16. April 2022 / 19:16 Uhr

Tor, Rekord, "Partyplan": Wie BVB-Teenager Tom Rothe sein Bundesliga-Debüt erlebte

Tor, Rekord, "Partyplan": Wie BVB-Teenager Tom Rothe sein Bundesliga-Debüt erlebte

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Gefeierter BVB-Debütant: Tom Rothe (M.) kann sich nach seinem Tor gegen den VfL Wolfsburg vor Gratulanten kaum retten.
Gefeierter BVB-Debütant: Tom Rothe (M.) kann sich nach seinem Tor gegen den VfL Wolfsburg vor Gratulanten kaum retten. © IMAGO/Ulrich Hufnagel
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Tom Rothe kommt aus dem Nichts und hinterlässt Bleibendes. Der 17-Jährige gibt gegen den VfL Wolfsburg sein Bundesliga-Debüt, köpft den BVB in Führung, stellt damit einen Rekord auf – und bleibt trotz des Wirbels um sein erstes Profispiel auch nach dem Abpfiff frei von Flausen.

Das einzige Problem an diesem Samstag ereilte Tom Rothe nach dem Abpfiff. Mit breitem Lächeln und erfrischender Unbekümmertheit stand er in der Interviewzone und schien nicht so recht zu wissen, wohin nun mit all dieser Freude. Doch auch dieses kleine Dilemma löste der 17 Jahre alte Bundesliga-Debütant, der Borussia Dortmund beim 6:1 (5:0) gegen den VfL Wolfsburg auch noch in Führung geköpft hatte, mit Bravour. Der Teenager plauderte einfach drauflos und hielt es mit seinen Worten wie mit dem Ball: Er traf sie auf den Punkt. Als "unbeschreiblich" stufte Rothe das Erlebte am Sky-Mikrofon ein: "Besser hätte es nicht laufen können."

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Erst nach dem Abschlusstraining und Rückenproblemen bei Thorgan Hazard hatte BVB-Trainer Marco Rose den Youngster zu sich gerufen und ihn darüber informiert, dass er erstmals dem Bundesliga-Kader angehören werde und sogar von Beginn an ran dürfe. "Man muss das erst mal verdauen, das kam ja eher spontan", meinte Rothe: "Vielleicht war es ganz gut, dass ich nicht viel darüber nachdenken konnte." Das tat der U19-Nationalspieler dafür auf dem Feld und im besten Sinne. Couragiert, engagiert und mit Umsicht bearbeitete er den linken Flügel. Nach 24 Minuten erlebte der Außenbahnspieler schon den nächsten Karrierehöhepunkt. Ecke Julian Brandt, Kopfball Rothe – 1:0.

"Ich komme gut vor den Mann. Es war ein super Ball von Jule", meinte der Torschütze beim Blick auf die TV-Bilder, um dann mit schelmischer Miene über seinen Kopfball zu urteilen: "Nicht so schlecht." Bei seinen Kollegen schien Rothe mit dem Treffer sämtliche Bremsen gelöst zu haben. Jedenfalls ließen Erling Haaland und Co. bis zur Pause vier weitere Tore folgen. Das 6:1 am Ende war wohl gleichbedeutend mit der neuerlichen Qualifikation für die Champions League. Vier Spieltage vor dem Saisonende ist der Tabellenfünfte SC Freiburg zwölf Punkte entfernt. Auch die Tordifferenz spricht klar für die Borussia.

Ein Grund zum Feiern? Rothe, der im vergangenen Sommer von der Jugend des FC St. Pauli zum BVB gewechselt war, hatte nach dem Spielende schon einen klaren Plan. Am Sonntag freue er sich jetzt auf das "Ostereiersuchen mit der Familie", sagte er, nachdem er sich ein kleines Kapitel in den Bundesliga-Geschichtsbüchern gesichert hatte. Noch nie war einem jüngeren Spieler ein Tor beim Debüt gelungen.

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