26. April 2022 / 08:34 Uhr

"Gegen die Wand gefahren": Ex-Schiri Gräfe attackiert DFB nach Fehlentscheidungen in der Bundesliga

"Gegen die Wand gefahren": Ex-Schiri Gräfe attackiert DFB nach Fehlentscheidungen in der Bundesliga

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Manuel Gräfe hat den DFB scharf kritisiert.
Manuel Gräfe hat den DFB scharf kritisiert. © IMAGO/Martin Hoffmann (Montage)
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Die umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen am vergangenen Bundesliga-Wochenende haben den ehemaligen Top-Referee Manuel Gräfe zu deutlicher Kritik veranlasst. Zentrum der deutlichen Worte des 48-Jährigen sind die Versäumnisse des DFB in der Entwicklung der Unparteiischen. 

Nach den höchst umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen am Bundesliga-Wochenende hat der frühere Top-Referee Manuel Gräfe den Deutschen Fußball-Bund scharf angegriffen. "Es wird Zeit, nachdem der DFB die Schiedsrichterei strukturell und personell zwölf Jahre gegen die Wand gefahren hat, die Verantwortungsfrage zu stellen", schrieb Gräfe in einem Gast-Kommentar bei der Bild und ergänzte: "Wenn es in einem Verein oder in einer Firma über Jahre nicht funktioniert, wird auch irgendwann zu Recht die Managementebene zur Verantwortung gezogen."

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Am Samstag hatte es erneut große Kritik an der Rolle des Video-Assistenten in der Bundesliga gegeben. Beim Topspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund (3:1) griff der VAR nach einem elfmeterwürdigen Foul von Benjamin Pavard gegen BVB-Profi Jude Bellingham nicht ein. Beim 2:1-Sieg des 1. FC Union bei RB Leipzig meldete indes der VAR einen Tritt von von Leipzigs Nordi Mukiele gegen den Berliner Niko Gießelmann, der Schiedsrichter revidierte seine Entscheidung aber nicht.

Es seien einfach zu viele und zum Teil klare Fehlentscheidungen, so Gräfe, der betonte: "Da sind wir wieder beim Leistungsprinzip, das seit Langem bei der DFB-Schiedsrichterführung leider hinten ansteht. Früher bei den Bossen Fandel und Krug, heute bei Fröhlich, Meyer und Drees." Gräfe, der im Sommer 2021 seine Karriere wegen der Altersbeschränkung beenden musste und deswegen mit dem DFB im Clinch lag, fordert einen "Neustart ohne diese politischen Einflüsse". Der 48-jährige Berliner schlägt die Verpflichtung des früheren Schweizer Schiedsrichters Urs Meier vor, der "unabhängig und leistungsorientiert" agieren könne.