25. Februar 2021 / 16:32 Uhr

Tobias Schmadtke ist zufrieden: „Wir stehen über dem Strich“

Tobias Schmadtke ist zufrieden: „Wir stehen über dem Strich“

Peter Konrad
Peiner Allgemeine Zeitung
Die Münstedter um Kapitän Nick Paszkowski zeigten gegen den SV Bosporus ein gutes Spiel. Die Szene mit Keeper Aydin Urfa stammt aus der Vorsaison.
Die Münstedter um Kapitän Nick Paszkowski zeigten gegen den SV Bosporus ein gutes Spiel. Die Szene mit Keeper Aydin Urfa stammt aus der Vorsaison. © ISABELL MASSEL
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Zwar überwinterte Fußball-Kreisligist TSV Münstedt als Vorletzter, aber weil personelle Alternativen wegen des dünnen Aufgebots nur sehr rar sind, „bin ich vom Abschneiden keineswegs enttäuscht“, betont Coach Tobias Schmadtke. „In der Rückrunde möchte ich aber schon öfter punkten.“

Eigentlich wollte er nur noch an der Seitenlinie stehen und coachen. Doch wegen der Personalknappheit beim Fußball-Kreisligisten TSV Münstedt musste Tobias Schmadtke fast jedes Spiel von Beginn an auflaufen – als Innenverteidiger. Gefallen hat ihm dies nicht, „da ich kein Fan vom Spielertrainer bin“, sagt Schmadtke. „Ich hoffe allerdings, dass in der Rückrunde alle wieder zur Verfügung stehen.“ Obwohl sein Team nur auf dem vorletzten Platz steht, ist er nicht unzufrieden. Was sich Schmadtke, der an diesem Freitag seinen 30. Geburtstag feiert, mit seiner Mannschaft vorgenommen hat, erläutert er im Wintercheck der PAZ.

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Meine Bilanz der Hinrunde: „Wir sind relativ gut gestartet, haben zum Auftakt gegen Bosporus einen Punkt geholt. Doch anschließend haben wir Stück für Stück abgebaut. Das hat auch mit unserem extrem kleinen Kader zu tun. Wenn ein, zwei Leute ausfallen, was häufiger der Fall war, können wir das nur schwer kompensieren. Auch im Training macht sich der kleine Kader bemerkbar. Trotzdem stehen wir über dem Strich – und deswegen bin ich zufrieden, wenngleich es tabellarisch nicht so gut aussieht. Aber Bosporus und Edemissen sind ja nicht weit entfernt.“

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Mein Spieler der Hinrunde: „Einen Spieler herausheben kann und möchte ich nicht. Denn unsere Stärke ist, dass wir als Team auftreten. Gepunktet haben wir immer durch eine gute Mannschaftsleistung. Hier kämpft jeder für jeden.“

Mein Pechvogel der Hinrunde: „Zum Glück hat sich keiner schwer verletzt. Ein bisschen ein Pechvogel ist Mehmet Kar, da er berufsbedingt so gut wie gar nicht trainieren konnte.“

Mein Highlight der Hinrunde: „Dazu gehört das 1:1 gegen den SV Bosporus. Denn da haben wir eine Super-Leistung geboten und erst mit dem Abpfiff sehr unglücklich den Ausgleich kassiert. Auch der Sieg gegen den TSV Hohenhameln gehört zu den Highlights, da es der erste Dreier war.“

Meine Enttäuschung der Hinrunde:„Die 0:7-Heimpleite gegen den TSV Dungelbeck. Die Mannschaft hat sich im Laufe des Spiels aufgegeben – das war für mich schon sehr enttäuschend. Man kann zwar verlieren und auch mal hoch, aber entscheidend ist die Art und Weise. Nicht zu kämpfen und sich irgendwann dem Schicksal zu ergeben, geht gar nicht.“


Meine Erwartungen an die Rückrunde:„Dass wir die Klasse halten und mehr Punkte holen als vor dem Winter. Das ist möglich, da wir in der Hinserie einige Spiele lange offen gehalten haben. Allerdings macht es meiner Ansicht nach nur wenig Sinn, die Rückrunde zu spielen. Denn nach der langen Pause ist die Vorlaufzeit zu kurz, so dass das Verletzungsrisiko viel zu groß ist – gerade für Amateurfußballer. Auch angesichts der Infektionszahlen ist es für mich derzeit unvorstellbar, dass es im April mit der Saison weitergeht.“

Meine persönliche Zukunft: „In der nächsten Saison werde ich auf jeden Fall noch Trainer des TSV Münstedt sein. Wie es danach weitergeht, haben wir noch nicht besprochen. Aber ich kann mir vorstellen, dass ich weitermache, da wir eine gute Mannschaft haben und der Zusammenhalt ausgezeichnet ist. Selbst nach herben Niederlagen haben wir unseren Spaß – das ist schon richtig klasse hier.“

Zugänge: Cihan Acikgoez (zuletzt Fortuna Oberg).

Abgänge: Kevin Heuer (wird Vater und tritt deswegen kürzer).

Von Peter Konrad