06. August 2019 / 07:33 Uhr

Bericht: Ehrenrat will Schalke-Spieler zu den Äußerungen von Clemens Tönnies befragen

Bericht: Ehrenrat will Schalke-Spieler zu den Äußerungen von Clemens Tönnies befragen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bei der Anhörung vor dem Schalker Ehrenrat werden offenbar auch einige aktuelle und ehemalige Spieler des Vereins zu Wort kommen.
Bei der Anhörung vor dem Schalker Ehrenrat werden offenbar auch einige aktuelle und ehemalige Spieler des Vereins zu Wort kommen. © Getty/imago/DeFodi/Montage
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Am Dienstag muss sich Schalkes Aufsichtsratsvorsitzender Clemens Tönnies vor dem Ehrenrat des Vereins für seine rassistische Entgleisung verantworten. Einem Bericht zufolge sollen dabei auch aktuelle und ehemalige Spieler des Vereins zu den Äußerungen befragt werden.

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Nach seiner verbalen Entgleisung muss sich der Aufsichtsratsvorsitzende des FC Schalke 04 Clemens Tönnies am Dienstag vor dem Ehrenrat des Vereins für seine Aussagen verantworten. Dabei sollen offenbar auch aktuelle und ehemalige Spieler der "Königsblauen" involviert werden. Wie Bild berichtet, wird das Gremium offenbar die Ex-Spieler Naldo (36/aktuell bei der AS Monaco), Gerald Asamoah (40/Teammanager bei Schalke) und Thilo Kehrer (22/PSG), sowie die aktuellen Spieler Salif Sané (28) und Suat Serdar (22) befragen. Die (Ex-)Spieler sollen sich demnach dazu äußern, ob Tönnies ihnen gegenüber schon einmal mit rassistischen Ausfällen auffällig geworden ist.

Bestätigen wollte dies der Klub nicht offiziell, dementiert hat er es allerdings auch nicht. Was eine Sprecherin des FC Schalke allerdings bestätigen konnte, ist dass die Anhörung vom Schalker Aufsichtsratschef am Dienstag bis in die Abendstunden andauern kann. Genauere Zeiten und der Tagungsort wurden dabei nicht bekanntgegeben.

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Der Fleisch-Unternehmer Tönnies war in der vergangenen Woche wegen rassistischer Äußerungen bei einem Auftritt als Festredner scharf in die Kritik geraten. Er hatte Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. "Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren", sagte er. Später entschuldigte sich Tönnies für seine Äußerungen. Aus der Sportwelt setzte es trotzdem deutliche Kritik - unter anderem auch von Gerald Asamoah, der nun offenbar bei der Ehrenratssitzung angehört wird.

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Das aus insgesamt fünf Mitgliedern bestehende Gremium, darunter drei Richter, muss darüber befinden, ob die Äußerungen einen fremdenfeindlichen oder rassistischen Hintergrund haben und mit der Vereinssatzung und dem Leitbild der Königsblauen womöglich unvereinbar sind. Der Ehrenrat kann auch Sanktionen aussprechen. Möglich sind eine Verwarnung, eine Amtsenthebung auf Dauer oder auf Zeit. Sogar ein Vereinsausschluss ist möglich, aber nicht wahrscheinlich.

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