03. November 2019 / 15:05 Uhr

TKS-Basketballer beurlauben Kai Buchmann und verlieren gegen Bernau

TKS-Basketballer beurlauben Kai Buchmann und verlieren gegen Bernau

Ronny Müller
Märkische Allgemeine Zeitung
02.11.2019, Basketball,2.Bundesliga, Punktspiel, RSV Eintracht 1949-Lok Bernau, Sporthalle der BBIS
im Bild: v.l. Pharroh Kamal Gordon (RSV Eintracht 1949),Alexander Rosenthal (Lok Bernau)
Pharroh Kamal Gordon (l.) verlor bei seinem Heimdebüt gegen Lok Bernau um Alexander Rosenthal. © Julias Frick
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Basketball-Zweitligist trennt sich nach fünf Monaten vom Trainer und hält sich über Gründe bedeckt.

Viele Zuschauer dürften überrascht gewesen sein. Basketball-Zweitligist TKS 49ers wurde am Samstagnachmittag bei der 74:79-Niederlage gegen Lok Bernau nicht von Trainer Kai Buchmann betreut. Stattdessen gab der Sportliche Leiter Vladimir Pastushenko von der Seitenlinie die Regieanweisungen.

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Kurz vor Spielbeginn verkündete der Verein RSV Eintracht diesen Umstand. Später folgte eine Pressemitteilung. „Wir haben kurzfristig Kai als Trainer beurlaubt. Wie und ob es weiter geht, wird in der Woche in Ruhe besprochen. Über die Gründe möchten wir erstmal noch Stillschweigen bewahren. Das sind Interna, die wir nicht nach Außen geben möchten“, wurde Abteilungsleiterin Daniela Wagner zitiert.

02.11.2019, Basketball,2.Bundesliga, Punktspiel, RSV Eintracht 1949-Lok Bernau, Sporthalle der BBIS
im Bild: v.l. Trainer Vladimir Pastushenko (RSV Eintracht 1949)
Vladimir Pastushenko will nicht Trainer bleiben. © Julius Frick

Ex-Trainer Pastushenko sei nur aushilfsweise erneut als Coach eingesprungen. „Ich mache es nur übergangsweise. Es ist ausgeschlossen, dass ich Trainer bleibe“, sagte er auf MAZ-Anfrage. „Wir prüfen alle Möglichkeiten und gucken uns auch nach einem neuen Trainer um.“ Am Freitag sei die Mannschaft über die Trennung von Buchmann informiert worden. Aus mehreren Gründen, einer davon sei, dass der Aufsteiger auf dem letzten Tabellenplatz steht. „Mehr möchte ich dazu nicht sagen“, so Pastushenko.

Kai Buchmann trainiert auch den Oberligisten Red Hawks Potsdam, der am Sonntagvormittag im Landespokal beim BV Eberswalde 140:40 gewann. „Ich habe die Entscheidung zu akzeptieren“, sagte Buchmann anschließend im MAZ-Gespräch. „Ich hätte der Mannschaft gewünscht, dass der Trainerwechsel Energien freisetzt und sie gewinnt. Ich wünsche ihnen von ganzem Herzen den Klassenerhalt.“ Auf die Beurlaubung wollte Buchmann nicht weiter eingehen. „Ich habe mir jedenfalls nichts zuschulden kommen lassen und mir ist auch nicht bewusst, dass ich eine Abmahnung bekommen habe.“

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Kai Buchmann (Trainer TKS), TKS 49ers - WWU Baskets Münster, Basketball 2. Liga Pro B Nord, Saison 19/20, Kleinmachnow, 22.09.2019, Foto: Benjamin Feller
Kai Buchmann arbeitete nur knapp fünf Monate als TKS-Trainer. © Benjamin Feller

Kürzlich hatte Buchmann den Potsdamer Neuesten Nachrichten gesagt, er sehe seine Zukunft bei den Red Hawks. Ob das eine Rolle bei der Trennung spielte, ist unklar. Ähnlich hatte er sich bereits im Juni in der MAZ geäußert: Er sehe sich mittelfristig als Sportlicher Leiter bei den Red Hawks, die Basketball hinter dem Fußball zur Nummer zwei in Potsdam machen wollten.

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Für die Stahnsdorfer geht es um den Klassenerhalt in der ProB. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken, die Mannschaft hat mehr Potenzial, als es im Moment aussieht“, sagte Pastushenko. „Aber wir brauchen einen Sieg, damit die Spieler wieder an sich glauben.“Nächste Chance ist am Samstag in Wedel, vielleicht schon mit einem neuen Trainer.

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