18. April 2021 / 11:56 Uhr

Tom Gröschel läuft Bestzeit beim Flughafen-Marathon

Tom Gröschel läuft Bestzeit beim Flughafen-Marathon

Horst Schreiber
Ostsee-Zeitung
Tom Gröschel hat seine Marathon-Bestleistung um 1:04 Minuten verbessert.
Tom Gröschel hat seine Marathon-Bestleistung um 1:04 Minuten verbessert. © imago images/Deutzmann
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Nach mehr als zwei Jahren beendete Tom Gröschel wieder ein Marathonrennen. Und wie! Am Sonntag stand der Athlet des TC Fiko Rostock gemeinsam mit Weltrekordhalter Eluid Kipchoge an der Startlinie und kam nur rund acht Minuten später als der Kenianer ins Ziel - mit neuer Bestzeit.

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Tom Gröschel konnte endlich wieder abliefern - und gleich mit Rekord! Der deutsche Marathon-Champion von 2018 und 2019 hat am Sonntagvormittag beim NN Mission Marathon seine persönliche Bestzeit um mehr als eine Minute verbessert. Der Athlet des TC Fiko Rostock kam in 2:12:45 Stunden als 18. ins Ziel - nur 8:15 Minuten nach Sieger und Weltrekordhalter Eluid Kipchoge. Damit bleibt Gröschel zwar das Olympia-Ticket für Tokio verwehrt (offizielle Norm-Zeit: 2:11:30 Stunden), sein Ziel hat der 29-Jährige dennoch erfüllt. „Ich möchte nach zwei Jahren mal wieder einen Marathon zu Ende laufen“, hatte Gröschel vor dem Start gesagt.

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Der Elite-Marathon wurde kurzerhand coronabedingt auf den Flughafen im niederländischen Enschede verlegt. Dort startete die Laufgruppe um Gröschel zügig (Pace: 3:07 min/km) und wurde bis zur Halbmarathon-Marke schneller (Pace: 3:03 min/km). Gröschels Pfund ist die zweite Rennhälfte. Und so war es auch auf dem Flugfeld. Der in Wattenscheid trainierende Rostocker hielt die nächsten zehn Kilometer das Anfangstempo und pulverisierte mit starkem Schlussspurt seinen alten Rekord von 2:13:49 Stunden. Durchschnittlich rannte Gröschel den Flughafen-Kilometer in 3:08 Minuten.

Das wird Balsam für seine Seele sein. Gröschel plagten immer wieder Verletzungen, der Quali-Druck für Olympia und der abgebrochene Marathon in Valencia im vergangenen Herbst. Seine nun neue Bestleistung ist ein großer Schritt Richtung angestrebter Europameisterschaft- und Weltmeisterschaftsqualifikation.



Beim Elite-Rennen in Enschede war Gröschel einziger Deutscher im Männer-Feld. Bei den Frauen siegte die für Tokio bereits qualifizierte Katharina Steinrück (Leipzig/Frankfurt) in 2:25:59 Stunden. Rabea Schöneborn (Troisdorf/Berlin, 2:27:03 Stunden) wurde Dritte vor Laura Hottenrott (Kassel, 2:28:02 Stunden). Alle drei Frauen liefen persönliche Bestzeit.