05. Februar 2020 / 22:20 Uhr

Toni Kroos über die deutschen EM-Chancen, seine Titelsucht und ein DFB-Comeback von Thomas Müller und Mats Hummels

Toni Kroos über die deutschen EM-Chancen, seine Titelsucht und ein DFB-Comeback von Thomas Müller und Mats Hummels

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Toni Kroos hat sich im Sportschau Club unter anderem gegen ein mögliches Comeback von Thomas Müller und Mats Hummels in der deutschen Nationalmannschaft ausgesprochen.
Toni Kroos hat sich im "Sportschau Club" unter anderem gegen ein mögliches Comeback von Thomas Müller und Mats Hummels in der deutschen Nationalmannschaft ausgesprochen. © imago images/Team 2
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Klares Statement von Nationalspieler Toni Kroos im "Sportschau Club": Der Weltmeister von 2014 ist kein Befürworter eines möglichen Comebacks von Thomas Müller und Mats Hummels in der DFB-Elf. Außerdem spricht Kroos offen über die EM-Chancen der deutschen Nationalmannschaft.

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Gemeinsam mit Mats Hummels (31) und Thomas Müller (30) wurde Toni Kroos (30) im Sommer 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister - doch gut sechseinhalb Jahre später darf sich nur noch Kroos "Nationalspieler" nennen. Nach dem Vorrunden-Aus bei der katastrophalen WM 2018 in Russland zog Bundestrainer Joachim Löw Anfang 2019 die Konsequenzen und bootete neben Hummels und Müller auch Jerome Boateng aus - und leitete den Umbruch im DFB-Team ein. Für Kroos eine richtige Entscheidung, wie der Star von Real Madrid beim "Sportschau Club" in der ARD durchblicken ließ.

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Angesprochen auf ein mögliches Comeback der Routiniers Hummels und Müller antwortete der Mittelfeld-Regisseur: "Der Bundestrainer hat ja keine Entscheidung für den Moment getroffen oder weil das schlechte Spieler sind oder weil sie alle 38 Jahre alt sind, sondern um eine neue Marschrichtung vorzugeben." Tatsächlich setzte Löw im vergangenen Jahr deutlich öfter auf junge Spieler wie Robin Koch oder Luca Waldschmidt, die auf den Hummels- und Müller-Positionen ihr Debüt feierten. Kroos hält dies für richtig und glaubt nicht, dass der DFB-Coach seine Meinung ändern wird: "Ich tippe eher, dass es auch so bleiben wird, weil die Marschrichtung bisher auch nicht so falsch ist", stellte der viermalige Champions-League-Sieger fest.

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Toni Kroos über deutsche EM-Chancen: "Nicht Favorit und nicht im Favoritenkreis"

Löw ließ sich in einem am Wochenende veröffentlichten Interview mit der Bild am Sonntag allerdings die Option offen, den BVB-Verteidiger und Bayern-Offensivstar doch mit zur EM zu nehmen: "Ich weiß, dass ich mich als mögliche Option auf sie verlassen könnte, wenn wir kurz vor der EM Probleme bekämen", so der 59-Jährige. Er betonte jedoch: "Jetzt ist es aber zu früh, um Fragen zu beantworten, die sich noch nicht stellen."

Eine Frage, die sich viele Fans stellen, ist die nach den EM-Chancen der deutschen Nationalmannschaft. In der Gruppenphase trifft die DFB-Elf unter anderem auf Weltmeister Frankreich und Europameister Portugal. Kroos sieht Deutschland nicht als "Favorit und auch nicht im Favoritenkreis", wie er nun erneut betonte. "Man muss auch ein Stück weit realistisch sein, dass es vielleicht sogar noch schwerer wird, als es mal zu einem anderen Zeitpunkt war", sagte der ehemalige Bayern-Star. Dennoch treibe ihn sein Ehrgeiz an: "Mein Ziel ist natürlich, dass ich jedes Turnier, das ich spiele, auch gewinnen will."

Toni Kroos: Deshalb bin ich süchtig nach Titeln

Mit dem Gewinn der Europameisterschaft würde Kroos seine schon jetzt eindrucksvolle Titelsammlung noch erweitern. Der Stammspieler von Real Madrid gewann in seiner Karriere neben der Weltmeisterschaft bisher unter anderem viermal die Champions League, dreimal die Deutsche Meisterschaft und ist fünfmaliger Klub-Weltmeister. "Das Gefühl von Titelgewinnen macht schon irgendwie süchtig. Dem ordne ich viel unter, was das tägliche Training betrifft, um es immer wieder zu erreichen", gibt Kroos nun zu. "Das ist der Grund, warum ich spiele. Ich schätze mich sehr glücklich, das in so einer großen Form erreicht zu haben. Aber wenn du es erreichst, willst du es wieder und wieder und wieder."

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