21. November 2020 / 11:46 Uhr

"Die sind in einem Loch": TK Hannover will Kelterns Schwächen ausnutzen 

"Die sind in einem Loch": TK Hannover will Kelterns Schwächen ausnutzen 

Matthias Abromeit
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Fokussiert: Die US-Amerikanerin Stephanie Gardner muss aber um ihren
Platz kämpfen.
Fokussiert: Die US-Amerikanerin Stephanie Gardner muss aber um ihren Platz kämpfen. © Florian Petrow
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Am Sonntag (16.30 Uhr) treffen die Basketballerinnen des TK Hannover in der ersten Liga auf die Rutronik-Stars Keltern. Die Gäste sind derzeit in einem Formtief und kämpfen mit Verletzungsproblemen. Das Team von Juliane Höhne will die Schwächephase und den Heimvorteil unbedingt ausnutzen. 

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Die Spielerinnen des TK Hannover sind wieder zu Hause. Die drei Nationalspielerinnen Finja Schaake (Deutschland), Teja Gorsic (Slowenien) und Mia Masic (Kroatien) sind von ihren Länderspielen wieder zum Team gestoßen. Und der Basketball-Erstligist tritt – zum dritten Mal in Folge – in der Heimhalle an der Birkenstraße an. Sonntag um 16.30 Uhr sind die Rutronik-Stars Keltern zu Gast.

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„Wir haben bei unseren bisherigen drei Spielen nur zu Hause ge­spielt. Ich weiß gar nicht, wie mein Team auswärts reagiert und ob wir überhaupt einen Heimvorteil ha­ben“, sagt Trainerin Juliane Höhne. „Die Körbe kennen wir, aber in der 1. Liga gibt es kaum Unterschiede in Hallen. Das ist in den tieferen Ligen schon anders. Aber eine Fahrt steckt uns nicht in den Knochen. Das ist vielleicht ein Vorteil“, sagt sie.

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Vieles spricht für den TKH

Keltern muss dagegen zunächst mit Kleinbussen in die nächstgrößere Stadt Karlsruhe fahren und dann mit dem Zug nach Hannover kommen. „Andere Verbindungen gibt es an einem Sonntag nicht“, weiß Höhne aus eigener Erfahrung, die in den vergangenen Jahren noch beim Topteam in Keltern Co-Trainerin war.

Das ist nicht der einzige Pluspunkt für ihr Team. Keltern verlor bereits ein Heimspiel gegen Osnabrück. „Die stehen im Moment da, wo wir vor dem Final-Four-Pokal-Turnier standen. Die sind in einem Loch, und ich weiß auch, dass sie derzeit Verletzte haben“, sagt Höhne. Selbst wenn Keltern einen vollen Kader mit Topspielerinnen hat, scheint das Team verwundbar. „Ich halte sie für nicht so stark wie im vergangenen Jahr. Allerdings muss man jede von deren Spielerinnen auf dem Zettel haben“, mahnt Höhne.

Nur die Langzeitverletzten fehlen

Ihr Team tritt mit allen außer den Langzeitverletzten an. Karolin-Ivonne Tzokov wird nach ihrem Kreuzbandriss noch Monate brauchen. Auch die Knieverletzung der niederländischen Nationalspielerin Marleen Peek erweist sich als langwierig. „Das wird noch eine ganze Weile dauern. Die bisherige Therapie hat keinen Erfolg gebracht“, sagt Höhne. Entwarnung gab es bei Mia Masic. Im Länderspiel war sie mit blutiger Nase ausgeschieden. „Aber es ist nichts gebrochen, nur geprellt. Sie kann und will spielen. Auch eine Maske sei nicht nötig“, sagt Höhne.

Mit der Weißrussin Aliaksandra Tarasava, Hannah Brown aus Kanada sowie den US-Amerikanerinnen Stephanie Gardner und Morgan Pullins hat sie vier Nicht-EU-Spielerinnen. Nur drei dürfen auf dem Spielbogen stehen. „Auf die Bank kommen aber alle vier – wir sind ja ein Team“, sagt die Trainerin – den Spielbogen füllt sie erst nach dem Warmspielen aus.