15. September 2020 / 12:05 Uhr

Tor-Comeback nach 222 Tagen: Marco Reus begeistert BVB-Kollegen – "Sehr wichtig für uns"

Tor-Comeback nach 222 Tagen: Marco Reus begeistert BVB-Kollegen – "Sehr wichtig für uns"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Comeback von Marco Reus, der nur Sekunden nach seiner Einwechslung im Pokal traf, freute nicht nur seinen BVB-Teamkollegen Jadon Sancho.
Das Comeback von Marco Reus, der nur Sekunden nach seiner Einwechslung im Pokal traf, freute nicht nur seinen BVB-Teamkollegen Jadon Sancho. © Getty
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Marco Reus ist nach langer Verletzungspause zurück - und sorgt bei Borussia Dortmund für gute Stimmung. Teamkollege Emre Can schwärmt von den Qualitäten des BVB-Kapitäns - und den jungen Offensivstars der Dortmunder.

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Emre Can hat beim FC Bayern mit Arjen Robben oder Franck Ribéry zusammengespielt. Beim FC Liverpool mit einem magischen Offensiv-Dreieck, das Jürgen Klopp den Champions-League-Titel bescherte. Und bei Juventus Turin zuletzt sogar mit Megastar Cristiano Ronaldo. Doch wenn der Nationalspieler über seine jungen Offensiv-Kollegen von Borussia Dortmund redet, glänzen seine Augen. „Es ist geil, was wir für Kicker haben“, sagte er nach dem 5:0 (3:0) im Erstrunden-Spiel des DFB-Pokals beim Drittligisten MSV Duisburg.

Can dachte da an Jungspunde wie Jadon Sancho, Erling Haaland (beide 20) oder Giovanni Reyna (18). Und vor allem an Jude Bellingham (17), der ein überragendes Debüt gegeben hatte und zum zweiten Mal in einer Woche Rekorde aufgestellt hat. Nachdem er in der Vorwoche zu Englands jüngstem U21-Torschützen geworden war, ist er seit Montag Dortmunds jüngster Schütze eines Pflichtspiel-Tores.

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Und Can dachte natürlich auch an seinen Kapitän Marco Reus, mit dem er beim BVB kurioserweise noch nie gemeinsam auf dem Platz gestanden hatte. Bei Cans Debüt für den BVB war er am 4. Februar für den verletzten Reus eingewechselt worden, der fortan ausfiel. Und am Montag wahrlich wie Phönix aus der Asche zurückkehrte. Mit einem Treffer drei Sekunden nach der Spielfortsetzung nach seiner Einwechslung. „Er hat lange gewartet, um zu spielen. Aber nicht lange gewartet, um ein Tor zu machen“, sagte der starke Thorgan Hazard.

„Ich habe schon im Training gesehen, dass er sehr, sehr stark ist“, erklärte Can: „Es freut mich unheimlich, dass ich nun das erste Mal mit ihm auf dem Platz gestanden habe. Er ist enorm wichtig für uns. Ich hoffe, dass er dieses Jahr gesund bleibt und viele Tore schießt.“

Favre von Bellingham beeindruckt: "Aber er ist erst 17"

Einen Leitwolf wie Reus braucht die junge Offensive, will der BVB den Triple-Bayern in dieser Saison ein halbwegs ebenbürtiger Gegner sein. Doch das Potenzial der jungen Wilden ist ebenso beeindruckend wie die Selbstverständlichkeit, mit der sie sich einfügen. Und ihr Teamgeist. „Es sind überragende Fußballer, aber sie haben auch nach hinten gearbeitet“, lobte Can. Sie taten das so eifrig, dass Mentalitäts-Spieler wie Can (26), Mats Hummels oder Reus (beide 31) gerne auch für die jungen Zauberer mitarbeiten.

Als Reus am Montag nach 222 Tagen wieder den Platz in einem Pflichtspiel betrat, hatten seine Kollegen das Spiel auch schon längst entschieden. Sancho hatte einen Handelfmeter verwandelt (14.), Hazard einen Freistoß nach Notbremse an Haaland und Rot für Dominic Volkmer (38.), Axel Witsel einen Freistoß von Reyna ins Tor verlängert (50.). Auch Bellingham hatte gleich getroffen (30.).

Bei Instagram postete der Teenager um Mitternacht Bild und Bild. Beim Torschuss, beim Torjubel und so weiter. Allerdings musste der Engländer zur Pause für eine jugendliche Unbeherrschtheit büßen und wurde ausgewechselt. „Natürlich“ habe er ihn wegen dessen Gelber Karte wegen Ballwegschlagens vom Feld genommen, sagte Trainer Lucien Favre. Scheinbar fast schon entrüstet darüber, dass jemand überhaupt eine andere Begründung erwogen haben könnte. „Ich wollte nicht, dass er eine zweite Gelbe Karte sieht“, sagte Favre. Dann schwärmte er von seinem nächsten Ausnahmetalent, das „eine gute Beschleunigung“ habe, „aber auch defensiv sehr gut“ sei. Um sich selbst dann einzubremsen: „Aber er ist erst 17.“