20. November 2020 / 21:47 Uhr

Tore von Bittner und Görtz, aber Grizzlys Wolfsburg verlieren Nord-Duell

Tore von Bittner und Görtz, aber Grizzlys Wolfsburg verlieren Nord-Duell

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Niederlage: Die Grizzlys Wolfsburg (in Schwarz) mussten sich in einem engen Spiel gegen die Fischtown Pinguins geschlagen geben.
Bremerhaven hatte mehr Spaß: Die Gäste gewannen 3:2 in Wolfsburg (l. Max Görtz, der für die Grizzlys traf). © City-Press / Grizzlys Wolfsburg
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Drittes Spiel, zweite Niederlage für de Grizzlys Wolfsburg im Magentasport-Cup von acht Eishockey-Erstligisten. Gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven gab es ein 2:3 (0:0, 2:2, 0:1).

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Es will nicht laufen für die Grizzlys im Magentasport-Cup. Nach dem 7:0 gegen eine dezimierte DEG gab es am Freitag die zweite Niederlage in Folge. Die zweimalige Führung durch Max Görtz und Dominik Bittner gegen Bremerhaven reichte nicht.

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Bei den Grizzlys war Spencer Machacek (hatte in Krefeld wegen Baby-Alarm gefehlt) wieder dabei, Coach Pat Cortina hatte damit wieder vier Sturmreihen zur Verfügung - und tauschte im Vergleich zu den ersten beiden Partien auf den Außenstürmer-Positionen. So durfte Görtz neben Mathis Olimb ran, mit dem er mal in Schweden gemeinsam gespielt hatte. Jordan Boucher bildete stattdessen eine rein (deutsch)-kanadische Reihe mit Garrett Festerling und Machacek. Im Tor stand Chet Pickard, nachdem in Krefeld Dustin Strahlmeier dran gewesen war.

Grizzlys Wolfsburg - Fischtown Pinguins Bremerhaven

Szenen von der Eishockey-Partie zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Fischtown Pinguins Bremerhaven am 20.11. 2020. Zur Galerie
Szenen von der Eishockey-Partie zwischen den Grizzlys Wolfsburg und den Fischtown Pinguins Bremerhaven am 20.11. 2020. © City-Press GmbH/Grizzlys Wolfsburg

Im Spiel wirkte sich das nicht sonderlich aus, die Grizzlys spielten ähnlich solide wie zuletzt, hatten mehr von der Partie, wurden aber wenig zwingend. Bremerhaven wurde nach elf Minuten gefährlich, Alex Friesen fälschte einen Schuss von Maxime Fortunus an den Pfosten ab, dann zogen die Gastgeber das Tempo an, aber außer einem passablen Schuss von Jan Nijenhuis gab es für Bremerhavens Keeper Tomas Pöpperle wenig Spannendes.

Positiv aus Grizzlys-Sicht: Spät-Verpflichtung Julian Melchiori wirkte stabiler als noch gegen Düsseldorf und in Unterzahl sah es richtig gut aus, da passierte hinten nichts. Und einmal wurde Bremerhaven sogar unter Druck gesetzt.

Fazit nach dem ersten Drittel von Routinier Jeff Likens: "Ein bisschen schlappes Spiel, obwohl die Beine gut bewegt werden. Beide Teams schauen, was der Gegner macht."

Im zweiten Abschnitt gab es erst mal Geschenke: Ziga Jeglic verspielte die Scheibe, Görtz nutzte das zum 1:0. Likens spielte die Scheibe mit fataler Klärung vor dem eigen Tor zu Dominik Uher - 1:1. Die Partie hatte Zug, es gab einige gute Checks und nach Bremerhavens guter Phase war Wolfsburg wieder am Drücker. Boucher und Valentin Busch hätten das 2:1 machen können, Bittner machte es, völlig frei nach Traumpass von Matti Järvinen. In einem insgesamt starken Powerplay verpassten die Grizzlys das 3:1, fingen sich den neuerlichen Ausgleich etwas unglücklich in Unterzahl.

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Wolfsburg hätte die Führung in der Gruppe übernehmen können (Bremerhaven hatte 5 Punkte, die drei anderen Teams je drei), doch die in ihren Top-Formationen gegenüber der Vorsaison kaum veränderten Pinguins gingen in Führung. Früh im Schlussdrittel. Phillip Bruggisser leitete mit einem schwachen Pass in Wolfsburgs Angriffszone den Konter der Gäste ein, Niklas Andersen überlistete Pickard von der Seite ins kurze Eck - 2:3. Nach Super-Pass von Järvinen hätte Toto Rech ausgleichen müssen, scheiterte aber an Pöpperle. Wolfsburg bekam keinen Druck mehr auf den Kessel, versuchte es bereits zwei Minuten vor Schluss mit einem sechsten Feldspieler für Pickard. Das half auch nicht.

Wolfsburgs Busch meinte: "Kleinigkeiten fehlten uns, etwas mehr Zug zum Tor, aber insgesamt war es ein gutes Spiel."

Grizzlys: Pickard – Melchiori, Bittner; Wurm, Likens; Button, Bruggisser; Adam – Busch, Olimb, Görtz; Furchner, Pfohl, Hungerecker; Boucher, Festerling, Machacek; Nijenhuis, Järvinen, Rech.

Bremerhaven: Pöpperle - Fortunus, Dietz; Eminger, Moore; Alber, Krogsgard; Hilbrich - Verlic, Jeglic, Urbas; Andersen, Friesen, Uher; Mauerman, Quirk, Sykora; Reisnecker, Wahl, McMillan.

Zuschauer: ohne. – Strafminuten: 8/8. - Schiedsrichter: Hunnius/Iwert

Tore: 1:0 (20:47) Görtz, 1:1 (24:43) Uher, 2:1 (35:10) Bittner (Järvinen), 2:2 (39:13) Verlic (Urbas - 5:4), 2:3 (40:45) Andersen (Verlic).