14. Dezember 2020 / 18:16 Uhr

Tore für einen neuen Vertrag? Wolfsburgs Jakabfi so treffsicher wie noch nie!

Tore für einen neuen Vertrag? Wolfsburgs Jakabfi so treffsicher wie noch nie!

Andreas Pahlmann und Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Seit 2009 beim VfL Wolfsburg: Zsanett Jakabfi.
Seit 2009 beim VfL Wolfsburg: Zsanett Jakabfi. © Roland Hermstein
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Viele Offensivkräfte fielen und fallen aus - aber der VfL Wolfsburg hat ja noch Zsanett Jakabfi. Die Ungarin, deren Vertrag am Saisonende ausläuft, ist so treffsicher wie noch nie.

Die Hinserie in der Bundesliga ist beendet, die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg gewannen ihr Hinrundenfinale am Sonntag mit 5:1 bei Aufsteiger Werder Bremen und stehen nach neun Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage in elf Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz (28 Punkte) hinter Spitzenreiter FC Bayern (33 Zähler). Weichenstellerin in Bremen war für den VfL Zsanett Jakabfi, die ihre starke erste Saisonhälfte mit den beiden wichtigen Treffern zum 1:0 und 2:0 krönte.

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Für die Ungarin waren es bereits wettbewerbsübergreifend Saisontor Nummer 13 und 14. Im Wolfsburger-Kader ist sie damit die Top-Torschützin - und hatte so Riesen-Anteil daran, dass der VfL trotz der Ausfälle von Alexandra Popp, Ewa Pajor, Pauline Bremer und zwischenzeitlich auch Fridolina Rolfö vorn gefährlich blieb. Jakabfis Vertrag läuft am Saisonende aus - hat sie sich mit ihren Toren für eine Verlängerung empfohlen? "Das muss sie nicht", sagt Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen, über die 30-Jährige, die seit elf Jahren für Wolfsburg spielt und damit eine der dienstältesten VfLerinnen ist. "Sie gehört zum VfL, wir wissen, dass sie ist eine super Teamplayerin ist." Eine Vertragsverlängering müsse aber "für alle Seiten sinnvoll sein, darum werden wir uns Anfang des nächsten Jahres zusammensetzen und das besprechen."

Neben Jakabfi haben auch Lena Goeßling, Lara Dickenmann, Fridolina Rolfö, Ingrid Engen, Anna Blässe und Friederike Abt einen auslaufenden Vertrag, nicht alle werden beim VfL bleiben. Dazu kommt ab Sommer 2021 mit Tommy Stroot ein neuer Trainer. "Der Umbruch, der ja im vergangenen Sommer mit Abgängen von Pernille Harder oder Sara Gunnarsdottir schon begonnen hat, wird weitergehen", so Kellermann, der zuletzt mit Neuverpflichtungen den Kader verjüngt hat.

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Zumindest den Zahlen nach ist Jakabfi, die zu Saisonbeginn nicht unbedingt als Stammspielerin eingeplant war, in der Form ihres Leben. Ihren Saison-Spitzenwert in Sachen Toren hat sie bereits geknackt, ihr bisheriger Höchstwert aus der Spielzeit 2015/2016 lag bei 13 Toren in 31 Partien. Insgesamt traf sie bereits 106 Mal (in 249 Spielen) für den VfL. Dass sie aktuell so weit oben in der Torschützinnenliste steht, sei natürlich „schön und ich freue mich, dass ich meiner Mannschaft etwas zurückgeben und helfen kann.“ Doch der Sieg bei Werder Bremen stehe über allem, so Jakabfi: „Dass wir fünf Tore geschossen haben, ist natürlich super, aber es war lange eng. Bremen war drauf und dran, uns zu überraschen. Wir haben aber immer weitergemacht und am Ende gewonnen.“