06. September 2022 / 20:35 Uhr

Top-Auftakt mit Beigeschmack: BVB schlägt Kopenhagen souverän – beklagt aber nächste Verletzte

Top-Auftakt mit Beigeschmack: BVB schlägt Kopenhagen souverän – beklagt aber nächste Verletzte

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der BVB feierte einen gelungenen Start in die neue Champions-League-Saison.
Der BVB feierte einen gelungenen Start in die neue Champions-League-Saison. © IMAGO/RHR-Foto
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Borussia Dortmund meldet sich in der Champions League mit einem souveränen Sieg gegen den FC Kopenhagen zurück. Nach dem blamablen Vorrunden-Aus in der vergangenen Saison zeigte sich die Mannschaft von Trainer Edin Terzic beim Auftakt deutlich erwachsener und organisierter. Doch es gibt neue Verletzte.

Borussia Dortmund hat am Dienstagabend einen starken Start in die neue Champions-League-Saison gefeiert. Im Heimspiel gegen den FC Kopenhagen im Signal Iduna Park setzte sich der BVB dank der Treffer von Marco Reus (35.), Raphael Guerreiro (42.) und Jude Bellingham (83.)souverän mit 3:0 (2:0) gegen den dänischen Meister FC Kopenhagen durch. Die Mannschaft von Trainer Edin Terzic zeigte eine reife Leistung und bestimmte die Partie komplett.

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Was dem BVB-Coach weniger gefallen dürfte: Das Lazarett wird immer größer. Nach den Verletzungen von Mateu Morey (Knie-OP), Mahmoud Dahoud, Jamie Bynoe-Gittens (beide Schulter-OP), Karim Adeyemi (Fußprobleme), Donyell Malen (Muskelfaserriss im Oberschenkel) sowie dem langfristigen Ausfall des an Hodenkrebs erkrankten Sebastien Haller erwischte es rund um das Kopenhagen-Spiel zwei weitere Profis. Stammkeeper Gregor Kobel konnte wegen eines Muskelfaserrisses gar nicht erst in der Königsklasse auflaufen und wurde durch Sommerneuzugang Alexander Meyer mustergültig ersetzt. In der 21. Minute der Partie verletzte sich schließlich auch noch Thorgan Hazard am linken Oberschenkel und musste ausgewechselt werden.

Haller im Stadion

So bitter die Personallage des BVB ist, so erwachsen und durchdacht ist mittlerweile das Spiel des Bundesliga-Vizemeisters. Von einem Distanzschuss Zecas (1. Minute), der sogar den rechten Außenpfosten touchierte, ließ sich die Terzic-Elf nicht durcheinanderbringen und zeigte anschließend tolles Pressing mit vielen souveränen Ballbesitzphasen. Anthony Modeste (9.) ließ knapp zehn Meter frei vor dem Tor die erste gute BVB-Chance aus knapp zehn Metern liegen. Wirklich spektakulärer sollte es lange Zeit nicht werden, bis der in die Startelf für Mats Hummels zurückgekehrte Niklas Süle einen Geniestreich hatte. Der ablösefrei von den Bayern verpflichtete DFB-Star fasste sich ein Herz, lief nach vorne und setzte Julian Brandt in Szene. Nach einem Brandt-Traumpass gelang Reus dann schließlich der Führungstreffer (35.).

Auch das zweite BVB-Tor kurz vor der Halbzeit entstand aus einer starken Kombination. Nach Doppelpass mit dem für Hazard eingewechselten Giovanni Reyna markierte Guerreiro das umjubelte 2:0 (42.) und verschaffte den Dortmundern eine beruhigende Pausenführung vor den Augen von Haller, der erstmals nach Bekanntwerden seiner Erkrankung ein BVB-Spiel live im Stadion verfolgte.

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Kopenhagen-Fans sorgen für Eklat

Nach Wiederanpfiff war es aber wieder der dänische Meister, der die erste große Chance hatte. Lukas Lerager scheiterte aber am glänzenden Meyer aus fünf Metern. In der Folge nahm der BVB wieder das Heft des Handelns in die eigene Hand, erneut ohne übermäßig viele Chancen zu kreieren, aber dafür mit nahezu perfekter Kontrolle in der Defensive. Der Sieg, angetrieben von der "Gelben Wand", die in der Champions League erstmals in vollster Stehplatz-Pracht erstrahlen durfte (die UEFA erlaubt in dieser Europapokal-Saison wieder den Verkauf von Stehplatz-Tickets in Deutschland, Frankreich und England) geriet nie wirklich in Gefahr – eher betrieb der BVB Chancenwucher. Bellingham machte mit seinem Treffer zum 3:0 (83.) nach erneuter Vorlage von Reyna schließlich alles klar. Der Kopenhagener Ehrentreffer durch Rasmus Falk (89.) zählte nach VAR-Eingriff wegen Abseits nicht.

Während auf dem Platz in Dortmund also viel richtig lief, kam es außerhalb zu kleineren Zwischenfällen. Die BVB-Profis wurden bei der Platzbegehung mit Leuchtraketen beschossen, von denen keine traf. Zudem wurden im Bereich des Gästeblocks Leuchtfackeln geworfen. Nach der Pause wurde in den Fankurven beider Teams Pyrotechnik gezündet.

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