17. September 2021 / 15:25 Uhr

Torben Brandt wünscht sich Erfolgserlebnis "für mein motiviertes Team"

Torben Brandt wünscht sich Erfolgserlebnis "für mein motiviertes Team"

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Struckmeier
Bjarne-Niels Struckmeier (rechts) steht dem VfL Bückeburg wieder zur Verfügung. Julian Lattwesen will mit seinem MTV Rehren A/R zurück an die Tabellenspitze. © Uwe Kläfker
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Landes- und Bezirksliga kompakt: VfL Bückeburg erwartet erstarkten 1. FC Wunstorf / VfR Evesen gegen spielstarken Tabellenführer aus Pattensen gefordert / VfL Bückeburg II erwartet am Freitag den VfL Münchehagen.

LANDKREIS. Die Lage bei den heimischen Landesliga-Vertretern ist schon mal besser gewesen. Der VfL Bückeburg ist Tabellenletzter und wurde durch einen Spieleraufstand substanziell geschwächt. „Wir haben nicht mehr viel personelle Alternativen“, bestätigt Trainer Torben Brandt. Der personell ausgedünnte VfR Evesen ist ebenfalls meilenweit von seiner Position der Vorsaison entfernt, als er das beste Landesliga-Team überhaupt stellte. In der Fußball-Bezirksliga geht es in dieser Saison extrem eng zu, nicht nur in der gestauchten Tabelle, sondern auch in den Spielen.

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Landesliga: VfL Bückeburg – 1. FC Wunstorf (Sa., 16 Uhr):

Die Lage beim VfL Bückeburg ist schwierig, die Ergebnisse sind schlecht, die Tabellensituation als Schlusslicht darf als brenzlig bezeichnet werden. Wahrscheinlich wird es die Abstiegsrunde. „Dafür brauchen wir Spieler, die sich voll mit dem VfL Bückeburg identifizieren“, kündigt Trainer Torben Brandt mit einem letzten Blick auf die verloren gegangenen Rebellen an. Auch Niko Werner identifiziert sich voll mit dem VfL. Er hat sich gemeldet und angekündigt, helfen zu wollen – in welcher Funktion auch immer. Die VfL-Ikone ist fit, trainiert für Triathlon-Wettbewerbe. Am Sonnabend (16 Uhr) ist der Tabellenvierte 1. FC Wunstorf im Jahnstadion zu Gast. „Die haben sich gefangen, die sind gefestigt“, weiß Brandt, der Alex Wagener gemeinsam mit Rückkehrer Alexander Bremer stürmen lassen will. Auch Bjarne-Niels Struckmeier steht wieder zur Verfügung, genauso wie Tobias Versick und Nico Schneckener, die beide allerdings wohl nur für einen Teilzeiteinsatz infrage kommen. Julian Steierberg ist gelb-rot-gesperrt. „Für meine voll motivierte Mannschaft wünsche ich mir ein Erfolgserlebnis““, sagt Brandt.

VfR Evesen – TSV Pattensen (So., 15 Uhr):

Der Eveser Fußballchef Jürgen Bolte lieferte am vergangenen Sonntag eine perfekte Analyse der aktuellen sportlichen Situation beim VfR. Der existierenden Mannschaft sei eigentlich kein Vorwurf zu machen, meinte er. Sie würde kämpfen, sie würde sich engagieren. Ihr sei aber die Leichtigkeit der zurückliegenden Saison abhandengekommen. Was damals als Tabellenführer und Überraschungsteam klappte, stellt sich jetzt mühseliger und aufwendiger dar. „Was wir brauchen, sind weniger personelle Ausfälle und mehr Alternativen“, erklärt Trainer Heiko Thürnau. Sonst stelle sich erst mal keine Besserung ein. Ausgerechnet in dieser heiklen Situation hat der Drittletzte VfR Evesen am Sonntag ab 15 Uhr auch noch den starken TSV Pattensen zu Gast, die vielleicht einzige Mannschaft, die fußballerisch deutlich herausragt. Der Tabellenführer gewann zuletzt mit 4:2 gegen die SpVgg Bad Pyrmont. Beim VfR wird Louis Elsner nach seinem Urlaub wieder zur Mannschaft stoßen.

Ohne Leon Großkelwing haben wir auch keine Alternative

Bezirksliga: VfL Bückeburg II – VfL Münchehagen (Fr., 19.30 Uhr):

Die Zweite des VfL Bückeburg ist früh dran. Bereits heute ab 19.30 Uhr spielt sie gegen den Tabellenletzten VfL Münchehagen. „Wir wollen den nächsten Schritt machen“, sagt Coach Steffen Potthast, der bestätigte, dass es beim 3:3 gegen den SC Rinteln Schwächen in seiner Abwehr gegeben habe. „Wir hatten eine extrem junge Mannschaft auf dem Platz“, erklärt er die bisweilen mangelnde Konsequenz in der Defensive. Zudem hätten Spieler wie Maurice Matz oder Nico Landfester zuvor in der Ersten gespielt. Leidenschaft und Bereitschaft habe er bei seiner Mannschaft aber wahrgenommen. Im Tor der VfL-Reserve wird weiterhin Jugendtorwart Oliver Kreft spielen, der seine Sache gut macht. „Ohne Leon Großkelwing haben wir auch keine Alternative“, so Potthast.

MTV Rehren A/R – SC Rinteln (So., 15 Uhr):

„Mit dem SC Rinteln haben wir noch eine Rechnung offen“, erinnert sich Raphael Idel, Trainer des MTV Rehren A/R. Die Weserstädter stoppten in der vergangenen Saison den Höhenflug des damaligen Spitzenreiters. Die Rehrener wirken zwar erneut spielstark, brachten zuletzt aber keine Ergebnisse zustande. „Es muss in die Köpfe, wie wir zu spielen haben und wie die Automatismen funktionieren“, sagt Idel, der personell weiterhin keinerlei Probleme hat. Das sieht beim SCR mit seiner ellenlangen Ausfallliste ganz anders aus. „Es wird ein schweres Auswärtsspiel“, sagt Trainer Uwe Oberländer. Der MTV Rehren A/R sei ähnlich stark wie im Vorjahr. Seine Mannschaft habe in Bückeburg den Sieg leider verpasst. Oberländer war anschließend stocksauer, sprach von Arroganz und Überheblichkeit. „Wir brauchen aber mal einen Auswärtserfolg“, fordert er.


Spiele in Algesdorf sind immer unangenehm

TSV Algesdorf – TuS SW Enzen (So., 15 Uhr):

So schnell geht das. Mit seinen fünf Punkten liegt die Aufstiegsrunde für den TSV Algesdorf schon wieder in Reichweite, obwohl Timo Nottebrocks Liste der Ausfälle immer länger wird. „Uns fehlen gegen Enzen acht Spieler“, berichtet er. Aber man wolle an den Erfolg in Rehren anknüpfen, und die Leidenschaft, die er dort gesehen habe, lasse vermuten, dass das trotz der Lücken auch klappe. Der Erfolg beim Nachbarn habe seiner Mannschaft gut getan. „Derbysiege sind immer die schönsten“, so Nottebrock.Sein Kollege Fabian Stapel vom TuS SW Enzen bringt noch einen anderen Aspekt zur Sprache. „Spiele in Algesdorf sind immer unangenehm“, weiß er. Der TSV spiele zudem mittlerweile einen guten Ball. Wahrscheinlich werde die Tagesform entscheiden. Beim TuS SW Enzen fehlt derzeit nur Renke Mücke wegen einer Fortbildung. Ansonsten ist Stapels Kader wieder komplett.