06. Februar 2020 / 14:07 Uhr

Torjäger außer Dienst: Testroet will in Aue wieder erste Wahl sein

Torjäger außer Dienst: Testroet will in Aue wieder erste Wahl sein

dpa
AUE, GERMANY - JULY 18: Pascal Testroet of Erzgebirge Aue poses during the team presentation at Erzgebirgsstadion on July 18, 2019 in Aue, Germany. (Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)
Pascal Testroet möchte wieder sein Können unter Beweis stellen. © getty images/2019 Getty Images
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Im Dezember war Pascal Testroet plötzlich nur noch Bankdrücker in Aue. Doch der Torjäger des FC Erzgebirge kämpfte sich wieder zurück und hofft am Samstag in Stuttgart auf den nächsten Einsatz für die „Veilchen“.

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Tore und Vorlagen sind für Pascal Testroet im Moment nicht die wichtigsten Statistiken. Dabei werden Stürmer gern daran abgerechnet. Doch für den Angreifer von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue zählen andere Fakten. „Dass ich wieder spielen darf, macht mich sehr glücklich. Mit den Einsätzen kommen ganz sicher auch die Tore“, sagte Testroet im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Und tatsächlich: Der 29 Jahre alte Angreifer kann wieder lachen, er wirkt deutlich gelöster als noch vor wenigen Wochen.

Vor allem im Winter-Trainingslager in Spanien war Testroet der Frust anzumerken. Auslöser war die Phase vor der Winterpause. In den Spielen gegen Hannover, Regensburg und Fürth saß der Stürmer nur auf der Bank, wurde nicht mal eingewechselt. „Dass ich am Ende der Hinserie nicht mehr gespielt habe, war sehr unbefriedigend für mich. Wenn man 'nicht gebraucht wird', dann ist es völlig klar, dass das am Selbstvertrauen nagt. Nicht zu spielen, macht jeden Fußballer unglücklich“, hatte Testroet im Januar gesagt.

Keine Entscheidung gegen irgendjemanden

Trainer Dirk Schuster hatte Testroets Nicht-Berücksichtigung damit begründet, nach der 0:2-Niederlage Ende November in Bochum in der Offensive neue Impulse setzen zu wollen: mehr Tempo, Wucht und Trickreichtum. „Das war aber keine Entscheidung gegen irgendjemanden“, betonte Schuster. Die Heimsiege gegen Regensburg und Fürth gaben dem Trainer zumindest anhand der Ergebnisse Recht. Dass Testroet und sein Tor-Instinkt noch gebraucht werden, wusste auch Schuster. „Mein Gedanke war nicht, 'Paco' abzugeben“, stellte der Trainer klar.

Um letzte Zweifel und aufkommende atmosphärische Störungen zu beseitigen, holte Vereinspräsident Helge Leonhardt Trainer und Torjäger vor dem Rückrundenstart zusammen. „Wir haben uns alle an einen Tisch gesetzt und ein gutes Gespräch geführt“, sagte Testroet, der in der laufenden Zweitliga-Saison bislang vier Treffer erzielte und drei Vorlagen beisteuerte. Sein letztes Tor gelang ihm am 22. November beim 3:1 gegen St. Pauli.

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In den ersten beiden Partien nach der Winterpause beim SV Wehen Wiesbaden und gegen Arminia Bielefeld wurde der Angreifer von Schuster jeweils in der zweiten Hälfte eingewechselt. Auch wenn Testroet dabei ohne Torerfolg blieb und noch nicht wieder die erste Wahl im Auer Sturm war, fühlt er sich in seiner kämpferischen Einstellung bestätigt: „Ich bin auf dem richtigen Weg und hoffe jetzt auf weitere Einsätze.“

Für welche Offensiv-Variante sich Schuster am Samstag (13.00 Uhr/Sky) im Auswärtsspiel der 2020 noch torlosen Auer beim VfB Stuttgart entscheidet, ist völlig offen. „Wir haben sehr gute Stürmer im Kader und in der vorderen Position immer die Qual der Wahl. Wir müssen auch auf den Gegner gerichtet agieren“, äußerte der Trainer. Testroet wäre gern dabei: „In Stuttgart aufzulaufen, ist ein Traum von mir. Ich habe in meiner Karriere noch nie in der Mercedes-Benz Arena gespielt.“

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