07. März 2022 / 14:48 Uhr

Tore, Kuriositäten und Sorgen: Testspiel-Express in Nordsachsen rollt unterschiedlich

Tore, Kuriositäten und Sorgen: Testspiel-Express in Nordsachsen rollt unterschiedlich

Christian Kluge
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Auch in Nordsachsen konnten die Zuschauer wieder einigen Testspielen beiwohnen. © Imago/Schiffmann
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Der FSV Oschatz feierte gegen Torgau einen 6:1 Kantersieg, während sich Blau-Weiß Wermsdorf beim Döbelner SC mit 2:4 geschlagen geben musste. Das Spiel von Wacker Dahlen fiel coronabedingt aus.

Nordsachsen. Insgesamt 13 Tore bekamen die Zuschauer am Wochenende bei den ersten Testspielen der Fußball-Nordsachsenligisten FSV Oschatz und FSV Blau-Weiß Wermsdorf geboten. Ein halbes Dutzend davon erzielten die Oschatzer auf dem heimischen Kunstrasenplatz, als sie Kreisligist FC Elbaue Torgau klar mit 6:1 (2:0) besiegten. „Ich war insgesamt zufrieden“, meinte Chefcoach Steffen Wiesner. „Laufbereitschaft und Einsatzwille haben gestimmt. Wir hätten aber noch mehr Tore machen müssen. Elbaue hat einige Chancen ausgelassen.“

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"Alles ist möglich"

Die Oschatzer legten durch Demba Mbye (2. Minute) und Peter Gärtner (12.) einen 2:0-Blitzstart hin. Der Torreigen ging dann ab der 60. Minute weiter. Johannes Runge (60., 67.), Tom Köhler (75.) und Hadi Rached (82.) trafen für den FSV. Das Ehrentor für die Gäste erzielte Roger Weber zum zwischenzeitlichen 1:3 in der 66. Minute.

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In Sachen Kreispokal-Viertelfinale haben die Oschatzer am Wochenende auch eine Entscheidung getroffen. Das Ersuchen von Gastgeber Concordia Schenkenberg, die Partie auf den 19. März vorzuziehen, wurde abgelehnt. Grund: „Uns hätten an dem Tag zu viele wichtige Spieler gefehlt“, erklärte Steffen Wiesner. Auch Torjäger Runge wäre betroffen gewesen. „Wir haben schon Ehrgeiz und wollen versuchen, ins Halbfinale zu kommen.“

Keine leichte Aufgabe gegen den Spitzenreiter der Nordsachsenliga, aber: „Alles ist möglich“, meinte der Oschatzer Coach, der nun also doch am 19. März zuhause gegen den Nordsachsen-Kreisligisten Mügeln/Ablaß testen lässt. Vorher folgt noch am kommenden Sonntag ab 14 Uhr das Freundschaftsspiel gegen die Landesliga-Reserve von Stahl Riesa.

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"Dann war die Luft einfach raus"

Etwas kurios ging es am Sonntag beim Test der Wermsdorfer beim Döbelner SC zu. Die Gastgeber, die in der Kreisoberliga Muldental/Leipziger Land auf Platz sechs stehen, konnten sich am Ende mit 4:2 (0:1) durchsetzen. Pascal Ziegler (22.) und Pascal Weidner (63.) hatten die Hubertusburger schon mit 2:0 in Führung gebracht, bevor das Spiel in den letzten zehn Minuten kippte.

Los ging es mit einem Elfmeter, den Jonas Dewitz in der 80. Spielminute im Nachsetzen zum 1:2 im Tor vom eingewechselten FSV-Keeper Benjamin Schönitz unterbringen konnte. „Den Elfer konnte man schon geben“, meinte Ralph Horbas, der Wermsdorfer Mannschaftsbetreuer. Er verfolgte für Chefcoach Dierk Kupfer, der am Sonntag noch auf der Rückreise aus dem Urlaub war, die Partie.

Horbas: „Danach haben wir im Vorwärtsgang zweimal den Ball verloren und im Gegenzug zwei Tore kassiert. Und dann war die Luft einfach raus.“ Amidu Dadi erzielte den 2:2-Ausgleich (83.), Steve Oheme die 3:2-Führung (84.) und Dominik Börno den 4:2-Endstand für den Döbelner SC (87.). „Vorher hatten wir aber auch etwas Pech, als Denny Beckedahl einen Freistoß an den Pfosten gezirkelt hat und ein zweiter vom Torwart gehalten wurde. Zum Schluss hat Döbeln einfach etwas gefälliger gespielt.“

Erster Probelauf gegen Mügeln

Eine schlechte Nachricht musste der FSV-Mannschaftsbetreuer seinem Coach aber auch überbringen, denn schon in der 13. Minute musste Mittelfeldspieler Patrick Kupfer mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden. Die Diagnose stand am Montag noch nicht fest. „Wir hoffen alle, dass es nichts ernstes ist“, sagte Horbas. Am kommenden Sonntag ab 14 Uhr treten die Hubertusburger zum nächsten Test gegen ein Team aus dem Muldetal an. Dann geht die Reise nach Grimma zum Hohnstädter SV, der in der dortigen Kreisliga auf Platz vier steht.

Beim FSV Wacker Dahlen läuft es in Sachen Testspiele noch nicht so richtig rund. Die für Sonntag geplante Heimpartie gegen den SV Leipzig-Thekla ist kurzfristig abgesagt worden. „Zu viele neue Corona-Fälle beim Gegner. Leipzig hat schon Freitag deswegen bei uns angerufen, aber wir konnten keinen Ersatz mehr finden für ein Testspiel“, berichtete Wacker-Chefcoach Thomas Patommel.

So wird nun die Partie am kommenden Sonntag gegen den Kreisligisten SV Mügeln/Ablaß der erste Probelauf für die Wacker-Kicker. Anstoß im Dahlener Heidestadion ist dann um 14 Uhr. „Am Wochenende danach testen wir noch gegen Wurzen.“ Und dann erfolgt schon der scharfe Start in die Punktspiele. Am 26. März wartet Nordsachsenliga-Spitzenreiter Concordia Schenkenberg auf die Patommel-Elf. Schon eine Woche zuvor erfolgt der Restart für die Wermsdorfer, die am 19. März ab 15 Uhr gegen den SV Roland Belgern antreten.

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