03. Dezember 2021 / 20:53 Uhr

Tor-Spektakel am Main: Turbine Potsdam punktet bei Eintracht Frankfurt (mit Galerie)

Tor-Spektakel am Main: Turbine Potsdam punktet bei Eintracht Frankfurt (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Goldenes Händchen: Dina Orschmann (l.) traf kurz nach ihrer Einwechselung zum Punktgewinn für Turbine Potsdam.
Goldenes Händchen: Dina Orschmann (l.) traf kurz nach ihrer Einwechselung zum Punktgewinn für Turbine Potsdam. © Saskia Nafe
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Frauen-Bundesliga: Ein Blitzstart nach 16 Minuten, eine ebenso schnelle Antwort, dann die Frankfurter Führung und der Potsdamer Ausgleich - die Anfangsphase im Freitagabendspiel war spektakulär. Am Ende trennen sich Frankfurt und Potsdam leistungsgerecht 3:3 (3:2).

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat im Kampf um eine Top-Platzierung in der Frauenfußball-Bundesliga einen Punkt im Klassiker bei Eintracht Frankfurt (2.) erkämpft. Die Brandenburgerinnen spielten am Freitagabend im Stadion am Brentanobad nach einer spektakulären Anfangsphase noch leistungsgerecht 3:3 (2:3) und bleiben Fünfte.

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Das Duell der langjährigen Rivalen werde in der Defensive gewonnen, hatte Turbine-Trainer Sofian Chahed vor dem Anpfiff gemutmaßt. Doch ausgerechnet beide Abwehrreihen hatten zu Beginn mächtig Probleme. Potsdam legte einen Blitzstart hin: Melissa Kössler überrannte auf der rechten Außenbahn Siri Worm und nach ihrem Solo nagelte die Potsdamerin den Ball ins kurze Eck - gerade 16 Sekunden waren da gespielt. Blitzschnell ging es weier: Ex-Turbine Lara Prasnikar glich nur 110 Sekunden später aus, nachdem sie von Nicola Anyomi, die ebenso einen Sprint über Rechtsaußen hingelegt hatte, mustergültig bedient wurde. Und wiederum nur kurz danach patzte Potsdams erfahrene Kapitänin Isabel Kerschowski. Nicole Anyomi bedankte sich, schob eiskalt an Vanessa Fischer vorbei, die erneut für die weiter erkrankte Anna Wellmann das Turbine-Tor hütete, und stellte die Partie nach zehn Minuten auf den Kopf.

Turbine Potsdams 3:3 bei Eintracht Frankfurt in Bildern.

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat im Kampf um eine Top-Platzierung in der Frauenfußball-Bundesliga einen Punkt im Klassiker bei Eintracht Frankfurt (2.) erkämpft. Die Brandenburgerinnen spielten am Freitagabend im Stadion am Brentanobad nach einer spektakulären Anfangsphase noch leistungsgerecht 3:3 (2:3) und bleiben Fünfte. Zur Galerie
Der 1. FFC Turbine Potsdam hat im Kampf um eine Top-Platzierung in der Frauenfußball-Bundesliga einen Punkt im Klassiker bei Eintracht Frankfurt (2.) erkämpft. Die Brandenburgerinnen spielten am Freitagabend im Stadion am Brentanobad nach einer spektakulären Anfangsphase noch leistungsgerecht 3:3 (2:3) und bleiben Fünfte. © Saskia Nafe

Diesmal waren es die Gäste, die eine Antwort parat hatten: Eine butterweiche Kerschowski-Flanke nickte Selina Cerci zum 2:2 ins Frankfurter Tor (16. Minute). Was für eine Startphase! "Mir fehlen noch die Worte", musste auch Frankfurts Nicole Anyomi nach dem Abpfiff im Interview bei MagentaSport gestehen. Ihre Eintracht legte nochmal vor: Nach einer knappen halben Stunde war Turbine-Torfrau Vanessa Fischer bei Barbara Dunsts Schlenzer erneut machtlos, weil Malgorzata Mesjasz den Ball entgegen ihrer Laufrichtung unhaltbar abfälschte.


Gelb-Rot für Karen Holmgaard

Die Eintracht-Frauen waren dann zunächst das aktivere Team, verpassten aber trotz guter Chancen die Entscheidung. "Wir müssen irgendwie das 4:2 machen, dann ist das Spiel durch", sagte Anyomi. So aber blieb Turbine im Spiel und riskierte in der Schlussphase immer mehr. Und als die Frankfurterinnen nach einem weiten Einwurf den Ball nicht raus bekamen, zog die eingewechselte Dina Orschmann volley zum 3:3 ab (86.). "Wir waren fast dran, das Spiel noch zu drehen", ärgerte sich Potsdams Top-Torschützin Selina Cerci, für die das 3:3 schließlich "in Ordnung" war. In Unterzahl – nach Gelb-Rot für Karen Holmgaard (87.) – gelang Turbine trotz weiterer Chancen, unter anderem durch die eingewechselte Gina Chmielinski, nicht mehr der Siegtreffer.

Turbine Potsdam: Fischer - Kerschowski (74. Barth), Sissoko, Mesjasz, Gerhardt - Plattner (60. Höbinger), Weidauer, K. Holmgaard, Ehegötz (82. Chmielinski) - Kössler (82. Orschmann), Cerci.