09. Februar 2020 / 23:36 Uhr

Torjäger Brent Aubin denkt an Einbürgerung: "Wolfsburg ist meine erste Option!"

Torjäger Brent Aubin denkt an Einbürgerung: "Wolfsburg ist meine erste Option!"

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Brent Aubin von den Grizzlys Wolfsburg feiert das Tor während des Spiels zwischen den Grizzlys Wolfsburg und Augsburger Panther am 19.12.2018 in Wolfsburg, Deutschland. (Foto von Florian Pohl/City-Press GbR)
Interessante Perspektiven: Grizzlys-Stürmer Brent Aubin könnte Deutscher werden. Manager Chatrly Fliegauf will sich über den Ablauf informietren und mit Aubin reden. © City-Press / Grizzlys Wolfsburg
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Er ist nach Sebastian Furchner Wolfsburgs zweitbester DEL-Torschütze aller Zeiten. Doch auch der Vertrag von Brent Aubin beim heimischen DEL-Klub wurde wie viele andere noch nicht verlängert. Er denkt darüber nach, sich einbürgern zu lassen. Und dafür hat er Gründe.

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Die Vertragsgespräche ruhen bei den Grizzlys Wolfsburg. Sieben Importspieler, Schlüsselpositionen, haben noch keinen Vertrag für die neue Saison. Einer, nämlich Torjäger Brent Aubin, könnte Deutscher werden. Das macht ihn attraktiv. Doch auch bei ihm rührt sich nichts, obwohl Manager Charly Fliegauf um die Möglichkeit weiß und rechts schießende Scharfschützen mit deutschem Pass in der Liga selten sind.

Aubin spielt seit elf Jahren im deutschsprachigen Raum, war vor seinem Wechsel nach Deutschland, der ihn über München 2013 nach Wolfsburg führte, schon bei Red Bull Salzburg. Was ist mit seiner Einbürgerung? Aubin sagt: „Ich könnte einen deutschen Pass bekommen, müsste dafür eine Prüfung ablegen, glaube, dass ich das schaffen kann.“

Öffentliches Training der Grizzlys Wolfsburg

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Öffentliches Training der Grizzlys Wolfsburg © Boris Baschin
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Aubin sieht seine Zukunft im deutschsprachigen Raum

Er sei grundsätzlich dazu bereit, „denn ich sehe meine Zukunft, etwa als Trainer, im deutschsprachigen Raum, also in der Schweiz, Österreich oder in Deutschland.“ Er fügt hinzu: „Wolfsburg ist meine erste Option. Hier ist es wirklich gut, hier weiß ich, was ich habe“ – im Verein und auch im Umfeld. Seine drei Töchter gehen hier seit Jahren zur Schule oder in den Kindergarten. Aubin weiß, dass seine Profikarriere in den nächsten drei, vier Jahren enden könnte. Und er weiß, dass er als Ausländer wahrscheinlich in Deutschland nur noch einen Jahreskontrakt bekommen würde. Aus familiären Gründen will er möglichst wenig umziehen. Fällt er nicht mehr unter das Import-Kontingent könnte er eher einen längerfristigen Kontrakt bekommen.

Und darauf käme es an. Aubin: „Nur für ein Jahr – das wäre den Aufwand der Einbürgerung nicht wert.“

„Das ist ein Prozess, der dauert“, so Manager Charly Fliegauf vorsichtig, „aber ich werde mich über das Verfahren noch genau informieren und auch mit Brent reden.“ Die Grizzlys müssten die Entscheidung treffen, ob es für Aubin in dem Falle die richtige Rolle geben – „und die Entscheidung ist noch nicht gefallen.“

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