24. Juli 2020 / 12:32 Uhr

Einjahresvertrag mit Option: Das ist Juliane Höhne, die neue Trainerin des TKH

Einjahresvertrag mit Option: Das ist Juliane Höhne, die neue Trainerin des TKH

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Juliane Höhne hofft, dass es auch weiterhin schwer ist, in Hannover zu gewinnen.
Juliane Höhne hofft, dass es auch weiterhin schwer ist, in Hannover zu gewinnen. © imago images/Hübner
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"Es war immer schwer, gegen Hannover und vor allem in Hannover zu gewinnen. Ich hoffe, dass das auch so bleibt", sagt Juliane Höhne. Die 37-Jährige ist die neue Trainerin der Basketballerinnen des TKH. Sie hat einen Einjahresvertrag mit Option auf Verlängerung unterschrieben.

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Sie kennt die Basketball-Bundesliga als Spielerin und Trainerin, und sie kennt die Mannschaft des TK Hannover gut. Das dürfte den Ausschlag gegeben ha­ben für Juliane Höhne. Die 37-jährige gebürtige Hallenserin übernimmt das Amt des Chefcoaches in der nächsten Saison.

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Zuletzt Assistenztrainerin in Keltern

„Ich will jetzt die Zü­gel wieder in der Hand halten“, sagt Höhne, „deshalb bin ich froh, das Vertrauen in Hannover bekommen zu ha­ben.“ Zuletzt war sie zwei Jahre Assistenztrainerin in Keltern. Beim TKH erhält sie einen Einjahresvertrag mit Option auf Verlängerung – wie alle Spielerinnen wegen der unabsehbaren Folgen der Corona-Krise.

Die ehemalige Centerspielerin ist 1,83 Meter groß und und galt nicht nur in ihrer aktiven Zeit als durchsetzungsstark. „Auch Juliane ist das Centerspiel sehr wichtig, das passt gut in unser Konzept“, sagt Janne Bartsch, die Sportliche Leiterin des TKH.

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Höhnes Karriere hat viele Stationen. Sie debütierte 2003 für den BBV Leipzig in der 1. Liga, studierte drei Jahre in den USA und begann ihre Profilaufbahn 2008 in Italien. Es folgten Wechsel nach Frankreich, wieder in die 1. Bundesliga, nach Belgien und zurück ins deutsche Oberhaus. In der Saison 2012/13 wurde Höhne Dritte mit den Giro Live Panthers Osnabrück, wo sie ihre aktive Laufbahn vor fünf Jahren be­en­de­te.

Höhne übernimmt zusätzlich ein Jugendteam

Früh begann sie, selbst zu trainieren, vor allem im Nachwuchsbereich. Vor zwei Jahren war Höhne unter anderem Co-Trainerin der U16-Nationalmannschaft. „Juliane wird auch hier ein Jugendteam übernehmen. Davon erhoffen wir uns sehr viel, das bringt neue Impulse“, so Bartsch.

Ab Mitte August wird Höhne in Hannover sein und in der Südstadt wohnen. „Ich kenne den Maschsee, sonst aber noch nicht viel von der Stadt“, sagt sie. Zuletzt in Keltern (die Gemeinde hat knapp 10 000 Einwohner) bei Pforzheim war das Leben überschaubar. „Ich freue mich darauf, eine größere Stadt zu erkunden“, sagt Höhne, die neben dem A-Trainerschein verschiedene Fitnesstrainer-Lizenzen besitzt. Vor ihrer Zeit in Keltern war sie zwei Jahre Chefcoach in Braunschweig und kennt sich in Norddeutschland gut aus.

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Aliaksandra Tarasava setzt sich durch. Zur Galerie
Aliaksandra Tarasava setzt sich durch. ©

Anfang September soll das Training beginnen. Bis dahin dürften alle Spielerinnen zurück sein. Nur bei der US-Amerikanerin Morgan Pullins gibt es noch Probleme – die haben aber nichts mit der Corona-Krise zu tun. „Wir warten auf den unterschriebenen Vertrag“, sagt Bartsch. Offenbar will Pullins jedoch noch nachverhandeln. Die 26-Jährige wäre ein weiterer Center und obendrein die vierte Nicht-EU-Ausländerin. Drei dürfen pro Partie nur eingesetzt werden.

Unklar, ob Meine wieder als Co-Trainer hilft

„Morgan ist eine Topspielerin, keine Frage“, sagt Bartsch, „aber wenn sie nicht wiederkommt, wäre das auch keine Katastrophe.“ Zumal das weitere Team steht. Ob Alexander Meine, der nach dem Rauswurf von Tatiana Gallova kurz vorm Abbruch der letzten Saison als Trainer übernahm, wieder als Co helfen wird, ist noch offen. „Das muss sich erst finden“, so Bartsch.

Nicht zuletzt angesichts der Corona-Pandemie kann Höhne nur schwer einschätzen, was die neue Saison bringen wird. „Es war immer schwer, gegen Hannover und vor allem in Hannover zu gewinnen. Ich hoffe, dass das auch so bleibt“, betont Höhne.