22. April 2021 / 16:57 Uhr

Torhüter Jan Jochens wechselt vom VfL Potsdam in die Bundesliga

Torhüter Jan Jochens wechselt vom VfL Potsdam in die Bundesliga

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
18.04.2021, Handball 3.Bundesliga, Punktspiel, 1.VfL Potsdam - Eintracht Hildesheim, MBS-Arena Potsdam  
im Bild: v.l.  Jan Jochens (1.VfL Potsdam)
Jan Jochens spielt seit 2016 für den 1. VfL Potsdam, ab dem Sommer steht er für den HSC 2000 Coburg im Tor. © Julius Frick
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3. Liga Handball-Nordost: Der Junioren-Nationaltorwart vom VfL Potsdam schließt sich im Sommer dem HSC Coburg an und verlässt die Adler nach vier Jahren. 

Vor dem immens wichtigen Spiel des 1. VfL Potsdam am Sonntag (16.30 Uhr) bei Empor Rostock hat Torhüter Jan Jochens seine Weichen für die Zukunft gestellt. Wie die Adler mitteilten, wechselt Jochens im Sommer zum aktuellen Bundesligisten HSC 2000 Coburg. "Für mich als 20-Jährigen ist das ein Riesenanreiz und eine Riesenchance. Am Ende war der entscheidende Punkt, dass dort - trotz des sehr hohen Niveaus - junge Spieler an erfahrenen Spielern wachsen dürfen. Ich freue mich riesig, dass ich die Chance bekomme, mich dort weiterzuentwickeln", sagt Jochens.

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Für den Junioren-Nationaltorhüter ist es der nächste Schritt auf der Karriereleiter. 2014 wechselte er von seinem Jugendverein SSV Falkensee zu den Füchsen Berlin. "Das war damals ein Kindheitstraum, gerade weil es dort so eine bekannte Jugendarbeit gibt", erzählt Jochens. Mit der B-Jugend des Bundesligisten holte er zweimal in Folge die deutsche Meisterschaft. Im Anschluss wechselte der Keeper 2016 an die Sportschule nach Potsdam, wo er 2019 sein Abitur machte. Damit schloss sich für ihn ein Kreis, schließlich wurde er von Potsdams Torwarttrainer-Urgestein Rainer Müller, der in Nauen lebt, schon in Falkensee trainiert.

In Bildern: VfL Potsdam lässt Eintracht Hildesheim keine Chance.

Die Schützlinge von Adler-Trainer Daniel Deutsch lassen der Hildesheimer Eintracht beim 30:24 (16:11)-Heimerfolg keine Chance. Zur Galerie
Die Schützlinge von Adler-Trainer Daniel Deutsch lassen der Hildesheimer Eintracht beim 30:24 (16:11)-Heimerfolg keine Chance. © Julius Frick

Schon in seiner A-Jugend-Zeit hatte Jochens erste Einsätze in der Potsdamer Drittliga-Mannschaft, inzwischen ist er dort Stammtorhüter und kämpft aktuell mit dem VfL um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. "Ich werde in der gerade laufenden Aufstiegsrunde auch weiter alles für Potsdam geben. Ich bin dem VfL sehr dankbar für das Vertrauen, das hier von Anfang an in mich gesetzt worden ist", sagt Jochens, der an der Fern-Universität Hagen Psychologie studiert.

Vor rund eineinhalb Monaten kam es zum ersten Kontakt mit Coburg, schließlich reiste er für zwei Tage zum Probetraining in die 40.000-Einwohner-Stadt in Bayern, die nahe der Grenze zu Thüringen liegt. Der VfL war über diesen Schritt eingeweiht, "mir lag es auch sehr am Herzen, dass alles offen kommuniziert wird", sagt Jochens. Zwei Spieler in Coburg kennt er bereits: Mit Jakob Knauer, der aus Coburg stammt, stand er einst in der U17 der Füchse gemeinsam auf der Platte. Und mit Paul Schikora spielte er schon bei der U21-Nationalmannschaft zusammen.

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Doch das Kapitel Coburg - die Bayern stehen aktuell auf dem letzten Bundesliga-Tabellenplatz und kämpfen noch um den Klassenerhalt - beginnt erst im Sommer, die Gegenwart heißt VfL Potsdam. Mit dem reist er am Samstagnachmittag nach Rostock, wo am Sonntag das dritte Spiel der Aufstiegsrunde ansteht. Gegen Empor verlor der VfL das letzte Spiel vor dem Lockdown im November. "Wir hatten jetzt lange genug Zeit, an uns zu arbeiten. Wir wollen die Niederlage vom Anfang der Saison wiedergutmachen und Rostock zeigen, dass wir die Zeit genutzt haben", sagt Jochens. Nach der Auftaktniederlage gegen Hagen gewann der VfL vor einer Woche gegen Eintracht Hildesheim. "Gegen Hildesheim hat man gesehen, dass wir als Team noch einmal alle enger zusammengewachsen sind", sagt Jochens.

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