28. März 2015 / 11:49 Uhr

Torloses Remis im Berlin-Brandenburg-Derby

Torloses Remis im Berlin-Brandenburg-Derby

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Torloses Remis im Berlin-Brandenburg-Derby
Torloses Remis im Berlin-Brandenburg-Derby © Jan Kuppert
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Regionalliga Nordost: Beim 0:0 zwischen Babelsberg 03 und dem BFC Dynamo sieht Julian Prochnow auf Seiten der Gastgeber Gelb-Rot.

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Die erste Überraschung gab es bereits vor dem Anpfiff: Babelsbergs Trainer Cem Efe entschied sich in der Defensive wieder  für das Innenverteidigerduo Prochnow/von Piechowski. Für den zuletzt gelbgesperrten Kapitän Christian Schönwälder blieb nur ein Platz auf der Bank. SVB-Keeper Marvin Gladrow konnte hingegen trotz einer schmerzhaften Rippenverletzung das Tor der Kiezkicker hüten. Auf Seiten der Gäste musste Lukas Novy überraschend ebenfalls mit der Ersatzbank Vorlieb nehmen.

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Unter den Augen von Stefan Krämer, Trainer des FC Energie Cottbus, auf den Babelsberg am Mittwoch (19 Uhr) im Landespokal-Halbfinale trifft, sahen die 3811 Zuschauer im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion eine ausgeglichene Anfangsphase. Klare Torchancen waren Mangelware, ehe Babelsbergs Rechtsverteidiger Severin Mihm Lucas Albrecht mit einem tiefen Ball anspielte. Albrecht, der Schönwälder als Kapitän vertrat und im Sturm auflief, konnte die Kugel zwar gut verarbeiten, verfehlte das Dynamo-Gehäuse mit seinem Abschluss dann aber knapp (20. Minute). Erneut Albrecht versuchte es dann nach 27 Minuten mit links aus der zweiten Reihe. Sein Abschluss war für BFC-Keeper Stephan Flauder aber keine ernsthafte Gefahr. Die Gastgeber blieben danach am Drücker, Übernahmen mehr und mehr die Spielkontrolle. Spielgestalter Bilal Cubukcu kam zweimal in aussichtsreicher Position zum Abschluss, wurde jedoch im letzten Moment geblockt (41./42.). So ging es mit einem torlosen Remis in die Pause, bei dem die BFC-Akteure zunächst besser ins Spiel kamen, die Babelsberger sich dann aber von Minute zu Minute mehr Spielanteile gesichert hatten.

Die erste Chance nach dem Seitenwechsel hatte ebenfalls Nulldrei. Maximilian Zimmer brachte einen Freistoß aus rund 25 Metern gut auf den Kasten. Flauder war aber zur Stelle. Die nächste Gelegenheit zur Führung vergab dann Lovro Sindik, der aus 18 Metern abzog und das Tor nur denkbar knapp verfehlte. Nach 57 Minuten unterbrach Schiedsrichter Stefan Herde die Partie dann kurzzeitig, nachdem im Dynamo-Block Raketen gezündet wurden. Das Spiel wurde dann aber zügig wieder angepfiffen, Babelsberg blieb am Drücker. In der Defensive hatte man aber Glück, als zunächst ein Tor von Zlatko Muhovic zunächst wegen Abseits aberkannt wurde (62.) und nur eine Minute später Djibril N Diaye aus Nahdistanz zunächst an Schlussmann Gladrow und in der Folgeaktion am Pfosten scheiterte. Auf Seiten der Berliner sorgten die inzwischen eingewechselten Zurawsky und Muhovic für neuen Schwung. Dann schwächten sich die Gastgeber selbst, als Routinier Julian Prochnow innerhalb von zwei Minuten, nach Foulspiel und einem späteren Handspiel auf Höhe der Mittellinie, Gelb-Rot sah. Die Hauptstädter wussten aus der numerischen Überlegenheit aber keinen Profit zu schlagen und so endete die intensive, aber insgesamt an Höhepunkten arme Partie mit 0:0.