21. November 2017 / 22:38 Uhr

Torfestival in Monaco: RB Leipzig überwintert international

Torfestival in Monaco: RB Leipzig überwintert international

Anne Grimm
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzigs Timo Werner jubelt über sein Tor zum 3:0. 
RB Leipzigs Timo Werner jubelt über sein Tor zum 3:0.  © dpa
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RB Leipzig feiert den ersten Auswärtssieg in der Königsklasse, sichert sich die Teilnahme an der Europa League und hat weiterhin die Chance auf das Achtelfinale der Champions League. Einziger Wermutstropfen in Monaco: Marcel Sabitzer erleidet eine Schulterverletzung.

Monaco. Fürstlicher Festtag für RB Leipzig in Monaco: Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl spielt sich beim französischen Meister in einen Torrausch und bleibt weiter im Rennen ums Achtelfinale der Champions League. Mit dem fulminanten 4:1 (4:1)-Sieg bei der AS Monaco sichert sich der Vizemeister den dritten Platz in der Gruppe G und die Teilnahme an der Europa League im neuen Jahr. Monaco ist nach der Niederlage aus dem internationalen Geschäft ausgeschieden.

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Dabei gibt es bereits vor dem Anpfiff die ernüchternde Nachricht aus Istanbul: Besiktas und Porto trennen sich 1:1. Damit stehen die Türken als erstes Team der Gruppe G im Achtelfinale. Die Portugiesen bleiben im Tableau auf Rang zwei. Doch RBL legt einen Traumstart hin, führt dank eines Eigentors der AS Monaco sowie Timo Werner nach neun Minuten mit 2:0. Der deutsche Nationalstürmer erhöht per Elfmeter auf 3:0. Vor der Pause verkürzt Monaco auf 3:1. Naby Keita antwortet postwendend zum 4:1.

RB-Coach Ralph Hasenhüttl war im Anschluss mehr als stolz: „Es ist nicht übertrieben wenn ich sage, dass es unser bester Champions-League-Auftritt war. Wir waren von Anfang an gut beim Ball erobern und umschalten, haben die Tore super herausgespielt. Wenn der Wermutstropfen mit Sabis Verletzung nicht wäre, wäre ich rundum zufrieden.“

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AS Monaco - RB Leipzig (Imago) (9) Zur Galerie
AS Monaco - RB Leipzig (Imago) (9) ©

2:0 im Eiltempo

Im Stade Louis II will keine richtige Champions-League-Atmosphäre aufkommen. Zwar sorgen die 1300 RB-Fans für gute Stimmung und singen Diego Demme ein Ständchen zum 26. Geburtstag. Doch die Ränge des Gastgebers sind mit 9000 Zuschauern erschreckend leer, der Monaco-Fanblock sogar kleiner als der Leipziger. Im Vergleich zum 1:1 im Hinspiel gibt es zwei Änderungen in der Startelf. Der damals verletzte Naby Keita ist diesmal dabei. Kevin Kampl beginnt für Demme auf der Sechs.

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Für die Gäste kann die Partie nicht besser beginnen: Bereits nach sechs Minuten führt das Hasenhüttl-Team mit 1:0. Nach einer Sabitzer-Hereingabe von der rechten Seite lenkt Jemerson den Ball ins eigene Netz. Der monegassische Verteidiger begeht nur kurz nach dem Eigentor den nächsten Fehler, verliert den Ball an Kevi Kampl. Der bedient Werner, der aus 13 Metern zum 2:0 vollstreckt.

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Peter Gulacsi: Zwei frühe Glanztaten, kommt bei Falcaos Kopfball zum 3:1 zu spät. Note 3. (@ GEPA Pictures) Zur Galerie
Peter Gulacsi: Zwei frühe Glanztaten, kommt bei Falcaos Kopfball zum 3:1 zu spät. Note 3. (@ GEPA Pictures) ©

Es geht turbulent weiter. Nach 13 Minuten muss Peter Gulacsi nach einem Abwehrfehler mit einer Glanzparade eingreifen, bewahrt sein Team vor dem Anschlusstreffer. Weil Willi Orban nach einer halben Stunde im Strafraum von Falco auf die Wade getreten wird, bekommen die Leipziger einen Elfmeter. Den nagelt Werner zum 3:0 unter die Latte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sind nur noch die feiernden Leipziger Fans zu hören.

Ausgekugelte Schulter bei Sabitzer

Der größte Schock nach 35 Minuten: Sabitzer rutscht aus, stützt sich ab und hält sich die Schulter. Der österreichische Nationalspieler wird vom Platz getragen, muss mit einer ausgekugelten Schulter ins Krankenhaus. Für ihn kommt Diego Demme.

Das 3:1 kassiert RB erneut bei einem Standard. Nach einem Freistoß kommt Keeper Gulacsi zu weit aus dem Tor und kann den Ball nicht fangen. Falcao (43.) köpft ein. Doch die Antwort folgt nur 86 Sekunden später: Naby Keita lässt gleich mehrere Abwehrspieler alt aussehen und schiebt zum 4:1 ein. Die wenigen Monaco-Fans verabschieden ihre Mannschaft mit Pfiffen in die Kabine, aus dem RB-Block tönt es „Hier regiert der RBL.“

Bereits nach 58 Minuten holt Hasenhüttl seinen Doppeltorschützen Werner vom Platz, für ihn kommt Bruma. RB nimmt das Tempo aus dem Spiel, doch der Gastgeber hat sich seinem Schicksal ergeben. Der Rest ist grenzenloser Leipziger Jubel und große Erleichterung nach dem ersten Auswärtssieg in der Champions League.

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Kevin Kampl (RB Leipzig): Man sieht, dass wir deutlich dazugelernt haben. Wir hatten Ballgewinne immer Mitteldfeld gehabt, viele Chancen kreiert, frühe Tore gemacht. Dann in der zweiten Halbzeit es sehr gut heruntergespielt, insgesamt ein topspiel. Jetzt müssen wir auf Monaco hoffen. Zuerst müssen wir unser Spiel daheim gegen Besiktas gewinnen. Solange alles möglich ist, müssen wir dran glauben. Zur Galerie
Kevin Kampl (RB Leipzig): "Man sieht, dass wir deutlich dazugelernt haben. Wir hatten Ballgewinne immer Mitteldfeld gehabt, viele Chancen kreiert, frühe Tore gemacht. Dann in der zweiten Halbzeit es sehr gut heruntergespielt, insgesamt ein topspiel. Jetzt müssen wir auf Monaco hoffen. Zuerst müssen wir unser Spiel daheim gegen Besiktas gewinnen. Solange alles möglich ist, müssen wir dran glauben." ©

Die Statistik zum Spiel:

RBL: Gulacsi – Klostermann, Orban (C), Upamecano, Halstenberg – Keita, Kampl – Sabitzer (35. Demme), Forsberg (79. Laimer) – Poulsen , Werner (58. Bruma)

Monaco: Subasic – Raggi, Glik (66. Ghezzal), Jemerson, Jorge – Fabinho, Moutinho (83. Carillo) – Tielemans, Lopes – Balde, Falcao

Tore: 0:1 Jemerson (6., Eigentor), 0:2 Werner (9.), 0:3 Werner (31.), 1:3 Falcao (43.), 1:4 Keita (45.)

Zuschauer: 9000


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