12. März 2017 / 20:20 Uhr

Top-Laufleistung, keine Angst: Dieser VfL macht Hoffnung

Top-Laufleistung, keine Angst: Dieser VfL macht Hoffnung

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das Tor, das aus dem Keller führt: VfL-Torjäger Mario Gomez hat sich beim Tor des Tages einen Moment Zeit gelassen, mit rechts gestoppt, dann im Fallen mit links abgezogen – Leipzigs Keeper Peter Gulacsi ist  chancenlos.
Das Tor, das aus dem Keller führt: VfL-Torjäger Mario Gomez hat sich beim Tor des Tages einen Moment Zeit gelassen, mit rechts gestoppt, dann im Fallen mit links abgezogen – Leipzigs Keeper Peter Gulacsi ist chancenlos. © imago
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Ohne Angst wollte Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg in das Duell mit RB Leipzig gehen. Wunsch und Wirklichkeit - sie stimmten endlich überein. Das 1:0 gibt Selbstvertrauen und Hoffnung im Abstiegskampf. Die Punkte waren enorm wichtig. Denn im Keller punkteten alle - ebenso überraschend wie der VfL auch der HSV dreifach.

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„Wir hatten einen guten Plan und wussten bis ins Detail, wie Leipzig spielen wird“, erklärte Siegtorschütze Mario Gomez. Und VfL-Coach Andries Jonker resümierte: „Wir haben versucht, viel Druck zu machen und wollten Naby Keita und Emil Forsberg nicht zwischen die Linien kommen lassen, das haben wir gut gemacht.“

Vorn übte der VfL Druck bei Leipziger Ballbesitz aus, die Gastgeber kamen nicht ins Spiel. Und wenn die Wolfsburger den Ball hatten, dann agierten sie schnell und geschickt, so dass das berüchtigte Leipziger Pressing nie stattfand. So hatten die Gastgeber streckenweise viel Ballbesitz. Was keine Gewähr für Gefahr ist. Im Gegenteil. Sie wurden vom VfL mehrfach ausgekontert. Einer dieser Angriffe führte prompt auch zum Tor.

In der zweiten Halbzeit geriet der VfL nie in große Not. Wer Angst habe, könne zu Hause bleiben, hatte Jonker im Vorfeld gesagt. Er hatte keine Angsthasen dabei. Eher war der eine oder andere auffällig souverän. Luiz Gustavo spielte auf zwei Positionen im Laufe der Partie, trotz Gelb-Rot-Gefahr blieb er ganz cool. Robin Knoche, letzter gelernter Innenverteidiger im Aufgebot, war abgeklärt. Der junge Riechedly Bazoer machte in seinem dritten Einsatz für den VfL defensiv ein feines Spiel.

Vieles, was oft gefehlt hatte (Laufbereitschaft, Unterstützung, Direktspiel), war endlich da. Die Wolfsburger Formkurve zeigt nach oben, unter Jonker gab es ein 1:1 in Mainz und nun das 1:0 in Leipzig. „Das ist kein Zufall“, versicherte Gomez. „Werder Bremen hat vor zwei Wochen durch Zufall bei uns gewonnen, wir in Leipzig aber nicht. Wir haben die ganze Woche genau das trainiert, was wir gespielt haben, deswegen freut mich der Sieg ungemein.“ Speziell die Art und Weise des Erfolgs ließ Gomez schwärmen: „Wir glauben wieder daran, dass wir die Dinge lösen können, wie wir sie bei RB gelöst haben, und nicht nur die Bälle blind nach vorne schlagen müssen. Wir haben nicht nur gekämpft. Es war der Wahnsinn, wie wir uns aus dem Leipziger Pressing, das sie super beherrschen, mit scharfen Pässen durchs Zentrum befreit haben.“ Er fügte hinzu: „Das haben wir so noch nie gemacht in dieser Saison. Es ist ein Verdienst unseres Trainers und eine seiner ganz großen Qualitäten, dass er beharrlich arbeitet, bis die Dinge so laufen, wie er sich das vorstellt.“

Auch VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe war erfreut darüber, wie selbstbewusst seine Mannschaft auftrat: „Es war eine beeindruckende Vorstellung. Wir haben unsere Qualitäten ausgespielt, die wir ohne Frage haben.“ Wie sehr sich die VfL-Profis reinhängten, wird beim Blick auf die Laufdistanz deutlich: 122,6 Kilometer laut der Statistik-Experten von opta - die beste VfL-Leistung seit Beginn der Erfassung durch dieses Unternehmen.

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