01. März 2021 / 23:17 Uhr

Torhüterin Friederike Abt verlässt den VfL Wolfsburg

Torhüterin Friederike Abt verlässt den VfL Wolfsburg

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Friederike Abt spielt seit 2019 für den VfL Wolfsburg.
Friederike Abt spielt seit 2019 für den VfL Wolfsburg. © Getty
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Katarzyna Kiedrzynek, Friederike Abt, Almuth Schult und Julia Kassen: Aktuell stehen vier Torhüterinnen im Kader des VfL Wolfsburg. Zur kommenden Saison werden es nur noch drei sein - denn Abt wird den Meister, der am Mittwoch auf Lilleström trifft, verlassen.

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Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat den nächsten Abgang zu verzeichnen: Torfrau Friederike Abt wird den amtierenden Meister nach der Saison verlassen. "Sie möchte eine neue Herausforderung annehmen", bestätigte Ralf Kellermann, Sportlicher Leiter der VfL-Frauen, auf AZ/WAZ-Nachfrage. Neben Abt werden auch Zsanett Jakabfi, Lara Dickenmann (beide Karriere-Ende), Lena Goeßling, Fridolina Rolfö und Ingrid Engen am Saisonende gehen.

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Abt war 2019 von 1899 Hoffenheim zum VfL gewechselt und als Nummer 2 hinter Nationaltorhüterin Almuth Schult eingeplant. Als Schult wegen Schulter-OP und anschließender Schwangerschaft ausfiel, blieb Abt zumeist in der Rolle der Ersatztorhüterin - zunächst hinter der Schwedin Hedvig Lindahl und dann hinter der als Lindahl-Nachfolgerin verpflichteten Katarzyna Kiedrzynek. In der vergangenen Saison kam Abt allerdings vermehrt zu Einsätzen, stand unter anderem bei der Champions-League-Endrunde 2020 in Spanien im Wolfsburger Tor.

Die Marktwerte der VfL-Fußballerinnen.

Analog zu den Marktwerten auf transfermarkt.de veröffentlicht soccerdonna.de seit Januar 2021 Marktwerte für den Frauenfußball. Zur Galerie
Analog zu den Marktwerten auf transfermarkt.de veröffentlicht soccerdonna.de seit Januar 2021 Marktwerte für den Frauenfußball. ©

Aktuell ist sie hinter der polnischen Nationaltorhüterin Kiedrzynek wieder die Nummer 2, derweil Schult weiter an ihrer Rückkehr ins Tor der Wolfsburgerinnen und der Nationalmannschaft arbeitet. Wo es Abt zur neuen Saison hinzieht ist noch offen, aktuell plant der VfL auch keine weitere Neuverpflichtung auf dieser Position - zumal mit Julia Kassen noch ein Top-Talent zum VfL-Kader zählt. Kellermann: "In der kommenden Saison haben wir mit Kasia und Almuth zwei international erfahrene Torhüterinnen, die für eine gute Konkurrenzsituation sorgen werden, dazu mit Julia eine junge Spielerin mit viel Potenzial. Wir sehen uns da gut aufgestellt."



Am Mittwoch steht für den VfL das erste Pflichtspiel nach der Länderspiel-Pause an, Gegner im Achtelfinale der Champions League ist Lilleström SK Kvinner aus Norwegen. Wolfsburg ist klarer Favorit - und entsprechend selbstbewusst. Kellermann: "Ich gehe davon aus, dass man in beiden Spielen sehen wird, dass wir die bessere Mannschaft haben." Das Rückspiel findet am Mittwoch kommender Woche statt - wegen der Corona-Einreisebeschränkungen in Norwegen im ungarischen Györ.

Ihr Comeback gegen Lilleström wird voraussichtlich Ewa Pajor feiern. Die polnische Torjägerin stand letztmals im August beim Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon auf dem Platz, musste sich danach einer Knie-OP unterziehen. In der Länderspielpause intensivierte sie nun das Mannschaftstraining - ohne Probleme. Trainer Stephan Lerch hatte bereits vor zwei Wochen eine Kader-Rückkehr der Polin für das Lilleström-Spiel in Aussicht gestellt.

Wolfsburg-Gegner Kvinner war lange die Top-Adresse im norwegischen Frauenfußball, musste sich aber in der vergangenen Kalenderjahr-Saison mit Rang fünf zufrieden geben. Immer wieder wechseln herausragende Spielerinnen ins Ausland, zuletzt etwa Ingrid Engen (zum VfL Wolfsburg) oder Guro Reiten (zum FC Chelsea). Bekannteste Akteurin im LSK-Kader ist die ehemalige deutsche Nationalspielerin Isabell Bachor, die bereits seit 2013 für Lilleström am Ball ist und dort mittlerweile als spielende Co-Trainerin agiert. Mit der 37-Jährigen im Mittelfeld qualifizierte sich das Team im vergangenen Dezember gegen Minsk (2:0-Auswärtssieg und 0:1-Heimniederlage) für das Achtelfinale der Königsklasse.

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