20. November 2018 / 19:07 Uhr

"Auf der anderen Seite vom Berg": So schlimm stand es wirklich um Reiner "Calli" Calmund

"Auf der anderen Seite vom Berg": So schlimm stand es wirklich um Reiner "Calli" Calmund

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Reiner Calmund ist gelernter Außenhandelskaufmann und studierter Betriebswirt. 
Reiner Calmund ist gelernter Außenhandelskaufmann und studierter Betriebswirt.  © imago/MIS
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So landete der 69-Jährige kurzzeitig im Rollstuhl: Bundesliga-Legende Reiner Calmund erzählt im Podcast "Phrasenmäher", wie er in Thailand ins Krankenhaus kam und alles scheinbar viel schlimmer war, als er selbst mitbekam. 

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Über Jahre hinweg prägte er die Bundesliga - Bayer Leverkusen und Reiner Calmund, das gehörte einfach zusammen. Doch auch "Calli" wird nicht jünger. Der ehemalige Manager des deutschen Topklubs ist inzwischen 69 Jahre alt. Im Bild-Podcast "Phrasenmäher" sprach er nun ausführlich über ein schlimmes Erlebnis, welches am Ende doch noch gut ausging.

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Klar ist: Das starke Übergewicht ist eines seiner Markenzeichen. Doch natürlich hat er mit seiner Körperfülle zu kämpfen. "Ich würde jetzt spontan einen guten Betrag vom Konto abheben, wenn ich dafür dreißig Kilo leichter wäre", verrät Calmund.

Zuletzt saß er sogar mal im Rollstuhl. Die Geschichte aus dem Jahr 2016 erzählt er im Podcast.

"Ich kam auf die Intensivstation"

"Ich war mit Toni Schumacher auf der MS Europa in Norwegen", erinnert sich Calmund: "Von da aus bin ich nach Thailand. Eines Abends merkte ich, dass es mir nicht gut geht. Da bin ich direkt ängstlich geworden." Doch direkt vor der Haustür der thailändischen Ferienanlage ist eine sehr gute Klinik. Calmund: "Ich bin sofort dort hin."

Calmund wurde sofort durchgecheckt. "Die haben nach dem Sauerstoff im Blut geschaut, EKG, meine Lunge geröntgt. Sie sagten, es sieht alles gut aus." Doch trotzdem musste er die Nacht im thailändischen Krankenhaus verbringen.

An den nächsten Moment erinnert er sich noch ganz genau: "Die schieben mich in so ein Zimmer da rein, alles okay. Ich dachte, die wollen nur noch mal eine Nacht abkassieren. Ich lag da in der Pritsche, auf einmal schaust du in dich hinein. Sofort runter ins MRT! Dann haben die festgestellt, dass ich eine Lungenembolie hatte, in beiden Lungen. Auch einen Infarkt. Ich kam auf die Intensivstation. Ich merkte, dass die alle nervös waren, das hat mir auch bisschen Angst gemacht."

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Calmund weiter: "Am nächsten Tag kam ein guter Freund mit seiner Frau, die Frau war am heulen. Ich fragte: `Warum heulst du? Mir geht es doch gut.` Sie sagte, dann, dass sie erleichtert sei, weil der Arzt gesagt hat, dass ich über den Berg bin."

Die Nervosität hatte sich gelegt, bei Calmund als auch bei seinen Freunden.

"Ich hatte gar nicht gemerkt, dass ich auf der anderen Seite vom Berg war", so Calmund.

Er wurde entlassen, fühlte sich wieder gut. "Ich bin zu meinem Freund ins Hotel, da konnte ich noch gehen, doch da bin ich dann dreimal weggeknickt - Zack, auf die Schnauze gefallen - dann war ich wieder zurück im Krankenhaus mit einem Bandscheibenvorfall - und da saß ich dann im Rollstuhl. Das war bitter."

Heute geht es Calmund wieder gut. Doch natürlich hat er mit seiner Körperfülle zu kämpfen. "Ich würde jetzt spontan einen guten Betrag vom Konto abheben, wenn ich dafür dreißig Kilo leichter wäre", verrät Calmund.