Frankreich) geboren wurde und neben der kongolesischen auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt. Er wurde in der Jugendakademie Clairefontaine ausgebildet, den Sprung zum Profi schaffte er 2011 bei der AS Monaco. Und bei diesem Klub lernte er die PSG-Stars Kylian Mbappé und Layvin Kurzawa kennen. "Beides Freunde von mir", erzählt Tisserand, der seine Kumpels anrufen wird, um sie zu trösten. Vor allen Dingen zu Kurzawa hat der VfLer einen engen Draht: "Wir machen manchmal Urlaub zusammen." Zum Spielverlauf sagte er: "Es ist ärgerlich, PSG hatte mehrere Chancen, die Bayern hatten ein, zwei, aber sie haben eine genutzt."

"Ich warte noch bis Anfang Oktober"

Apropos Chance nutzen - das will auch Tisserand beim VfL. In der Hinrunde noch Stammkraft, in der Rückrunde fast komplett raus... Einzig beim 1:3 in Köln und beim 1:2 gegen Hertha (jeweils 90 Minuten) sowie eine Minute im Spiel in Bremen hatte er in diesem Jahr für den VfL auf dem Platz gestanden. Zu wenig für den Kapitän der DR Kongo, der nach seiner "kleinen Verletzung" nun wieder angreifen will. Gespräche mit den VfL-Verantwortlichen über seine Situation in Wolfsburg hat er noch keine geführt. "Ich warte noch bis Anfang Oktober."

Mehr zum VfL Wolfsburg

Am Wochenende hatte es in der Türkei Meldungen gegeben, dass Fenerbahce Istanbul den Wolfsburger im Visier hat. Was ist da los? "Das ist ein Klub, der interessiert ist, aber es gibt auch einen anderen Klub", so Tisserand, der jedoch sofort relativierte: "Es ist nichts konkret."

Bis wann wird eine Entscheidung fallen, wie es für ihn weitergeht? "Anfang Oktober." Bis zum 5. Oktober ist die Transferliste geöffnet. Der Abwehrmann betont: "Wolfsburg ist meine erste Option. Ich will schauen, wie sich die Situation hier für mich entwickelt." Tisserand, Vertrag bis 2022, wünscht sich mehr Spielpraxis. "Ich warte auf meine Chance." Sollte die nicht kommen, "muss ich vielleicht auf einen anderen Verein schauen. Ich will spielen. Wenn ich nicht spielen darf, bin ich unzufrieden."

"Ich werde meine Chance suchen"

Mit Tisserand, Pongracic, John Anthony Brooks und Rückkehrer Jeffrey Bruma (war an Mainz ausgeliehen, dürfte den VfL aber verlassen) haben die Wolfsburger für die neue Runde vier Innenverteidiger im Aufgebot. Mit Maxence Lacroix (FC Sochaux) ist ein weiterer zentraler Innenverteidiger im Anflug. Viel Konkurrenz - für Tisserand jedoch kein Problem: "Bei einem Klub wie Wolfsburg ist das normal. Wenn du viele Spiele gewinnen und in der Tabelle weiter nach oben willst, ist das eben so. Ich werde meine Chance suchen."