01. März 2021 / 23:22 Uhr

"Einfach das Ding ins Tor geknallt": Derby-Held Kyereh erklärt seinen Siegtreffer gegen den HSV

"Einfach das Ding ins Tor geknallt": Derby-Held Kyereh erklärt seinen Siegtreffer gegen den HSV

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Daniel-Kofi Kyereh trifft zum 1:0-Sieg gegen den HSV und jubelt artistisch.
Daniel-Kofi Kyereh trifft zum 1:0-Sieg gegen den HSV und jubelt artistisch. © dpa
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Ein spätes Tor von Daniel-Kofi Kyereh hat das Stadtderby am Montag zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV entschieden. Der Schütze des Siegtreffers beschrieb den Moment des Glücks im Nachgang aus seiner Sicht.

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Es läuft die 88. Spielminute im Stadtderby zwischen St. Pauli und dem Hamburger SV. St. Pauli startet noch einmal einen Angriff. Über mehrere Stationen kommt der Ball im HSV-Sechzehner zu Daniel-Kofi Kyereh, der Gäste-Keeper Sven Ulreich mit einem satten Schuss überwindet - der Siegtreffer im 98. Derby. Der Offensivmann der Kiezkicker war nach dem Schlusspfiff entsprechend glücklich. "Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Ich kann es selber noch nicht ganz fassen", erklärte Derby-Held Kyereh am Sky-Mikrofon seine Gemütslage und schloss das Team in sein Resumee mit ein. "Ich bin einfach überglücklich, das haben wir uns alle hundertprozentig verdient. Wir haben uns über das ganze Spiel in jeden Zweikampf geschmissen."

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Mit seinem Treffer hatte der 24-Jährige enormen Anteil am Sieg gegen den Stadtrivalen und dem inzwischen fünften Sieg des FC St. Pauli in Folge. Den spielentscheidenden Moment fasste er nach Spielschluss aus seiner Sicht zusammen. Ausgangspunkt war Dauerläufer Rodrigo Zalazar, der den Ball nach außen in den Strafraum chippte, von wo aus Luca-Milan Zander auf den Torschützen ablegte. "Es war ein überragendes Dribbling von Rodrigo, ein genauso überragender Pass auf Luca", beschrieb Kyereh das Zusammenspiel seiner Teamkollegen. Er selbst habe "dann gar nicht mehr groß nachgedacht, sondern einfach das Ding ins Tor geknallt und fertig."

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Am Ende reichte der Kyereh-Schuss ins Glück zum Sieg gegen den HSV, der sich kurz vor Schluss durch eine Rote Karte für Tim Leibold noch selbst dezimierte und nach vier sieglosen Spielen auf Platz vier zurückfiel. Für St. Pauli bedeutet der erneute Dreier dagegen die Fortsetzung einer starken Serie. In der Rückrunde sind die Schützlinge von Timo Schultz bei nur einer Niederlage das bislang erfolgreichste Team. Abseits des Sportlichen sah der St.-Pauli-Coach aber auch die Bedeutung des Prestige-Erfolgs für das gesamte Umfeld. "Es bedeutet für jeden St. Pauli-Fan, dass er mit einem breiten Grinsen zur Arbeit geht", so Schultz.

Dem Gegner bescheinigte der Trainer des Siegers trotz der erneuten Enttäuschung eine gute Leistung. "Es gilt, gute Gewinner zu sein und die Leistung des HSV zu respektieren. Es war ein schwerer Brocken heute", gab der 43-Jährige zu, fügte aber an. "Genauso stellt man sich ein Derby vor. Wir sind der glückliche aber verdiente Sieger." Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Der Abstiegssorgen haben sich die Hamburger nun weitestgehend entledigt. Durch den Dreier klafft bereits eine Zehn-Punkte-Lücke zwischen St. Pauli und dem SV Sandhausen auf Relegationsplatz 16.