24. Oktober 2020 / 15:54 Uhr

Torfestival in Leutzsch: BSG Chemie präsentiert sich bei 5:1 gegen Bischofswerda souverän 

Torfestival in Leutzsch: BSG Chemie präsentiert sich bei 5:1 gegen Bischofswerda souverän 

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
BSGChemie-BischofswerdaerFV_0186_2020_L6A7939
Gleich fünfmal konnte die BSG Chemie jubeln. © Dirk Knofe
Anzeige

Mangelnde Chancenverwertung hatte Coach Miroslav Jagatic moniert. Zwar ließen seine Jungs beim 5:1-Sieg (4:0) gegen Bischofswerda immer noch reichlich Gelegenheiten liegen. Dennoch zeigte sich die BSG Chemie am Samstagnachmittag in überzeugenden Form.

Anzeige

Die Ausgangssituation

Der elfte Spieltag bildet den Auftakt für die nächste englische Woche der Leutzscher. Am Samstag Bischofswerda daheim, am Mittwoch Halberstadt auswärts, am Sonntag in einer Woche kommt der Chemnitzer FC in den Alfred-Kunze-Sportpark. Die BSG Chemie stoppte bekanntlich bereits zu Wochenbeginn den Kartenvorverkauf für das Heimspiel gegen Schiebock aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Infektionszahlen. Lediglich 999 Zuschauer waren zugelassen, der Norddamm blieb geschlossen.

Anzeige

Aufgrund von Coronafällen bzw. Verdachtsfällen fielen in der Regionalliga Nordost am Freitag die Spiele TeBe gegen den BFC Dynamo sowie Altglienicke gegen Hertha II aus. Der einsame Spitzenreiter Viktoria Berlin besiegte Babelsberg mit 3:0.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum 5:1-Sieg der BSG

Es war der Nachmittag der BSG Chemie: Mit einem souveränen 5:1 (4:0) schickt die Jagatic-Elf die Gäste aus Bischofswerda zurück nach Hause. Zur Galerie
Es war der Nachmittag der BSG Chemie: Mit einem souveränen 5:1 (4:0) schickt die Jagatic-Elf die Gäste aus Bischofswerda zurück nach Hause. © Dirk Knofe

Chancenverwertung war ein Thema nach dem 2:0-Sieg der BSG in Auerbach am vergangenen Samstag. Mehr Selbstverständlichkeit vor dem Tor forderte Chemie-Sportdirektor Andy Müller-Papra. BSG-Trainer Miroslav Jagatic gab vor dem Spiel für seine Mannen das Motto "Alles rausholen" aus.

Bischofswerda - nach der coronabedingten Pause erst seit einer Woche wieder im Spielbetrieb - trat vergangenes Wochenende gegen Aufsteiger Luckenwalde an und verlor 0:2. "Kopf hoch und kämpfen" war deshalb ebenso vor dem Spiel auf der Homepage des BFV zu lesen" wie "erwarten den entscheidenden Schritt, um in der Tabelle vorzurücken." Derzeit befindet sich die Elf von Trainer Eric Schmidt auf Tabellenplatz 18 mit sieben Punkten, 11:20 Toren, zwei Siegen, einem Unentschieden und sechs Niederlagen. Die BSG belegt den vierten Platz mit 18 Punkten und einem Torverhältnis von 17:9.

Aufstellungen und Veränderungen

Im Unterschied zum Spiel gegen Auerbach stand Benjamin Schmidt für Björn Nikolajewski in der Startelf der BSG. Nikolajewski wird der Mannschaft in den nächsten anderthalb Wochen aufgrund einer Verletzung an der Leiste fehlen.

Erik Schmidt wechselte auf vier Positionen im Gegensatz zur Luckenwalde Niederlage.

Erste Halbzeit

Die Leutzscher begannen mit guten Chancen. Allen voran Florian Kirstein zeigte sich sehr engagiert. Das erste Tor ließ bis zur 13. Minute auf sich warten, als Burim Halili nach einer Ecke von Surek den Ball im Kasten versenkte. Zwei Minuten später verfehlte Kirstein. Morgan Fassbender brachte die Chemiker mit 2:0 in Führung. Bischofswerda wurde von Stephane Mvibudulu und Kirstein bereits früh unter Druck gesetzt, so dass Benjamin Bellot erst in der 23. Minute erstmals ernsthaft geprüft wurde. Fassbender erhöhte zum 3:0 in der 35. Minute und setzte auch den Schlusspunkt einer torreichen ersten Hälfte. Nach einem Foul an Alexander Bury verwandelte er den fälligen Elfmeter sicher zum 4:0.

Zweite Halbzeit

Schiebock betrat zuerst den Platz. Doch Chemie setzte die Partie fort: engagiertes Kombinationsspiel mit Erfolg, denn in der 53. Minute folgte das 5:0 durch Mvibudulu. Die BSG-Fans skandierten: „Jetzt geht’s los!“ Florian Kirstein konnte eine weitere Chance ganz allein vor Torwart Lukas Kycek leider nicht nutzen.

Jagatic wechselte Manuel Wajer und Tom Müller für Benjamin Boltze und Morgan Fassbender in der 58. Minute. In der Folge prüfte auch Mvibudulu den Schlussmann aus Bischofswerda, aber erfolglos. Jagatic brachte in der 66. Minute mit Tomas Petracek und Benjamin Luis für Florian Kirstein und Stephane Mvibudulu neue Offensivkräfte. Kirstein bekam vom Trainer beim Gang auf die Bank noch einen Klaps. Ein Zeichen, dass der Coach ganz offensichtlich zufrieden mit seiner Leistung war. Das Thema Chancenverwertung bleibt allerdings eines. Auch Tomas Petracek konnte seine nicht nutzen.

Florian Schmidt ersetzte ab der 73. Minute Alexander Bury. In 77. Minute überwand dann Nick Huenig Bellot zum 5:1. Jagatic forderte Konzentration von seiner Elf, denn die ließ dem BFV nun Räume und Petracek vergab seine Chancen vor dem Kasten von der Gäste. Zehn Minuten vor Schluss monierte Kapitän Stefan Karau die fehlende Körperspannung seiner Vorderleute. Ganz im Gegensatz zum Publikum, das gespannt wie ein Bogen einen Schuss von Luis auf das Tor erlebte. Lukas Kycek hielt seinen Kasten nun aber sauber. Es blieb beim 5:1.