14. September 2020 / 23:14 Uhr

Tribünen-Eklat in Dresden: HSV-Profi Toni Leistner erklärt seinen Angriff auf den Dynamo-Fan

Tribünen-Eklat in Dresden: HSV-Profi Toni Leistner erklärt seinen Angriff auf den Dynamo-Fan

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
HSV-Profi Toni Leistner erklärt seinen Ausraster nach dem Pokal-Spiel bei Dynamo Dresden.
HSV-Profi Toni Leistner erklärt seinen Ausraster nach dem Pokal-Spiel bei Dynamo Dresden. © imago images/Jan Huebner
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Toni Leistner hat sich nach seinem Ausraster im Anschluss an die DFB-Pokal-Niederlage bei Dynamo Dresden zu Wort gemeldet. Der HSV-Profi erklärt seinen tätlichen Angriff auf einen Fan via Instagram. 

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Nach seinem Sturm auf die Tribüne und einem tätlichen Angriff auf einen Fan von Dynamo Dresden hat Innenverteidiger Toni Leistner vom Hamburger SV seinen Ausraster erklärt. "Ich bin nach dem Spiel von der Tribüne meiner Heimatstadt aus massiv beleidigt worden. Damit kann ich normalerweise umgehen. Doch dann ging es extrem und massiv unter die Gürtellinie gegen meine Familie, meine Frau und meine Tochter", schrieb der 30-Jährige in einer Instagram-Story: "In dem Moment sind mir die Sicherungen durchgebrannt, zumal dies ohnehin ein extrem emotionales Spiel für mich war."

Leistner weiter: "So etwas darf mir dennoch niemals passieren. Ich bin Familienvater, der als Vorbild dienen möchte. Ich entschuldige mich in aller Form für mein Verhalten und kann nur versprechen, dass mir - egal, was mir an den Kopf geworfen wird - so etwas nie wieder passieren wird." Ob und welche Konsequenzen der Abwehrspieler vom DFB oder dem HSV zu erwarten hat, war am Montagabend noch offen.

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"Ich habe nichts mitbekommen und nur gesehen, dass Toni Leistner den Rückweg von der Tribüne angetreten hat. Da muss sicherlich was im Vorfeld geschehen sein, aber ich kann es nicht bewerten, weil ich keine Bilder gesehen habe, wovon das ausgegangen ist“, sagte Hamburgs Trainer Daniel Thioune. Leistner ist gebürtiger Dresdner, der bei Dynamo ausgebildet wurde. Vor seinem Wechsel zum HSV war er von den Queens Park Rangers an den 1. FC Köln ausgeliehen.

Auslöser der Debatte um seinen Ausraster: Der Innenverteidiger war nach der 1:4-Pleite des HSV in der ersten Runde des DFB-Pokals auf eine der mit insgesamt 10.000 Zuschauern gefüllten Tribünen gestürmt und hatte einen Dynamo-Fan umgestoßen. Umstehende Anhänger und Ordner entschärften die Lage und drängten Leistner zurück. Dieser sprang daraufhin von den Rängen wieder ins Stadioninnere. Leistner sollte eigentlich in einem Interview mit dem Bezahlsender Sky Rede und Antwort stehen. "Meine Familie lasse ich nicht beleidigen", sagte der HSV-Profi vor der Kamera, nachdem er von der Tribüne wieder herunter gekommen war. Nach weiteren Beleidigungen brach der Abwehrspieler den zweiten Interviewversuch ab.