25. Januar 2022 / 18:41 Uhr

Torabschluss statt Trainingslager: So bereitet sich Wolfsburg aufs "Endspiel" gegen Fürth vor

Torabschluss statt Trainingslager: So bereitet sich Wolfsburg aufs "Endspiel" gegen Fürth vor

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
VfL-Center statt Süden Europas: Die Wolfsburger bereiten sich in der Länderspielpause auf Greuther Fürth vor, Luca Waldschmidt (r.) ist wieder fit.
VfL-Center statt Süden Europas: Die Wolfsburger bereiten sich in der Länderspielpause auf Greuther Fürth vor, Luca Waldschmidt (r.) ist wieder fit. © imago images/regios24
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Aus dem geplanten Trainingslager wurde nichts, jetzt bereitet sich der VfL Wolfsburg ab Mittwoch in der Heimat auf das wichtige Spiel gegen Fürth vor.

Weil in Verbänden außerhalb Europas WM-Quali-Spiele anstehen, macht die Bundesliga am kommenden Wochenende Pause. Zeit für den VfL Wolfsburg, sich intensiv auf die wichtige Partie am Sonntag danach gegen Greuther Fürth vorzubereiten. Dass aus dem angedachten Trainingslager im Süden Europas wegen Corona nichts wird, ist für Manager Jörg Schmadtke durchaus bedauerlich.

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Statt in den Flieger geht es für die Profis nun am Mittwoch aufs VfL-Gelände - am Vormittag in den Kraftraum, am Nachmittag auf den Platz. "Der große Unterschied ist, dass man im Trainingslager rauskommt aus dem Alltagstrott und 24 Stunden miteinander verbunden ist", so Schmadtke. Das fällt nun weg, alles, was in den Bereich "Teambuilding" gehören könnte, muss nun gegebenenfalls vor Ort stattfinden - unter Verzicht auf das spezielle Trainingslager-Feeling, das gerade in sportlichen Krisen durchaus hilfreich sein kann. "Dieses Gefühl", räumt Schmadtke ein, "bekommen wir nun nicht erzeugt.“

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Also heißt das Motto: Das beste draus machen. Schmadtke: "Wir fahren die Intensität hoch. Viel mehr kann man nicht tun." Zumal es trotz der Liga-Pause eigentlich der falsche Zeitpunkt für Grundlagen-Training und Arbeit an der Fitness ist. Und ob Ausdauer und Laufleistung zu den zentralen Problemen gehört, ist ohnehin fraglich. Denn der VfL ist zwar das Bundesliga-Team mit den wenigsten Lauf-Kilometern in dieser Saison (2225,37), liegt aber nach Punkten gleichauf mit Arminia Bielefeld, der laufstärksten Mannschaft der Liga (2402,92).

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Aber: Die Zweikampfwerte des VfL sind in den zweiten Halbzeiten der Spiele regelmäßig schlechter als in den ersten Durchgängen. Und: Erst zweimal haben die Wolfsburger in der Schlussviertelstunde einen Treffer erzielt - das ist Tiefstwert in der Liga, der sich allerdings zum Teil auch dadurch erklärt, dass die Wolfsburger insgesamt erschreckend wenig Tore erzielen. Schmadtke: "Die Meinung, dass wir nicht fit seien, teile ich nicht. Da sprechen die letzten zehn Minuten gegen Hertha dagegen, in denen wir noch einmal aufs Gaspedal getreten haben.“

Gas geben kann wie erwartet auch Luca Waldschmidt, der am Sonntag in Leipzig angeschlagen raus musste, sich dabei aber lediglich eine Prellung zugezogen hat, wie der Verein am Dienstag mitteilte. Mit ihm und den anderen Offensivspielern wird nun auch im Torabschluss gearbeitet, wie Trainer Florian Kohfeldt bereits nach der Partie in Leipzig erklärt hatte. Die Rückendeckung, die der Coach weiterhin beim Manager und Sportdirektor Marcel Schäfer genießt, soll sich jetzt auch in der täglichen Arbeit zeigen. „Ich bin jeden Tag mit ihm im Dialog", sagt Schmadtke - und fügt schmunzelnd hinzu: "Jetzt könnten Spötter sagen, dass das vielleicht nicht hilfreich ist..." Aber: "Man kann in den Gesprächen mit der Mannschaft das eine oder andere Thema anders verteilen. Aber am Ende sind Hilfestellungen endlich, weil die Dinge auf dem Platz entschieden werden müssen. Und zwar nicht montags bis donnerstags oder freitags, sondern in der Regel am Wochenende."

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