03. Dezember 2021 / 14:22 Uhr

Horst Eckel als letzter Weltmeister von 1954 gestorben: Das waren die Helden beim "Wunder von Bern"

Horst Eckel als letzter Weltmeister von 1954 gestorben: Das waren die Helden beim "Wunder von Bern"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Horst Eckel ist als letzter Weltmeister von 1954 verstorben.
Horst Eckel ist als letzter Weltmeister von 1954 verstorben. © IMAGO/Jan Huebner/Sven Simon (Montage)
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In den vergangenen Jahren war Horst Eckel der einzige Weltmeister, der noch als Zeitzeuge vom Titel der deutschen Nationalmannschaft im Jahr 1954 erzählen konnte. Am Freitag verstarb er im Alter von 89 Jahren – als Letzter der "Helden von Bern". Der SPORTBUZZER blickt auf die Legenden der Final-Elf von 1954.

Fußball-Deutschland trauert um den letzten Spieler aus dem legendären Weltmeister-Team von 1954. Horst Eckel starb am Freitag im Alter von 89 Jahren, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte. Der frühere Mittelfeldakteur des 1. FC Kaiserslautern gehörte als Jüngster jener Mannschaft von Kapitän Fritz Walter an, die das Endspiel im Dauerregen von Bern gegen den großen Favoriten Ungarn nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gewann.

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Eckel hatte den Spitznamen "Der Windhund", weil der schnelle Spieler im Mittelfeld die Löcher stopfte und seinem späteren Trauzeugen Fritz Walter den Rücken frei hielt. Zusammen mit Fritz und Ottmar Walter sowie Werner Liebrich und Werner Kohlmeyer bildete er den Lauterer Block in Sepp Herbergers Team und bestritt insgesamt 32 Länderspiele – eines davon im legendären Finale in Bern. Wer gehörte neben Eckel zu den Spielern, die im Endspiel gegen Ungarn auf dem Rasen standen? Der SPORTBUZZER blickt auf die Final-Elf von 1954.

Die Legenden der Weltmeister-Elf von 1954

Fritz Walter, Toni Turek, Horst Eckel, Helmut Rahn, Ottmar Walter, Werner Liebrich, Josef Posipal, Hans Schäfer, Werner Kohlmeyer, Karl Mai und Max Morlock (von links nach rechts) Zur Galerie
Fritz Walter, Toni Turek, Horst Eckel, Helmut Rahn, Ottmar Walter, Werner Liebrich, Josef Posipal, Hans Schäfer, Werner Kohlmeyer, Karl Mai und Max Morlock (von links nach rechts) ©

Solange alle Weltmeister von 1954 noch lebten, stand der in Bruchmühlbach-Miesau geborene Eckel immer im Schatten der großen Namen: eines Helmut Rahn, eines Toni Turek und vor allem von Fritz Walter. Nach dem Tod von Hans Schäfer am 7. November 2017 aber blieb nur noch der bodenständige und zurückhaltende Eckel übrig, um dieses Jahrhundertteam bei jeder Gelegenheit zu repräsentieren. Er beriet auch den Regisseur Sönke Wortmann, als dieser den Film "Das Wunder von Bern" drehte.


Eckels Fußball-Karriere und auch sein Leben ist mit heutigen Weltmeistern nicht mehr zu vergleichen. Der zweimalige deutsche Meister (1951 und 1953) wechselte nur einmal den Verein: vom 1. FC Kaiserslautern zum SV Röchling Völklingen im Saarland (1960). Nach seiner Zeit als Fußballer studierte der gelernte Werkzeugmacher auf dem zweiten Bildungsweg Kunst und Sport und arbeitete ab 1973 als Realschullehrer. Ein "Held von Bern" genannt zu werden, hat ihn immer gestört. "Ich bin doch ein ganz normaler Mensch geblieben", sagte er oft.

Neben Eckel und Co. zählten zum 22er-Kader außerdem: Heinz Kwiatkowski (Borussia Dortmund), Heinz Kubsch (FK Pirmasens), Fritz Laband (Hamburger SV), Hans Bauer (FC Bayern München), Herbert Erhard (SpVgg Fürth), Paul Mebus (1. FC Köln), Karl-Heinz Metzner (Hessen Kassel), Bernhard Klodt (Schalke 04), Richard Herrmann (FSV Frankfurt), Ulrich Biesinger (BC Augsburg) und Alfred Pfaff (Eintracht Frankfurt).