17. Januar 2021 / 14:07 Uhr

Nächster Nackenschlag: Verletzungsgeplagter TKH geht in Herne unter

Nächster Nackenschlag: Verletzungsgeplagter TKH geht in Herne unter

Matthias Abromeit
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
TKH-Trainerin Juliane Höhne ist ratlos.
TKH-Trainerin Juliane Höhne ist ratlos. © Debbie Jayne Kinsey
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Es soll einfach nicht sein: Die Basketball-Frauen des TK Hannover kassierten am Samstag beim Herner TC die achte Niederlage in Folge (65:97) - und rutschten damit bis ans Tabellenende. Das Team von Juliane Höhne musste allerdings kurzfristig auf die Stützen Aliaksandra Tarasava und Tessa Stammberger verzichten.

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Viel schlimmer geht es nicht. Für die Basketball-Frauen des TK Hannover gab es immer neue Hiobsbotschaften. Aliaksandra Tarasava, die beste Scorerin im Team, und Tessa Stammberger, TKH-Nummer eins bei den Rebounds, fielen kurzfristig aus. Stammberger war vergangene Woche umgeknickt, Tarasava plagte eine neurogene Muskelverhärtung.

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Und dann war noch Gegner Herner TC, Nummer drei der Bundesliga. Die Folge war wohl unausweichlich. Mit 65:97 gingen die verbliebenen acht Hannoveranerinnen in Herne unter. Die achte Pleite in Folge bedeutete zugleich auch die höchste Saison-Niederlage und den Fall ans Tabellenende.

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Guter Start vom TKH

Dabei sah es zunächst nach einer Trotzreaktion der TKH-Frauen aus. Finja Schaake sorgte mit dem ersten Korb des Spieles für die Führung, die die Hannoveranerinnen fortan nur kurzzeitig wieder abgaben: 10:7 stand es nach vier Minuten, 19:16 nach acht. Und auch bis ins zweite Viertel hinein konnten die Hannoveranerinnen beim 23:22 noch träumen.

Doch noch vor der Halbzeitsirene verfielen die Spielerinnen von Trainerin Juliane Höhne in alte Fehler. Neun Ballverluste brachten dem Gegner Geschenke. Hernes Nachwuchs-Ass Laura Zolper nahm diese an ihrem 21. Geburtstag gerne an. Sie verwandelte einen Dreier nach dem anderen und avancierte zur Topscorerin des HTC. Zur Pause lag der TKH bereits mit 36:44 zurück.

Nachwuchsspielerin Rohkohl nutzt Chance

Das Spiel verloren die Hannoveranerinnen aber erst im dritten Abschnitt, als vier Minuten ohne einen einzigen Treffer den Rückstand auf 43:61 anwachsen ließen. Einzig Mia Masic zeigte noch Gegenwehr. Ihre zehn Punkte allein in diesem Viertel waren bei der Mini-Aufholjagd zum 54:66 aber dennoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Als Coach Höhne im Schlussviertel die Niederlage akzeptierte und Teja Gorsic, Hannah Brown sowie Masic auf der Bank ließ und für die beiden Partien in der kommenden Woche schonte, brach der TKH ein. Nur die Blamage, auch noch den 100. Gegenpunkt zu kassieren, blieb ihnen erspart. Nachwuchsspielerin Lara Rohkohl, die erstmals auf eine Viertelstunde Spielzeit kam, nutze diese allerdings gut. „Mit sechs Punkten und sechs Rebounds hat sie einen guten Job gemacht“, sagte Höhne.

Bilder vom DBBL-Spiel zwischen dem TK Hannover und den Eisvögeln USC Freiburg

Stephanie Gardner bekommt Anweisungen von Trainerin Juliane Höhne. Zur Galerie
Stephanie Gardner bekommt Anweisungen von Trainerin Juliane Höhne. ©

"Im ganzen Spiel hatten wir 26 Turnover. Das geht überhaupt nicht."

Nur eines stieß ihr auf. „Im ganzen Spiel hatten wir 26 Turnover. Das geht überhaupt nicht. Schon 15 sind zu viel. Da brauchen wir uns über die hohe Niederlage nicht zu wundern, wenn wir den Ball so oft dem Gegner in die Hand geben“, sagte Höhne.

Mittwoch (19 Uhr) gegen die Lions Halle und Sonntag (16 Uhr) gegen die Nördlingen Angels haben die Hannoveranerinnen in ihren Heimspielen die nächsten Chancen, die Negativ-Serie endlich zu stoppen.

TK Hannover: Masic (15), Gardner (12), Gorsic (11), Brown (10), Schaake (9), Rohkohl (6), Koniali (2), Peric  mab