05. August 2019 / 16:42 Uhr

TKH-Star Toba holt sich Mehrkampfmeisterschaft und den Titel am Reck: „Das war ein harter Weg“

TKH-Star Toba holt sich Mehrkampfmeisterschaft und den Titel am Reck: „Das war ein harter Weg“

Stefan Döring
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hannovers Starturner Andreas Toba.
Hannovers Starturner Andreas Toba. © imago images/Mateusz Slodkowski
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Hannovers Turnstar Andreas Toba ist zwei Monate vor der Heim-WM in Stuttgart glänzend in Form. Der 28-jährige Turner vom TKH sicherte sich nach drei überstandenen Knieoperationen bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Berlin seinen zweiten Titel nach 2016. Das SPORTBUZZER-Siegerinterview.

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Glückwunsch zum Meistertitel, Herr Toba. War bestimmt nicht leicht, diesen Titel zu holen. Titelverteidiger Marcel Nguyen galt ja eigentlich als der Favorit.

Es ist natürlich schwierig, wenn man in den Wettkampf startet und ziemlich weit hinten liegt die ganze Zeit. Aber ich versuche immer, mich von Wertungen nicht beeinträchtigen zu lassen. Ich mache einfach mein Ding, und das habe ich weitestgehend geschafft. Es war mein Ziel, hierher zu kommen und einen fehlerfreien Wettkampf zu turnen. Das war ein harter Weg. Umso mehr freue ich mich, dass ich wieder ganz oben stehe.

Der Höhepunkt der Saison mit der WM ist ja noch eine Weile hin. Wie nah am Optimum war Ihre Leistung denn schon?

Fehlerfreie Wettkämpfe sind immer ziemlich nah am Optimum. Es sind natürlich noch Kleinigkeiten da, Kanten und Ecken, die man schleifen sollte. Aber es geht in die richtige Richtung – es ist natürlich noch nicht alles perfekt gewesen. Ich hoffe jetzt einfach, dass ich gesund bleibe, dass ich die Wehwehchen, die ich habe, in den Griff bekomme. Damit ich mich wirklich auf die Kleinigkeiten kon­zen­trie­ren kann.

Das sind Hannovers Spitzensportler und -sportlerinnen

<b>Alexej Mikhailov</b> ist 22 Jahre alt und gilt als Deutschlands größtes Talent im Hammerwurf. Der gebürtige Hannoveraner startet für die Leichtathletik-Abteilung von Hannover 96. Mikhailov ist amtierender deutscher Meister der U 23 und gewann 2017 zudem Bronze bei den U23-Europameisterschaften. Zur Galerie
Alexej Mikhailov ist 22 Jahre alt und gilt als Deutschlands größtes Talent im Hammerwurf. Der gebürtige Hannoveraner startet für die Leichtathletik-Abteilung von Hannover 96. Mikhailov ist amtierender deutscher Meister der U 23 und gewann 2017 zudem Bronze bei den U23-Europameisterschaften. ©
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Wie sehen Ihre weiteren Planungen in den nächsten Wochen mit der Zielrichtung WM aus?

In zwei Wochen haben wir die zweite Quali in Kienbaum, danach wird für die WM nominiert. Und nach dieser Nominierung kann ich dann auch sagen, wie es für mich weitergeht.

Aber die Chance, dass Sie dabei sind, ist ja relativ groß.

Na ja, ich bin nicht der Bundestrainer, das entscheidet er, wer, wie, wann und wo eingesetzt wird. Von daher werde ich mich jetzt auch nicht aus dem Fenster lehnen und etwas dazu sagen. Aber natürlich ist es ein großer Schritt, den ich gemacht habe mit dem Mehrkampftitel.

Wie haben Sie das ganze Ambiente hier in Berlin wahrgenommen? Die Max-Schmeling-Halle war ja gut gefüllt.

Das war eine super Stimmung, es hat auch total viel Spaß gemacht, hier zu turnen. Es ist etwas ganz Besonderes, im Rahmen der ganzen Finals hier – eine tolle Geschichte. Es geht ja gar nicht so sehr um mich, sondern um die Sportart. Wir kriegen so einfach mehr Aufmerksamkeit, eine ganz andere Medienpräsenz. Das ist ganz wichtig.

Haben Sie auch von den anderen Sportarten etwas mitbekommen? Es sollte ja so eine Art Miniolympia sein.

Auf jeden Fall. Auch bei uns im Sportzentrum in Hannover hat man es in den letzten Tagen gemerkt, dass es sich gelichtet hat, weil die meisten nach Berlin gefahren sind. Es ist etwas Besonderes, wenn alle gleichzeitig ihre deutschen Meisterschaften haben. Alle sind angespannt. Dann sieht man auch die ganzen Posts der Kollegen aus Hannover und auch aus anderen Städten, das ist dann schon was Schönes.

Am Sonntag wurde Toba auch noch Meister am Reck vor Christopher Jursch aus Cottbus. An den Ringen wurde Toba Zweiter hinter Nick Klessing (Halle/Saale).

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